Interview: Tony Gorilla

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Aktuell sind Tony Gorilla mit ihrem aktuellen Album “It takes a spark to light fire” auf Tour quer durch die Republik und die Schweiz. Trotz des Touralltags hat Sänger Chris Zeit gefunden uns einige Fragen zu beantworten.

 

Iamhavoc.de : Hey Jungs, ihr seid grade fleissig auf Tour. Viele Regionen habt ihr bisher noch nicht bespielt gehabt und die Leute denken sich nur Tony Who? Stellt euch mal vor!

Chris: Wir sind fünf Typen aus dem Ruhrgebiet, die richtig Bock auf Musik haben und das auch schon eine ganze Weile tun. Da wären zum einen die beiden Gitarristen Gregor und Roald. Zum anderen Husch am Bass und Richie hinterm Schlagzeug. Und ich gebe mein Bestes am Mikro.
Iamhavoc.de : Welche Stadt reizt euch denn am meisten?
Chris: Die Tour wird großartig, und eigentlich will ich mich da echt nicht festlegen, weil es meistens doch anders kommt, als man denkt. Du spielst Shows und denkst dir vorher: „Ok, hier kann ich jetzt nicht allzu viel erwarten.“ Und dann reißen dir die Leute die Hütte ab! Trotzdem freue ich mich auf Hamburg, weil wir mit TONY GORILLA dort – warum auch immer (?) – noch nie gespielt haben. Wurde langsam mal Zeit.
Iamhavoc.de : Habt ihr euch für die Tour was besonderes überlegt?
Chris: Nö, aber uns wird unterwegs bestimmt genug einfallen. Wir wollen einfach eine gute Zeit haben und geile Shows spielen. Wir haben unser neues Album „It Takes A Spark“ im Gepäck und wenn die Leute Bock drauf haben wird da so einiges gehen. Die ein oder andere Wette haben wir natürlich trotzdem abgeschlossen.
Iamhavoc.de : Kürzlich habt ihr euer neues Album veröffentlicht. Wie war denn das Feedback hierzu?
Chris: Wir warten noch immer gespannt auf die ersten Reviews. Das ist kaum auszuhalten, weil andere Leute deine Musik komplett (!) anders wahrnehmen als du selbst. Das ist schon irgendwie spannend. Wir sind happy mit dem Album und hoffen, dass das Teil gut ankommt und auch die Aufmerksamkeit bekommt, die wir uns wünschen. Feedbacks aus unserem Umfeld waren auf jeden Fall positiv.
Iamhavoc.de : Im Vergleich zum Vorgänger habt ihr euch schon musikalisch stark entwickelt. Neue Einflüsse oder doch nochmal vergessene Platten aus der Jugend auf dem Dachboden gefunden?
Chris: So ungefähr. Hahaha. Nein, ich denke einfach, dass wir unserem Sound immer ein Stück näher gekommen sind. Wir haben rumexperimentiert und zwei Alben gemacht. Auf „Untamed Beast“ waren ja sogar noch einige alte Demosachen drauf. Mit „Season Of The Wolves“ haben wir so einiges entschlackt, aber irgendwie fehlte uns noch die Leichtigkeit und Aggressivität, die wir jetzt mit „It Takes A Spark“ erreicht haben. Musikalisch gesehen komme ich ja ursprünglich aus dem Hardcore. Der Einfluss wurde über die letzten Jahre etwas größer.
Iamhavoc.de : Wieso gibt es denn kein Vinyl vom Album? Oder kommt das gegebenfalls später?
Chris: Vinyl ist einfach eine teure Angelegenheit. Wir zahlen alles aus eigener Tasche. Ich habe mich eingesetzt, damit „SOTW“ auf Vinyl erscheint. Schallplatten sind einfach was Feines (Ne 7“ fände ich mal richtig geil!) und ich wollte TONY GORILLA unbedingt auf Vinyl sehen. Allerdings hatten wir, als das Album dann letztendlich erschien, eine Phase, in der wir kaum gespielt haben und die Nachfrage war dementsprechend einfach nicht da. Sehr schade. Ich würde mich freuen, wenn „ITAS“ auf Vinyl erscheint. Wann und ob das der Fall sein wird, kann ich aber nicht sagen. Vielleicht liest das hier ja jemand, der das Album auf Vinyl herausbringen möchte. Den Kontakt leite doch dann bitte an uns weiter. ;)
Iamhavoc.de : Euer Drummer Richie spielt ja noch bei “The Idiots”. Kommt man sich da nicht in die Quere mit zwei Bands zeitlich?
Chris: Ja. Deswegen sind wir Karlo sehr dankbar. Er ist ein Freund der Band und hilft bei uns aus, wenn Richie mal nicht kann.
Iamhavoc.de : Hast sonst noch jemand eine weitere Band um sich die Freizeit zu vertreiben?
Chris: Zurzeit nicht wirklich. Hier und da läuft vielleicht mal ein kleines Projekt oder man hilft irgendwo aus.
Iamhavoc.de : Was steht denn so als nächstes an? Arbeitet ihr schon an einem vierten Album?
Chris:  Wir haben tatsächlich schon einen neuen Song mit dem Titel „In Control“ gemacht. Wir können ja im Proberaum direkt mehrspurig mitschneiden. Ich schreibe dann noch am Text und singe Zuhause erneut drüber. So bekommen wir recht brauchbare Demoversionen hin. Auch von den Aufnahmen zu „ITAS“ ist noch ein Track übrig geblieben, den wir neu arrangieren wollen. Jetzt konzentrieren wir uns aber erst einmal auf die anstehende Tour und das Jahr 2015, um „IT TAKES A SPARK“ den Leuten da draußen näher zu bringen.
Iamhavoc.de : 10. Zum Ende hin gebe ich euch noch ein paar Stichwörter zu denen ihr was sagt.
Ruhrgebiet: Heimat.
Punkrock: One, two, three, four…
The Misfits: 1977 – 1983, eine großartige Band. Eine Reunion würde ich mir anschauen.
Pleiten, Pech & Pannen: Gilt es auf der Tour zu vermeiden. Ansonsten fällen mir dazu nur ein: ein selbstgemachter Gitarrengurt, unser Roadie und eine dünne Stoffhose. Sehr kryptisch, aber das ist auch Sinn und Zweck der Sache. Manche Dinge bleiben besser unausgesprochen.
Iamhavoc.de : Letzte Worte?
Chris: Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Ich hoffe, wir sehen uns auf der Tour.
Hier nochmal die Tourdaten! Kuckt euch den Spass an, lohnt sich!!
31.3.2015 D Zweibrücken, Erdgeschoss
1.4.2015 D – Kaiserslautern, Clearing Barrel
2.4.2015 D – Landau, Fatal
3.4.2015 CH – Spiez, das O
4.4.2015 D – Ludwigsburg, Rock n Roll Bar
5.4.2015 D – Zittau, Emil
8.4.2015 D – Hamburg, Kraken Punkrockkneipe
9.4.2015 D – Chemnitz, Subway to Peter
10.4.2015 B – Peer, the other side
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Review: Hydra – Thunder From The Sky

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Hydra –  Thunder From The Sky (CD – 2015)

Hydra sind fünf Jungs aus dem Hinterland der Gemeinde Kusel. In den 10er Jahren ist auch hier endlich die New wave of british heavy metal angekommen. Neben den Klassikern dieser Generation sind die Jungs auch stark durch Bands wie WASP oder KISS beeinflusst. Haben sie doch auch einen Song den Glamrockern gewidmet und aus “Knights In Satans Service” rasch ein “Knights In Satans Soul” gemacht. Auch passend. Neun zackige Metalstücke werden geboten. Musikalisch kein Hänger dabei, im Gegenteil. Nicht umsonst fand die Releaseshow vor knapp 300 Leuten statt. Manko ist allerdings die Produktion. Im gesamten sehr flach und fast zu poppig. An einer Stelle macht die Band einen Break. Dieser hört sich an als hätte sich diese verspielt und einfach wieder eingesetzt. Dem ist nicht so und als Produzent DARF man sowas einfach nicht frei geben.

Gutes Debutalbum, mangelhafte Produktion leider.

Review: Itchy Poopzkid – Six

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Itchy Poopzkid – Six (CD/LP – 2015 – Findaway Records)

Itchy Poopzkid haben sich schon vor knapp zehn Jahren auf jeder Bühne den Arsch abgespielt. Eine Show auf MTV hatten sie auch mal. Lange habe ich nix von dem Trio gehört. Irgendwie habe ich die Jungs immer als “die kleinen Brüder der Donots” wahrgenommen, vielleicht noch mit nem Hauch Billy Talent dazu. Das bestätigt sich auch wieder etwas auf dem Album. Vor allem der zweite Song “Grip It Tighter” könnte auch von den Kanadiern mit neuem, besserem Sänger sein. Im gesamten geht das Album doch sehr gut ins Ohr. Alleine den Song “Dancing In The Sun” kann ich niemandem empfehlen. Wie das so ist handelt es sich hierbei natürlich auch um die erste Single. Im Anschluss geht es aber verspielt und gut weiter. Das Album macht Spass und kann durchaus auch live knallen!

Review: Giulio Galaxis – Giulio Galaxis

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Giulio Galaxis – Giulio Galaxis (LP – 2015 – Kidnap Music)

Captain Kirk ist tot doch es gibt einen neuen Helden – Giulio Galaxis. Furchtbarer Bandname, gliedert sich aber super in die Reihe der Namen der alten Bands von Sänger Measy ein (Prinzessin halts Maul, die rote Suzuki).

Als ich den Teaser gehört habe dachte ich erst ohje. Man hörte viel Gitarrengedudel raus. Aber es ist auch schwer sich eine Meinung zu bilden wenn man 9 Songs auf eine Minute Gesamtspielzeit kürzt. Denn eigentlich sind Giulio Galaxis sehr cool. Jeder beherscht sein Instrument super und alles harmoniert miteinander. Klingt doch nach einer sehr gesunden Mischung aus Love A und Prinzessin halts Maul. Fast eine halbe Stunde dauert der Spass und das Debut kann sich sehen lassen. Anspieltipp sind neben der ersten Veröffentlichung “Maulwurf” sicherlich noch das im mittleren Tempo gespielte “Offline”.

Konzertbericht: Baretta Love + A Futuristic Aid + Perfect Youth in Zweibrücken

An St Patricksday geht der Deutsche anscheinend lieber ins Pub als auf ein Konzert. Bier trinken kann man ja sonst nicht und auch sonst nirgendwo. Schade, denn auf dem grossartigen Konzert im Hobbitkeller waren gerademal ZWEI zahlende Gäste. Und wundert sich da jemand wenn Bands nicht mehr nach Zweibrücken kommen?

Mal zum Abend: Den Beginn machte Perfect Youth. Eigentlich ein Trio, aber doch auch irgendwie alleine spielt Phillip heute akustisch ein ganz grosses Set. Hat sehr viel Spass gemacht!

Danach durften A Futuristic Aid auf die Bühne. Irgendwo zwischen Depeche Mode und manchen the Cure Songs liegt hier die musikalische Heimat der vier Kuseler. Etwa 45 Minuten wird hier alles gegeben für das fehlende Publikum.

Auch wieder Grundsolide die Show  von Baretta Love. Ob wie am Vortag über 50 Leute oder heute 2 Zahlende und die anderen Bands vor der Bühne stehen: Who cares? Man gibt alles und es fetzt!! Um aus dem Film Airheads zu zitieren: “Als Rock n Rollband spielt man vor seinen Freunden und den anderen Bands!”. Auch etwa 45 Minuten dauert hier der Spass. Ganz grossartige Liveband. Immerhin hatten 100% im Publikum Spass und auch voll gefeiert. 20150317_21102220150317_23013020150317_23050320150317_21533020150317_22431020150317_23051420150317_21433620150317_23011620150317_225747

The Satellite Year Album Release Party – Kleiner Klub am 06. März 2015

2015. das letzte Satellite-Year-Album liegt geschlagene vier Jahre zurück. Das heißt, es ist Zeit für einen Nachfolger für Mission Ploarlight. Wie es der Zufall so will, war auch der gute Gripweed zur Release-Party eingeladen. Und das obwohl Slime (meine Schreibwettbewerbsband in der Wikipedia) eines ihrer begehrten Unplugged-Konzerte gaben. Aber die Pflicht ruft. Musikalisch, das sei vorweggeschickt, sind Satellite Year nicht unbedingt mein Fall. Das sollte aber die Freude nicht trüben, entdeckte ich doch viele mir bekannte Gesichter im Publikum, zum Beispiel die Jungs von Baby Lou.

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Zunächst hieß es aber erstmal durch Sirens & Shelter. Nein, kein Duo, Liedermacher oder besser Songwriter heißen jetzt so. Ein sonniges Naturell hat Scott Mallard aus North Kent. Man könnte ihn fast für einen Sonnyboy-Ami halten, wenn nicht sein cooles britisches Englisch wäre. Seine Sache als Support machte er wirklich gut. Aber man musste sich zunächst mit seiner Stimme anfreunden. Mir erschien sie etwas stark Melodycore-mäßig. Aber nach ein paar Songs war ich warm mit ihm. War auch nicht so schwer, versprühte der junge Mann doch Spielfreude und seine Songs, nur vorgetragen mit Gitarre, unterhielten bisweilen ganz gut. Nicht zu schade für Mitmachsspielchen zeigte sich das Publikum, das wie ich, Sirens & Shelter schnell ins Herz geschlossen hatte. So konnte Scott auch die letzten Exemplare seines Debütalbums Through the War in Saarbrücken absetzen, wie er stolz auf seiner Facebook-Seite verkündete. Demnächst erscheint wohl das zweite Album und zwar wie schon das Debüt über Engineer Records.

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Wie gesagt, The Satellite Year ging bisher immer an mir etwas vorbei und musikalisch ist es nicht ganz mein Fall. Aber mir gefiel es, wie sie den Club zum Lächeln brachten. Enthusiastische Gesichter überall. Vier Jahre hatten die Fans auf das neue Album gewartet, ein paar konnten die Releaseshow nicht abwarten und hatten es schon gestreamt. FÜr Unterhaltung sorgten beide Sänger, Daniel Rimedio und Andreas Fischer, der zusätzlich noch für die elektrischen Einspieler sorgte. Letzterer war für mich etwas übermotiviert, was auf Dauer etwas anstrengend war. Aber gut, mitklatschen ist für mich auch kein Punkrock. Den spielte die Band aber eigentlich auch nicht. Post-Hardcore mit ein paar wenigen Electropop-Anteilen, durchaus eingängig und ein paar Lieder fand ich auch ziemlich gut. Insgesamt sicherlich eine Steigerung zum Debüt, das wohl laut Legacy ein “etwas zu sehr auf Nummer sicher gebügeltes Album zu sein” [1] scheint. Andererseits, was wissen die schon? Dem aus allen Nähten platzdenden Kleinen Klub zufolge recht wenig. Insbesondere die alten Lieder wurden mitgesungen, es wurde fleißig gejubelt und die Band abgefeiert. Auch mich hat die Band an diesem Abend überzeugt. Schönes Konzert! Kurz nach 22 Uhr war dann nach zwei Zugaben schon Schluss.

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So konnte ich mich dann an den Türstehern vorm Förster-JUZ (private Security-Leute auf einem Subkultur-Konzert? Ekelhaft) vorbei mogeln und bekam noch den 1,7‰ Blues mit, was natürlich der Abschluss ihres Konzertes im Anschluss an den Film war. Das Konzert war ausverkauft, aber zu diesem späten Zeitpunkt war es ziemlich leer geworden. Nach dem Klassiker vom Debütalbum rauschte die Band auch direkt ab, offensichtlich musste Dirk am nächsten Tag zu einem Fußballspiel. Film soll ganz amüsant gewesen sein, Konzert ziemlich atonal. Zusammen mit Freunden ließ ich dann den Abend im Horst ausklingen. Trotz allem um 23:30 Uhr zu Hause an einem Freitag abend…

Konzertbericht: Baretta Love, Against Remain und the Truth am 17.3.2015 in Saarbrücken

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Montags erwartet man nicht immer 50 Leute auf einem Konzert. Anders heute. Viele haben den Kampf gegen die Couch gewonnen!

Kurz nach halb Acht eröffnet the Truth den Abend. Der Sänger von Baretta Love spielt 20-30 Minuten akustisch auf hohem Niveau, genau wie vor vier Wochen im wenige Meter entfernten Thonet.

Danach sind Against Remain dran. Drei Jungs und eine Dame spielen eine Mischung aus Punk und Rock. Im gazen recht modern. Die fünf sind mit vollem Herzblut dabei und bewegen sich auf der Bühne viel, doch überzeugen tut mich das Ganze keinesfalls! Ansagen wie “Saarbrücken, gehts euch gut?” kann man sich vor so nem kleinen Publikum sparen. Die meisten kommen eh nicht aus Saarbrücken…

Danach sind Baretta Love dran! Viele Songs im Programm, einige sind auch neu. Geht richtig gut rein und macht Spass, das Bein wippt die ganze Zeit mit und ein Trunkenbold fällt auch freudig vor der Bühne rum! So machen Montage Spass! Montag kein Scheisstag!

Review: The Last Things – Shake ’em Blues

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The Last Things – Shake ’em Blues (CD – 2015 – InBloomRecords)

Im April veröffentlichen The Last Things ihr neustes Werk “Shake ’em Blues”. Stilistisch liegt das ganze zwischen 77’s Punk und Indierock. Die Hamburger klingen sehr schwer nach u.a. the Boys oder Imperial State Electric. Musikalisch bleibt nicht allzu viel hängen, doch viele Songs haben ihre Momente die kurz das ganze auffrischen. Im gesamten nicht schlecht, doch das Sahnehäubchen, welches das Album als richtig gut zählen lassen würde, fehlt leider.

Review: Mufasa Ozora – Hauptsache Wann

Mufasa Ozora - Hauptsache wann. (2015) - Cover

Mufasa Ozora – Hauptsache Wann (CD – 2015 – Royal Rankpop Records)

Heiss ersehnt ist das in sehr naher Zukunft kommende Album von Mufasa Ozora. In den ersten beiden Jahren gleich zwei der angesagtesten Festivals gespielt und bei Shows mit Bands wie Toxoplasma auch direkt sich einen Namen in der lokalen Szene erspielt veröffentlichen Mufasa Ozora endlich ihr lang ersehntes Debütalbum “Hauptsache Wann” auf ihrem eigenen Label Royal Rankpop Records. Rankpop bezeichnen die Tholeyer ihre Musikrichtung – nüchtern wie auch betrunken! Doch was ist Rankpop eigentlich?

Mufasa Ozora klingen ähnlich wie recht frühe Pascow. Generation Nokia, Windschutzscheibe und Super X 2003 haben merklich das Leben der Nordsaarländer geprägt! Lyrisch und musikalisch geht das ganze in genau diese Richtung und macht Spass. 30 Minuten geht es nach vorne und doch gleichzeitig in die entgegengesetzte Richtung der aktuellen Entwicklung des Deutschpunk! Auf das Wesentliche wird sich beschränkt und auf Gitarrengedudel verzichtet. Gefällt!

Ein Manko gibt es allerdings: Die Snaredrum hört sich an als wäre sie auf einem leeren Blecheimer gespielt. Ansonsten handelt es sich um ein gutes Debut, gegebenfalls gar zeitlos!

Am 28.3. spielen die Recken ihre Release im JUZ Tholey mit  Captain Risiko, the day we fall und Daily Riot zusammen. Hier lohnt sich das erscheinen!!

Review: Tubbe – Keine Arbeit lieber tanzen

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Tubbes erstes Album Eiscafe Ravetto ging irgendwie an mir vorbei. Als Langweiler-Elektropop-Duo hatte ich die beiden auf dem Schrim. Nur das fantastische Bad Hupferl vom dritten Audiolit-Sampler ließ mich kurz aufhorchen. Aber dann kam Punkopa mit dem guten Torsun von Egotronic und ich war doch verliebt in diese Band. Also flux das Album zum Rezensieren besorgt und ja, seit zwei Wochen läuft es in Dauerschleife auf dem Weg zur Arbeit. Passt ja: Keine Arbeit lieber tanzen so der programmatische Titel. Tja, auf dem Weg zur Arbeit tanzen geht leider nicht, aber hektische ungelenke Bewegungen wird der ein oder andere Autobahnmitbenutzer in meinem Auto wahrgenommen haben. dasAlbum tritt gehörig Arsch und enthält absolut tanzbare Hymnen für die junge Generation. Alleine das schon erwähnte Punkopa ist sowas von genial, aber mein Favorit ist eindeutig Betonmeer. Auch süß: die etwas zynsiche Hipster- und Berlin-Hymne In Berlin. Die englischen Titel liegen mir zwar etwas ferner und die zweite Singleauskopplung Dummheit sticht Armut, aus dem der Albumtitel entnommen wurde, ist mir zu wenig fetzig (dafür ist das Video sehr geil), aber ansonsten ist das Album wirklich groß. Die Nacht zum Tag ist ebenfalls ein Hammerteil. Die Discos der Hauptstadt werden sicherlich zu den Klängen von Tubbe erbeben. Den Status von Tubbe kann man auch daran erkennen, dass der bekannte Jazzpianist Joachim Kühn auf dem Album zu hören ist. Wegweisend!

Das Album erscheint morgen in allen erdenklichen Ausführungen. Das Video zu Punkopa habe ich mal beigefügt. Den Titelhelden im Ramones-Shirt feier ich!

Review: Mayak – Allegiance to None

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Mayak aus Bielefeld haben mich schon 2013 live überzeugt. Damals mit meinen Alltime-Faves von Souls for Sale unterwegs, zeigten sie im JUZ Illingen wo der Teufel den Schnaps, äh, der Metal seine Aggression hernimmt. Thrashiger Death Metal beziehungsweise deathiger Thrash Metal lautete damals die Devise, so lautet sie auch noch heute. Denn Mayak haben nachgelegt. Nach einer kostenlos erhältlichen selbstbetitelten EP folgt nun Allegiance to None. Sieben Tracks, wahlweise auf 12”-LP, CD oder als Download erhältlich. Musikalisch konnte man sich noch ein gutes Stück steigern. Treibende Riffs, ein wahnsinnig guter Sänger und abwechslungsreiche Tracks. Dezente Anleihen an Hardcore Punk und Sludge runden einen rundum gelungenen Release ab.

Das Album ist über Bandcamp erhältlich.

Review: Riggots – s/t EP

Review: Riggots – s/t (CD/R – 2014)

Eine unheimlich schnelle Punkband bestehend aus zwei Köpfen sind die Riggots. Die Jungs aus Wigan / England verzichten auf die Bassgitarre, fehlen tut sie allerdings nicht! Drei sehr schnelle, innovative Hardcorepunksongs werden von Rob und Martin rausgehauen. Vergleiche zu anderen Bands kann ich leider nicht. Am besten hört man sich die Band mal unter www.facebook.com/riggots an! Lohnt sich!

Review: Only the Die Hard Remain Vol.2 Compliation

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V.A. – Only The Die Hard Remain Vol. 2 (CD – 2013 – Horror Business Records)

Auf dieser CD stellt das für lautstarke Musikbekannte Label seine ganzen Bands vor. Einiges ist dabei was sehr geil ist!

Als zweiten Track wird gleich einer von Power geboten. Das dazu passende Album habe ich ja erst besprochen und schon für cool empfunden.

Danach sind Tony Gorilla mit dem Song “Day In Day Out” vertreten. Auch ganz ganz grosses Kino!! Im Anschluss wird mit Bandswie “May The Force be with you” oder “Distance In Embrace” etwas in die Richtung Metalcore geboten. Leider garnicht ansprechend.

The Vaders sind im Anschluss wird es wieder punkiger. Schlicht und cool! Common Enemy und Vitamin X sind auch wieder Richtung Trash wie Power. Super cool!

A Time to stand sind dann fast schon vom Stil moderner Skatepunk. Bischen lahm. Ganz lustig dafür A Tale Of Amity. Verwirrend das sie deutsch singen, Text is aber super!

Yacoepsae, Madame Monster und Positive Stryke spielen alle drei coolen Punkrock! NXD sind im deutschen Punk keine unbekannten mehr! Die Jungs sind zwar eigentlich auf Spastic Fantastic Records glaube ich zu wissen, aber passen hier gut rein. Jaya The Cat folgen. Haben schon fast Legendenstatus solange sie dabei sind. Hemmond Orgel im Hintergrund und dem Ska-Beat angehauchten Sound fallen sie aus der Reihe, was aber ansich nicht verkehrt ist! The Coconut Butts klingen auch recht ähnlich. Hier gibt es sogar Bläser im Hintergrund!

Das Introriff des Song der Awesome Scampis erinnert mich etwas an Greenday. Jedoch auch eine Ska Band. Also keine weitere Parallele.

Rockig wird es wieder mit Damniam. Sum41 ähnlicher Punk. Vor 15 Jahren wäre das sicher eine grosse Nummer geworden. The Pauki bieten Celtic Punk. Der Song “Control” erinnert an Dropkick Murphys.

Dann ein krasser Übergang: A Hertiage Of Vergil  beginnen mit nem fiesen Metalcore Riff. Geht auch entsprechend weiter.

My Defense spielen dann wieder coolen Punkrock. Tinta Leal singen auf spanisch. Musikalisch recht moderner Hardcore.

Travels & Trunks klingen etwas wie eine englischsprachige Version der Broilers, nur nicht ganz so poppig. Sauberer Übergang zu Melodycore Sound von the Affected. Jetzt folgen drei Hardcore Songs von Sidetracked, Choose your path und Glaciersbax. Danach schlichter cooler Punk der Jungs von Addicted to machines. Geht richtig schön ins Ohr! Straight Corner sind etwas härter, aber gehen den selben weg!

Warum gibt sich eine Band einen englischen Namen und singt deutsch? Monstars Get Loaded machen dies so. Recht anstrengender Sound, aber hat was von Antitainment.

Paranoya spielen wieder Deutschpunk. Im Soloteil mit ausschweifung zum Surf Sound. Ganz nett, sehr 80er lastig.

Die Eule im Bad des Judas hat mich noch nie überzeugt. Beschissener Bandname, aber auch die Musik… nee nee. Habe erst die Songs des Samplers jeweils gehört und dann nachgelesen wer es ist. Auch im Blindflug hat die Eule mich als Ziel verfehlt.

Zielsicherer sind da Disobey. Düsterer Hardcorepunk, vielleicht eine moderne Version von Poison Idea?! Kann was!

Woof sind schnell unterwegs. Schöner, schneller Trashpunk. Geht gut rein. 1:01 ist auch eine angenehme Songlänge!

Jigsaw Uncompleted sind hingegen zu unverständlich. Wenn man vom Text nix versteht sondern nur Laute des Sängers, dann kann er sich auch Texte sparen.

142 ist ein interessanter Bandname. Doublebase und Geschrei treiben laut nach vorn. Zum Schluss dann Not enough. Cooler flotter Hardcorepunk. Könnte man fast AZ Punk nennen.

 

Ein cooler Sampler. Macht Spass zu hören und ist sehr abwechslungsreich!

Konzertbericht: The Truth + Jawknee Music (18.2.2015 – Thonet Saarbrücken)

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Mittwochs nach Fasching – keiner will mehr schlechte Witze hören! Drum gehts in die kleine Kneipe mit dem Namen Thonet in der Saarbrücker Altstadt. In dem Laden war ich bisher noch nie gewesen. Dieser ist sehr klein, auf Deko wird fast vollständig verzichtet und wer aufs Klo möchte muss sich den Schlüssel holen und ums Eck gehen. Fast wie an der Tankstelle.

Das Konzert ist bestuhlt, oder besser, bebierbankt. Bin ich kein allzu grosser Fan von. Ultra unbequem. Und stehen bei Konzerten macht auch mehr Spass. Vielleicht bin ich noch zu jung um mich bei Konzerten zu setzen.

Anfängen darf Jawknee Music. Den Namen hat er von einem NOFX Song, ansonsten gibt es aber wenige parallelen. Weder ist er fett, besoffen oder schlecht frisiert. Gute Musik macht er aber auch. Meist steht er mit einer seiner Bands auf der Bühne, A Hurricanes Revenge oder Röses of Fuck, heute alleine. Macht er gut. Gefällt mir. Schlichter Akustikpunk. Auch ein Cover von Leatherface gibt es auf die Ohren!

Danach kommt The Truth aus Berlin in die Ecke. The Truth ist Fabi, Sänger der Band Baretta Love. Zuvor hat er schon bei Classic Rock Radio sein bestes gegeben, jetzt hier. Einen ganzen Monat auf Tour und noch kein Anzeichen der Müdigkeit. Jegendlich das Auto seiner Freundin musste mal über Nacht in die Werkstatt. Adieu Konzerteinnahmen! Er präsentiert Songs die er mit seiner Band spielt akustisch, eigene Songs und auch einige Cover. Der Junge hat eine mords Stimme! Ultra laut – ultra cool! Verspieler werden mit lächeln überspielt. So macht das ganze Spass! Ich freue mich auf die Baretta Love Show am 16.3. im Synop!20150218_213943 20150218_204547 20150218_214443 20150218_205532

Review: Power – Overthrown By Vermin

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Power – Overthrown By Vermin (CD/LP – Horrorbusiness Records)

Ziemlich starken Bandnamen haben sich die Kieler Muschelschubser hier rausgesucht. Dieser ist auch programm. Ziemlich schnellen, lauten Punk der zwischen Municipal Waste und ganz frühen NOFX liegt wird hier geboten. Vor 30 Jahren wäre sicher der ein oder andere Song Kandidat für die Trasher Skate Rock Tapes gewesen. Leider ändert sich der Gesang bei manchen Songs von Geschrei zu richtigem Gesang was diese etwas schwächer wirken lässt. Macht sicher auch live unheimlich Spass!

Review: Love A – Jagd & Hund

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Love A –  Jagd & Hund (CD/LP – 2015 – Rookie Records)

Love A können einen Hatrick feiern! Drei sehr gute Platten hintereinander!

Eigentlich ist diese Platte wie die beiden zuvor, irgendwo aber auch nicht. Man bemerkt wie die Band sich entwickelt aber ihren roten Faden beibehält. Sind die Texte von Sänger Jörkk (welcher eine enorme ähnlichkeit mit Falco hat, nur mal so am Rande) auch nicht ganz so düster wie auf “irgendwie” treffen diese immer voll auf die Zwölf, auch wenn man manchmal zwei mal drüber nachdenken muss. Die Gitarren sind sich nichtmehr einander so ähnlich wir auf dem Debut. Kein schlechter oder gar mittelmässiger Song ist hier zu finden! Ich glaube ein weiter so kann man sich hier sparen, die Jungs machen eh was se wollen!

Review: Tony Gorilla – It Takes A Spark

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Tony Gorilla – It Takes A Spark (CD – 2015 – Horror Business Records)

Tony Gorilla waren für mich die Neuentdeckung 2014. Ihr letztes Album ist schon ein paar Jahre her und es sollte härter werden hies es von der Band. Genau so ist es auch geworden. Musikalisch ein Mix aus 80er Hardcore a la Minor Threath oder Unity stellenweise gepaart mit Metalriffs der alten Schule. Dazu kommt die grossartige Stimme von Sänger Chris! Das Album haut so richtig rein und stellt mindestens 95% aller Szeneklassiker in den Schatten! Elf Songs gehen voll nach vorne und sind alles andere als langweilig! Zeitloser Sound wird von dem Quintett aus dem Ruhrgebiet geboten.

Rein optisch kommt das ganze auch schön her: Im edelen Digipack mit fettem Booklet. Düstere Zeichnungnen ziehen sich durch das ganze Artwork. Gefällt sehr gut. Einziges Manko an dem ganzen Paket: Es gibt das ganze nicht auf Vinyl.

Im März/April sind die Jungs auf Tour. Kuckt euch die Jungs live an, denn auf der Bühne geht das ganze noch um einiges mehr ab!

27.3.2015 D – Wermelskirchen, AJZ Bahndamm
28.3.2015 D – Koblenz, JamClub
31.3.2015 D Zweibrücken, Erdgeschoss
1.4.2015 D – Kaiserslautern, Clearing Barrel
2.4.2015 D – Landau, Fatal
3.4.2015 CH – Spiez, das O
4.4.2015 D – Ludwigsburg, Rock n Roll Bar
5.4.2015 D – Zittau, Emil
8.4.2015 D – Hamburg, Kraken Punkrockkneipe
9.4.2015 D – Chemnitz, Subway to Peter
10.4.2015 B – Peer, the other side

 

www.Tony-Gorilla.de

Review: VCPS – VCPS

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VCPS – VCPS (CD – 2015 – Dangerous Rock Records)

Eine sehr schöne EP mit sechs Songs haben sich die Schweden von VCPS zusammengerockt. Dies ist die zweite Veröffentlichung unter dem neuen Bandnamen. Die letzte Release war eine Single und zuvor kam noch unter dem Namen Vietcong Pornsurfers das auch hier rezessierte Album heraus uns ist bereits 2 Jahre alt.

Schon lange spielen die Jungs soliden Schweden-Schweinerock. Irgendwo zwischen späten Hellacopters und der Baboon Show liegt auch diese EP musikalisch. Der rauchige Gesang erinnert etwas an the Peepshows. Die Songs gehen allesamt steil nach vorne und trotzdem sind sie sehr abwechslungsreich. Schade dass es das gute Stück nicht auf Vinyl gibt!

Review: Octobus – Theater Exakt am 24. Januar 2015 in der Freien Waldorfschule Bexbach

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And now for something completly different… Warum dieser Einleitungssatz gut gewählt ist, werdet ihr später merken. Tja, ich wurde von einem befreundeten Menschen eingeladen, dieses Amateurtheater-Stück zu besuchen. Dieser befreundete Mensch war einer der Schauspieler, um gleich klarzustellen, welchen Interessenskonflikt ich beim Abfassen des Artikels gehabt habe. Aber zunächst zur Vorgeschichte: Theater exakt wurde ursprünglich 2006 in Pirmasens gegründet. Nach drei Stücken zwischen 2006 und 2008 wurde es ruhig um die Theatertruppe. Das erste Stück in neuer Besetzung wurde nun Octobus.

Der Plot ist etwas diffizil. Ich zitiere einfach mal die offizielle Stückbeschreibung:

Es ist Zeit, die wahre Geschichte zu erzählen…
Rom im Jahre 43 v. Chr. Caesar ist tot. Die Republik befindet sich im Bürgerkrieg. Über das Reich herrscht das mächtige zweite Triumvirat. Doch hinter der Fassade strebt der listenreiche Octavian ebenso nach der alleinigen Macht wie der ruhmreiche Heerführer Marcus Antonius – bis sich ihr Schicksal und das der gesamten Welt in der verhängnisvollen Schlacht von Actium entscheidet.
Doch ist das nicht die ganze Wahrheit…denn die Geschichte verschweigt uns eine der schillerndsten Figuren der Weltgeschichte, den Zwillingsbruder des mächtigen Octavian – den unfähigsten Herrscher aller Zeiten: Octobus. Dem Wein und der Völlerei ergeben, politisch ein Leicht-, ansonsten ein Schwergewicht, schwach an Entschlusskraft und ohne Erfolg bei den Frauen, so arglos wie unbeholfen, obendrein mit höchst empfindlichem Magen – kurzum der größte Versager der Antike. Wen wundert es, dass der Mantel des Schweigens über ihm ruht. Doch waren es Octobus und sein tapferer Sohn Liberius, deren verhängnisvolle Wege über Leben oder Tod der Republik bestimmten.
Alfred Shakespeare, der längst vergessene Bruder des William Shakespeare, schrieb dieses längst vergessene Epos über Octavians längst vergessenen Bruder und dessen längst vergessenen Sohn. Es ist eine Geschichte über Macht und Verlangen, voller Schmerz und Blut, es ist eine Geschichte von Anstand und Mut, die Geschichte einer unheilvollen Liebe, voller Sehnsucht und Poesie, voller Klang und Wut , ebenso tragisch wie komisch –

Jaja, Alfred Shakespeare, genau. Nun ja, das Amateur-Theater fand dann tatsächlich einen Auftrittsort, der ob seiner verSteinerten Ideologie (sorry, den musste ich einfach klauen) eigentlich nicht ganz für den anarchischen Nonsense geeignet schien. Als ich pünktlich vor Beginn dann das Ambiente betrat, und die geschwungenen Pfade derWaldorf-Schule Bexbach hinunter bis zur Aula ging, fiel es jedoch auf: genau dieses Ambiente war geeignet für das Stück, quasi der perfekte Einstieg in das alte Rom. Die Aula war auch tatsächlich gut gefüllt. Ausverkauft war es zwar nicht, aber die Reihen waren vor der Bühne zumindestens bis zur hinteren befüllt, lediglich die Seiten-Ränge waren etwas dünner besiedelt. Das Team hatte im Vorfeld Werbung gemacht, in der Saarbrücker Zeitung konnte man davon lesen und natürlich war auch Lehrer- und Schülerschaft anwesend. Umso seltsamer, das ich bisher keine Rezension gefunden habe… Naja, mache ich mal den Anfang

Ich will nicht zu viel von der Story erzählen, sondern mich eher auf den künstlerischen Aspekt beschränken. Die Komödie war in Versen verfasst worden, was schon mal schier unglaublich ist. Alle Dialoge, die Rahmenerzählung, jedes Pfitzelchen Text musste und tat sich reimen. Eben wie es ein wirklicher Shakespeare getan hätte. Ich stelle mir das als Möchtegernschreiberling recht schwer vor. Meine kleinen Gedichte klangen für mich immer nach Haus-Maus-Reimen und der große Lyriker vor dem Herrn war ich nie. Ein ganzes Stück nur aus Reimen und das für eine Handvoll Vorstellungen… Riesen-Respekt! Auch die Besetzung war gut gewählt. Hervorheben muss man in erster Linie Sascha Niehoff als Geschichtsschreiber Sueton, der auch am meisten Text vorzutragen hatte. Aber auch das restliche Ensemble war überraschend treffsicher. Octavian (Oliver Minakaran) und Octobus (Matthias Schwartz), das ungleiche Brüderpaar, harmonierten perfekt zueinander. Matthias Schwartz’ Darstellung des Octobus war effektiv und sehr professionell. Den trunk- und fresssüchtigen, einfältigen Bruder des Octavian spielte er perfekt. Super auch Liberius (Moritz Spang) und vor allem Antonia (Sarah Klemm). Auch Alexander Ruff als Marc Anton hatte einige imposante Auftritte. Marie Biehl-Ruff spielte Fulvia, die intrigante Ehefrau des Marc Anton, mit der gewissen Bösartigkeit, die für eine solche Rolle notwendig ist. Hier fand ich nur die Stimme zu gestellt, ansonsten eine perfekte Performance. Auch die Nebenrollen waren gut besetzt und sorgten für den ein oder anderen Lacher. Wenn man weiß, das einige zum ersten Mal auf der Bühne standen: sehr, sehr geil! Ich hatte gerade mal drei Versprecher und einen Lichtfehler zählen können. Das meiste kriegt man aber als Zuschauer wohl eh nicht mit.

Die Requisiten waren sparta…nisch (ha, ich konnte nicht anders), aber effektiv. Neben wenig Mobiliar, dass die Schauspieler selbst verrückten, wenn es dunkel wurde, führten animierte Schattenbilder (vor einem Blue-Screen gedreht) durch die Handlung. Die Schattenbilder waren darüber hinaus überraschend blutig. Die Story selbst erinnerte bisweilen an Monty Python, daher auch mein Eingangszitat. Das Stück war an manchen Stellen vorhersehbar, entfaltete seine Wirkung aber vor allem durch seinen Dialogwitz, das freche Spiel mit den Reimen. Etwas langweilig war die Fortführung der Handlung nach dem eigentlichen Ende, vor allem weil die schicksalsschweren Worte von Sueton mir dann etwas zu gestelzt herüber kamen und so die Handlung etwas konterkarierten. Dennoch: den Schlussapplaus hatten sich alle Schauspieler redlich verdient. ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Großes Lob an alle Theaterschaffenden. Ein sehr gelungener Abend.

Es soll noch mehrere Auftritte geben, bislang steht nur ein zweiter Auftritt in Bexbach fest: am 14. März soll die zweite Aufführung, wieder in der Waldorfschule Bexbach erfolgen.

Review: The Apemen – Live at das Modul Saarbrücken

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The Apemen – Live at das Modul Saarbrücken (CD – 2015 – Paisley Archive)

Viele Veröffentlichungen gab es von the Apemen noch nicht und doch veröffentlichen die Jungs schon ein Livealbum. Mag daran liegen dass die Band sich primär als Liveband sieht. Immerhin haben sie (vorwiegend im letzten Jahrtausend) schon halb Europa betourt. 2013 gab es dann die Reunion nach jahrelanger Abstinenz. Seitdem gab es auch vereinzelt Shows in England, Belgien und Deutschland.

13 Song haben die Saarbrücker im letzten Mai im Modul Club live eingespielt. Die Band klingt sauber, sicher und auch gut. Flotter Mod-Sound wird präsentiert! Einige Cover haben es auch in die Setlist gepackt. Das bekannteste mag wohl “Fire” von Jimi Hendrix sein. Sehr schöne Eigeninterpretation!

Etwas nervig ist blos dass nach jedem Song das Soundlevel runtergefahren wird und eine kurze Pause ist. Das hätte der Produzent sauberer lösen können. Mag nett sein wenn man Songs einzeln hört, doch beim Durchlaufen des Albums nervt das etwas. Schade auch dass man das Publikum nur etwas zum Ende der Songs hört. Auch das Booklet fällt als Vierseiter etwas mager aus.

Ansonsten ist diese CD eine runde Sache! Macht Spass zu hören!