A closer Look: Unchained – Broken Wings

Unchained

Die Band Unchained hat mir den Song “Broken Wings” aus ihrem Album “CODE OF PERSISTENCE” zukommen lassen.

Ich habe mir den Song nun schon einige Male angehört und ich muss sagen, so rein instrumental betrachtet klingt der Song verdammt geil. Der Text geht unter die Haut – ich denke, dass viele von uns auch schon einmal ähnlich gefühlt haben. Was ich mir wünschen würde, wäre, dass etwas mehr Wert auf die Gesangsaufnahmen gelegt worden wäre. Während z.B. die Gitarrenleadparts und Soli harmonisch und wie aus einem Guss kommen, erscheinen mir die mehrstimmigen Vocalparts leider mehrfach etwas disharmonisch und unsauber. Auch fehlt mir der Elan im Gesang, das geht mit mehr Überzeugung! Würde ich Sänger Tobi nicht kennen und hätte ihn nicht selbst schon live gehört, würde ich nach diesem Song über ihn sagen, er sei ein eher durchschnittlicher Sänger. Aus meiner persönlichen Erfahrung weiß ich jedoch, dass dem überhaupt nicht so ist und dass Tobi live ganz schön rockt und auch sehr geil singt. Schade denn man sollte erwarten, dass bei einer CD-Produktion auf die Sangesleistung noch ein Schippchen draufgelegt wird.

Unchained sind im Underground da aber nicht die Außnahme sondern leider die Regel. Mein Aufruf hiermit an die kleinen saarländischen Tonstudios: Kümmert euch mal mehr um den Gesang! Wäre dies nicht zu beanstanden, wäre der Song alles in allem ein rundes Ding. Ich bin vom gesamten Album begeistert und kann es nur empfehlen. Danke an Unchained, dass sie uns hier tiefer blicken lassen!

Wer sich Live überzeugen will, hat dazu am 29.09.2012 Gelegenheit. Da spielen die Jungs gemeinsam mit Siren’s Legacy und Wanderreigen auf der Kontrastbühne in Zweibrücken.

About…

Tobias Engel (vox)  erzählt wie es zum Song kam:

Broken wings entstand Anfang 2010 und war der erste Song von uns in dem Stil wie wir ihn heute spielen. Musik und Lyrics entstanden in etwa zur gleichen Zeit und wurden durch verschiedene Vorkommnisse in meinem Leben und einer, zu dieser Zeit, sehr depressiven Stimmung inspiriert.

Broken wings handelt davon sich einsam zu fühlen und nicht zu verstehn, warum man sich anders als andere Menschen fühlt – davon, dass man der Meinung ist, man müsste eigentlich ein anderes Leben führen. Jedoch trifft dieser Zustand nicht ein und es gibt immer mehr Rückschläge, die den Wunsch verstärken jemand Anderes zu sein. Ich denke viele Menschen kennen das Gefühl der Einsamkeit und kennen auch den sehnlichen Wunsch aus dieser Situation zu entkommen und vertrauen darauf von einer anderen Person gerettet zu werden anstatt sich selbst zu retten. Sie hoffen durch eine Beziehung den Frieden zu finden, nachdem sie sich sehnen und sehen nicht, dass es vielleicht nur eine Kopfsache ist. Der Song soll also eher dazu anregen über sich selbst nachzudenken.

Das Lied ist bis Dato einer meiner persönlichsten Songs und er spiegelt wider, wie ich mich zu der Zeit, als der Song entstanden ist, gefühlt habe. Bis heute ist er einer meiner Lieblingssongs von uns und immer ein besonderer Moment für mich ihn live vor anderen Menschen zu performen.

Musikalisch kann man sagen, dass bei diesem Song erstmalig zu hören ist, wie Pietro unseren (damals neuen) Stil prägte und wir damit gemeinsam den Grundstein für unsere weitere Entwicklung gelegt haben.

Song…

Text…

Broken wings

Bored and insecure, the dream of a childish man
No longer to endure, I am an alien
Everything around me seems to be so black
There are broken wings coming out of my back

I don´t wanna live a meaningless life
I wanna cut the tape, I am the knife
Never relaxing, searching for peace
Make me happy, me and my disease

I´m not sure, is it that bad?
Or is it just an error in my head?
Give me something to forget
Make me happy in your bed

The wings we have to fly by birth
Mine are broken, and I get what I deserve
I don´t know why I feel so different
While all of you are flying in the wind

They always taste me and spit me out
It´s the bitter taste of constant doubt
If I only could be like you
But you don´t have a , don´t have a clue

Übersetzung…

Gebrochene Flügel

gelangweilt und unsicher
der Traum eines kindischen Mannes
nicht länger zu ertragen
ich bin ein ‘Alian’

ich möchte kein bedeutungsloses Leben führen
ich möchte das Band durchschneiden, ich bin das Messer
niemals ausruhend, suche nach Frieden
mach mich glücklich, mich und meine Krankheit

ich bin nicht sicher ob es so schlimm ist
oder ist es nur ein Fehler in meinem Kopf
gib mir etwas um zu vergessen
mach mich glücklich in deinem bett

die Flügel, die wir von Geburt an haben
meine sind gebrochen und ich bekomme, was ich verdiene
ich weiß nicht, warum ich mich so anders fühle
während jeder von euch durch die Luft fliegt

sie probieren mich immer und spucken mich aus
es ist der bittere Geschmack ständigen Zweifelns
wenn ich nur so sein könnte wie du
aber du hast keine Ahnung

A closer Look: Velaroo – Sunset

Velaroo

Wie ja bereits in unserem Review erwähnt, hat das Album 8/10 Punkte verdient. Dieser Song bekommt von mir eine “glatte” 9,5!

Wahnsinn, was bei diesem Song für ein feeling rüberkommt. Genau passend zu den ersten Sonnenstrahlen des anbrechenden Frühlings. Velaroo schaffen es mit ihren erstklassigen Arrangements und Manuel Meyers leidenschaftlichem Gesang dem Hörer einen Schauer nach dem anderen über den Rücken zu jagen. Musik, die den Serotoninhaushalt prompt zum explodieren bringt. Wenn ich den Song höre, verspüre ich das dringende Bedürfnis, wild tanzend durch eine Wiese voller Blumen zu springen. DER Song schlechthin zum Abschütteln jeglicher Winterdepression. Ich verordne ihn allen Lesern in einer Dosis von mindestens einmal täglichem Hören!

Ein waschechter Metaller muss dabei “schillernd-glitzernde, farbenfrohe Regenbögen kotzen.” (Zitat Manuel Zewe – Celesta)

Die Geschichte mit der die Band den Song beschreibt zeigt mir die großartige Leistung, Gefühle in ein Lied bannen zu können. Unglaublich! Ein fettes Lob hierfür!

About…

Manuel Meyer erzählt wie es zum Song kam:

Der Song Sunset war ein klassischer „a Song a Day“! Ich fuhr am Tag zuvor mit Kamil in seinem Cabrio in der Sonne umher und wir genossen den Tag und die Unbekümmertheit, die in der Luft lag.

Während unserer Fahrt hörten wir das gerade erschienene neue Album von „KINGS OF LEON“ und ließen die Seele baumeln. Die Musik schien den Moment noch zusätzlich zu inspirieren und schaffte eine Stimmung, die man nur noch selten erlebt!

In der anschließenden Nacht bekam ich kaum ein Auge zu, träumte scheinbar unsinniges Zeug und musste über das ständige Gefühl der Unbekümmertheit und Zwanglosigkeit nachdenken.

Als ich am nächsten Tag nach dem Frühstuck in mein Studio ging, fiel mir plötzlich dieser völlig freie und umherfliegende Gitarrenriff ein! Dieser Gitarrenriff entpuppte sich innerhalb von gerade mal 3 Stunden zu einem gesamten Song! So entstand SUNSET, ein Song, der die Menschen beim Hören in eine Art Trance versetzen sollte, der die Seele am empfindlichsten Punkt leicht kitzeln und die Unbekümmertheit und Freiheit aus Kindheitstagen wiederauferstehen lassen sollte.

Song…

Text…

SUNSET

we just did a slide in

We just did a slide in

In the world we wanna know

The world we know

We just take a night in

We just take a night in

In the world we wanna love

The world we love

And now we fly in a swarm of doves

In a swarm of doves

Whoohooo

With our thoughts on the rum ride

And the goal of a free mind

We take the way we love

The way of love

We just did a slide in

We just did a slide in

In the world we wanna know

The world we know

And now we fly in a swarm of doves

In a swarm of doves

We´ll never turn back ‘cause of me

We´ll never turn back ‘cause of you

We can’t be wrong, no

‘cause the sun is comin’ up

We’ll never turn back ‘cause of me

We’ll never turn back ‘cause of you

We’ll can’t be wrong, no

‘cause the sun is comin’ up

Übersetzung…

Wir glitten hinein

Wir glitten hinein

In die Welt, wie wir sie uns vorstellen,

Die Welt, die wir kennen

Wir verbachten die Nacht

Wir verbrachten die Nacht

In der Welt, die wir dachten zu lieben,

Die Welt die wir lieben

Und jetzt fliegen wir in einem Schwarm von Tauben

Im Taubenschwarm

Mit den Gedanken auf sonderbarer Fahrt

Und dem Streben nach freien,

Nehmen wir den Weg, den wir lieben

Den Weg der Liebe

Wir glitten hinein

Wir glitten hinein

In die Welt, wie wir sie uns vorstellen

Die Welt, die wir kennen

Und jetzt fliegen wir in einem Schwarm von Tauben

In einem Taubenscharm

 

Wegen dir kehren wir nicht um

Wegen mir kehren wir nicht um

Wir liegen nicht falsch

Denn die Sonne geht gerade auf

A closer Look: Celesta – It cuts me Inside

Celesta Band

Der brandneue Song der Band CELESTA ist im Vergleich zum restlichen Repertoire der Band ungewohnt “leichte Kost”. CELESTA, die normal für ihren, wie sie es selbst nennen, “angeproggten Heavy Metal” bekannt sind, lassen sich hier auf ein fast schon poppiges Arrangement ein. Der Song geht richtig ins Ohr und man kann ihn nach dem ersten Hören schon mitsummen. Ungewöhnlich für die Band, meiner Meinung nach aber nicht schlecht. Ganz im Gegenteil – mir gefällt der Song richtig gut und mein Fazit ist: Eindeutig hörenswert!

Meine Highlights bei “It Cuts Me Inside” sind neben den gewohnt erstklassig gespielten Bassläufen, den groovigen drums und dem herausstechenden, aber nicht nervenden Keyboardparts, Vicky Schreibers Gesang und vor allem die passenden Chorsätze, sowie das gefühlvolle Gitarrensolo – erstklassig gespielt von Manuel Zewe.

Nicht einfach eine Lovestory! “It cuts me inside” lässt sich über diverse Arten der zwischenmenschlichen Verbindung legen.

Bei “It cuts me inside” geht es um einen Menschen, der einer nahestehenden Person den Rücken zugekehrt hat. Ganz verwundert über die Tatsache, dass es diesem Menschen gar nicht ähnlich sei, die Dinge unaufgeklärt zu lassen.

Die zurück gelassene Person leidet sehr unter dieser Situation, weil es dieser einfach keine Ruhe lässt und sucht den Fehler bei sich selbst. Diese verläuft sich im Irrgarten der Gedanken und kommt auf keine ultimative Antwort.

Alles ist so seltsam geworden, und die Person fühlt sich auseinandergerissen. Der gemeinsame Glaube an die Dinge hat sich im Nichts aufgelöst. Und die Person fragt sich, was in diesem Menschen vorgeht, und wie Dieser sich fühlt.

Der Song

Der Songtext

It Cuts Me Inside

I’m torn appart
since you left me
under the curtain night
I asked you for the reason
but you never let me know
And I still wonder why

I thought it might be something
I had done before
I thought it might be something
I’ve said

It’s not the way you are
It’s not the way you left me
Everything’s so strange
It cuts me inside
my heart is bleeding
and I’m stuck here with my pain

All we believed in
lost in nowhere
since you broke it up
I wish to know
how do you feel now
what’s going on in your head ?

I thought it might be something
I had done before
I thought it might be something
I’ve said

It’s not the way you are
It’s not the way you left me
Everything’s so strange
It cuts me inside
my heart is bleeding
and I’m stuck here with my pain

It’s not the way you are
It’s not the way you left me
Everything’s so strange
It cuts me inside
my heart is bleeding
and I’m stuck here with my pain

It’s not the way you are
Everything’s so strange
Everything’s so strange
It cuts me inside

Die Übersetzung

Es zerschneidet mich innerlich

Ich bin wie zerissen
seitdem Du mich verlassen hast
unter dem Schleier der Nacht
Ich fragte Dich nach dem Grund
Doch Du hast es mich nie wissen lassen
Und ich frage mich immernoch warum

Bridge:
Ich dachte es könnte an Dingen liegen, die ich tat
Ich dachte es könnte an Worten liegen, die ich sagte

Ref:
Es ist nicht deine Art,
nicht die Art mich zu verlassen.
Alles ist so seltsam
Es zerschneidet mich innerlich.
Mein Herz blutet
und ich sitze hier mit meinem Schmerz.

Alles an was wir glaubten
verlor sich im Nirgendwo
seitdem Du gegangen bist.
Ich wünschte zu wissen
wie Du Dich fühlst
und was in Dir vorgeht

Bridge

Ref

Instrumental..

Ref

Es ist nicht deine Art.
Alles ist so seltsam
Alles ist so seltsam
Es zerschneidet mich innerlich.

Name the DJ – Messenger suchen einen Namen für ihren DJ (Heavy Metal Is The Law)

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Der Song “Kill The DJ” sollte euch sofern ihr Messenger schon einmal live gesehen habt ein Begriff sein. Seit einiger Zeit killt Lord Siggi passend zum Song den DJ live auf der Bühne. Nein dies läuft nicht wirklich blutig ab. Während des Songs wird von zwei Helfern eine in Hip-Hop Klamotten gekleidete Schaufensterpuppe auf die Bühne getragen die Siggi mit einem epischen Schwert schwungvoll einen Kopf kürzer macht.

Bilder davon haben wir auch auf der Schlacht um Otzenhausen gemacht. Nun braucht das Kind auch einen Namen. Und da seid ihr gefragt!

Wie sollte der DJ eurer Meinung nach heißen?

Nutzt folgendes Kontaktformular, um uns eure Namensidee zu übermitteln und schreibt uns am besten gleich dabei, wie ihr auf den Namen kamt!

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Die einfallsreichsten Einsendungen werden wir auf iamhavoc.de veröffentlichen und dem Namensgeber blüht ein Gewinn – nämlich eine handsignierte Version der aktuellen CD “See you in Hell”.

Wir freuen uns auf eure Namensvorschläge.


Runter mit dem Kopf!

MessengeR im Interview

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“Es gibt mehr Bands als Fans”

Ich traf die Band MessengeR nach ihrem Konzert auf der Schlacht um Otzenhausen für ein Interview. MessengeR sprechen über ihren Weg zum Erfolg, übers Biertrinken, über Miss MessengeR, über “Pay to Play”, ihren DJ und vieles mehr.

Fazit: sehenswert!

Das Interview in voller länge könnt ihr hier sehen:

Es gibt zu viele schlechte Bands im Saarland: “Under Pressure” im Interview

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Die Mannschaft ist der Star

Mit Aussagen wie „Pay to Play: geht gar nicht!“ oder „Die Mannschaft ist der Star“ haben mich UNDER PRESSURE sehr beeindruckt. Die Band hat klare Vorstellungen und vor allem eine Meinung. Sehr sympathisch die Jungs. Das war ein Interview, das echt Spaß gemacht hat, aber macht euch selbst ein Bild…

Stellt euch mal vor

Dominik: Hi, ich bin Dominik, Gitarrist.

Ralph: Ralph Zimmer, Gesang und Bass.

Marco: Marc Groß, Keyboard.

Michael: Michael, Drums.

Seit wann gibt es Under Pressure?

Ralph: Seit 2004

Und wie kam Under Pressure zu Stande?

Ralph: Im Keller. Also unser alter Gitarrist und ich haben uns des öfteren im Keller getroffen und haben ein wenig “rumgefiedelt”. Dann dachten wir “och die Sachen sind ja ganz witzig”, und dann ham wir ne Band draus gemacht.

Dominik: Tolle Geschichte (lacht) so einzigartig!

Michael: Quasi schweinegeil!

Seit wann gibt es euch in dieser Konstellation?

Ralph: Dominik ist jetzt ziemlich genau ein Jahr dabei. Seit Herbst 2010 etwa. Mensch war ich da noch so Jung!

Dominik: Das ist übrigens Ralphs letzte Probe unter der magischen 50er Grenze. Deswegen spielt der heute auch so schlecht. (Band lacht) Aber das nur als Randbemerkung.

Michael: Bitte im Interview Ralphs Namen überall mit einem Sternchen versehen und als Fußnote “Der der 50 wird” einfügen.

Marco: Am Samstag stehen dann alle Saarländischen Innerortsgeschwindigkeitsbegrenzungsschilder bei Ralph vor der Haustür.

Ralph: Um mal zurück zum Thema zu kommen, Michael stieß im Jahre 2006 zu uns und im Sommer 2009 dann Marco. Den haben wir dazugenommen weil es mit der 3er Kombination immer schnell etwas langweilig wurde oder man musste mit Bass und Gitarre unheimlich viel machen. Darum dachten wir, wir holen uns eine “Teppichratte” dazu um die Songs noch etwas besser ausgestalten zu können.

Wer ist bei euch der Bandleader?

Michael: Nein, wir entscheiden alles demokratisch. Ralph ist unser Frontmann aber einen richtigen Bandleader gibt es nicht.

Marco: (scherzhaft) Ist halt ganz gut, dass der älteste in der Band der Frontmann ist damit das ganze vielleicht ein wenig seriöser scheint.

Ralph rülpst zustimmend.

Welches Genre bedient ihr?

Ralph: Grob gesagt, Progressivrock. Warum Prog? Weil es für mich im Rockbereich das interessanteste Genre ist da man viel aus anderen Genres einfließen lassen kann. Z.B. von der Theorie her, klassische Elemente, Jazz, Funk…

Michael: Der Marco hat Snoopysocken an, wollt ich nur mal erwähnen!

Marco: Sind die nicht schön? Schweinegeil, oder?

Domme: (Mundart) Alder, awei mach kenn Scheiß.

Ralph: (räuspert sich laut) es ist halt die Musik, bei der ich mich am Besten ausdrücken kann. Alles ziemlich “free” gehalten. Musik ohne Grenzen.

Dominik: Ja mir gefällts wenn du solche Songs mit Hardrockcharakter hast und plötzlich kommt dann ein Funkpart.

Michael: Schweinegeil!

Dominik: Man grenzt sich einfach nicht ein, das ist das geile daran.

Wer sind eure Musikalischen Vorbilder?

Ralph: Ohjee wenn ich dir die jetzt sage.. hmm die kennt eh kein Schwein. Billy Cobham, Stanley Clarke, George Duke, Jaco Pastorius, Jeff Beck und so weiter.

Rubina: Und Bands?

Ralph: Return to Forever, King Crimson, hmm was noch?

Rubina: Wie ist es mit Rush?

Ralph: Auch, obwohl ich so viel von denen gar nicht höre. Wir werden allerdings sehr oft mit denen verglichen. Aber keiner von uns hört sie ausgedehnt, also wir ahmen sie nicht nach. Vielleicht kommt es von meiner Stimme, die klingt vielleicht ähnlich wie Geddy Lee’s. Sagt man mir zumindest öfter.

Dominik: Ich denke bei uns machts mehr die Mischung aus. Ralph hört ja eher so die King Crimson Schiene, ich komm aus dem klassischen Hardrock/Metal, Marco kommt eher so aus der Poprock Richtung…

Marco: Na ja eher Rock, Hardrock und viel Deutschrock. Bei Michael ist’s so, Genesis, Gabriel, Queen, oder?

Michael: Ja Queen auf jeden Fall, Toto, Bon Jovi joa. Marianne Rosenberg wird auch immer gerne genommen. (Band lacht) Wenn es so was gibt, würde ich sagen, Melodicrock und Hairmetal und so.

Ralph: Ja also die Mischung machts.

Dominik: Wir machen keine einseitige Musik und wir hören sie eben auch nicht.

Marco: Der Musikgeschmack ist bei uns sehr breit gefächert. Und das fließt eben auch in unsere Musik mit ein. Wenn man in mein CD-Regal schaut, könnte man denken ich sei schizophren. (Band lacht) Da findet man AC/DC, Maiden aber genauso Elton John oder Hubert von Goisern.

Under Pressure ist ein Queen Hit, kommt daher auch der Name eurer Band?

Ralph: Das ist bei uns leider ein großes Problem. Oft kommt es vor dass wir irgendwo spielen wo wir nicht so bekannt sind und die Leute denken “Geil, da spielt ne Queen-Coverband” und sind dann enttäuscht. Zu dem Namen kam es allerdings ganz anders. Wir haben beim alten Gitarristen im Keller geprobt und standen zum Rauchen am Fenster des Heizungsraums. Am nächsten Tag stand ein Gig an und wir hatten noch keinen Namen. Da sah ich an dem Heizkessel stehen “Unterdruckventil” worauf hin ich auf den Vorschlag “Under Pressure” kam der dann angenommen wurde. Mir waren nur die ganz bekannten Sachen von Queen bekannt und kannte um ehrlich zu sein den besagten Song gar nicht.

Dominik: Und das ist ein ganz bekanntes Lied! (Band lacht)

Wie ist aktuell der Stand der Dinge? Man munkelt es sei ein neues Album in der Mache.

Ralph: Ja, ein paar neue Songs hast du ja eben gehört, wir sind also dran! Wir sind das neue Programm noch am einstudieren und das wird es voraussichtlich im Frühjahr 2012 auf CD geben.

Was habt ihr euch vorgenommen fürs neue Album? Was erwartet die Zuhörer?

Ralph: Abwechslungsreiche Rockmusik rund um den Progressivrock. Wir versuchen halt abwechslungsreich zu sein, weil es meiner Meinung nach nichts schlimmeres gibt als wenn man das Konzert einer Band besucht die man die ersten drei Stücke super geil findet und dann klingt der vierte Song wie der Erste, der Fünfte wie der Zweite und so weiter. Wir bemühen uns das ganze abwechslungsreich zu gestalten und immer wieder neues einzubauen, damit die Leute auch beim zehnten Song noch Lust haben zuzuhören.

Marco: Man wird also eine klassische Gitarrenballade finden, sowie vertrackte Rhythmen wie bei dem Song “Take Five” der einen 5/4 Takt beinhaltet und man wird verschiedene Stile zu hören bekommen.

Ralph: Wobei wir auch versuchen es mit Virtuosität und vertrackten Rhythmen nicht zu übertreiben. Die Sachen halt einzubauen aber die Songs trotzdem eingängig zu gestalten.

Wer schreibt bei euch die Songs und wie läuft das ab?

Ralph: Jeder von uns kann Songs schreiben. Zur Zeit schreibe ich meist die Basic und jeder der anderen bringt seinen Teil bei. Wir sind also alle am Arrangement und der Komposition beteiligt.

Dominik: Es ist von Song zu Song verschieden. Manchmal kommt Ralph schon mit fertigen Songs, an denen nicht mehr viel geändert wird, manchmal kommt er aber auch mit Songideen, einem Riff, oder einem Refrain etc. und wir arbeiten es gemeinsam aus. In der letzten Zeit haben wir auch viel Zeit damit aufgebracht altes Material zu selektieren. Wir stimmen die alten Songs auf die neue Besetzung ab. Manche alte Songs spielen wir gar nicht mehr. Von den zwei bisher entstandenen Alben spielen wir weniger als die Hälfte der Songs weiterhin. Die Songs die wir übernommen haben sind nun mit den alten Versionen fast nicht mehr zu vergleichen.

Was versprecht ihr euch vom neuen Album?

Ralph: Unter unseren neuen Songs sind durchaus auch welche dabei die von der Länge, vom Aufbau und vom Arrangement her auch Radiotauglich sind. Wir wollen also gern mit zwei drei Titeln auch mal im Radio gespielt werden.

Rubina: Gibt es da schon irgendwelche Tendenzen dass euer Wunsch von Erfolg gekrönt sein könnte?

Ralph: Es sind ja schon Songs von uns im Radio gewesen, wie z.B. der Fußballsong den wir geschrieben haben. Der ist auch mit Video auf diversen Public Viewings in Deutschland gezeigt worden und auch schon im Ludwigsparkstadion gelaufen sowie eben auch im Radio deutschlandweit und daran wollen wir gerne anknüpfen.

Dominik: Wir versprechen uns von dem Album ebenfalls, zumindest so viel Erfolg zu haben, dass man zu überregionalen Konzerten auch mal eingeladen wird, dass die Leute uns also auch gerne live sehen möchten weil ihnen unsere Band ein Begriff ist.

Bands, spielt nicht umsonst!

Was stört euch an der Musikszene im Saarland?

Ralph: Was mich sehr stört, ist dass die Masse an Bands im Saarland die Preise kaputt machen. Die spielen überall für nen Apfel und ein Ei oder höchstens mal für Spritgeld und nen Teller Spaghetti. Das sollten die einfach mal sein lassen! Wenn Veranstalter eine Band spielen lassen möchten, sollen die bezahlen! Ich mache ja schon lange Musik und wir haben damals mit Maxwell Smart zu DM-Zeiten unter 1200,- DM nicht gespielt. Und da mussten wir niemanden anrufen „Dürfen wir bei euch spielen“, nein die haben uns angerufen und gefragt: „Was verlangt ihr denn wenn ihr bei uns spielen würdet“. Und dann haben wir das Geld auch bekommen.

Rubina: Und das war auch keine Coverband.

Ralph: Nein, wir haben eigene Sachen gespielt.

Dominik: Damals hatte die Livemusik einfach noch einen anderen Stellenwert.

Rubina: Wollt ihr damit einen Aufruf starten?

Ralph: Ja, Bands, spielt nicht umsonst!

Rubina: Was ja auch grade in ist, ist diese Pay to Play Geschichte. Wie steht ihr denn dazu?

Ralph: Das geht gar nicht! Aber überhaupt gar nicht!

Dominik: Absolut. No Way! Das ist effektiv die Bands verarscht. Wir würden unter gar keinen Umständen irgendwo bezahlen um Spielen zu können.

Ralph: Angenommen irgend eine sehr berühmte Band spiele in Saarbrücken z.B. in der Garage und würde fragen ob wir da als Vorband spielen möchten, würden wir auch auf Gage eventuell verzichten. Klar. Aber wir würden uns keinen Kredit nehmen um uns in irgend eine Tour einzukaufen wie das heute leider so üblich ist. Das nimmt mittlerweile Ausmaße an das ist nicht mehr normal.

Dominik: Vor allem wie kann man sich in solch ein falsches Licht stellen? Die Bands protzen dann ja rum, ach mit wem sie gespielt haben und welche Endorsements sie haben und haben in Wahrheit alles mit Heller und Pfennig bezahlt. Ich finde die Bands sollten es sich durch ihren künstlerischen Anspruch oder ihr Können verdienen vor solch bekannten Bands spielen zu dürfen und nicht sich dafür verkaufen.

Was anderes ist es natürlich auch, wenn man mit befreundeten Bands mal nen Gig ausmacht, weil man gerne mit denen spielt. Das ist natürlich völlig in Ordnung. Siehe Devils Place. Da Organisieren die Bands ja selbst ihre Gigs und dann ist das auch in Ordnung da mal ohne Gage zu spielen. Aber auch diese Konzerte gibt es mittlerweile zu Hauf und dann macht auch das keinen Spaß mehr. Zumal die ja dann auch kein Schwein besucht.

Rubina: Was denkt ihr woran das liegt, dass viele Gigs so rar besucht sind?

Ralph: Das mag sich jetzt etwas überheblich anhören, aber das liegt wohl daran, dass es zu viele Schlechte Bands gibt, worunter dann auch die Guten zu leiden haben. Die Zuschauer gehen auf vier, fünf Konzerte und wenn sie für 5 Konzerte dann eintritt gezahlt haben und es war fünf mal kacke, gehen sie kein sechstes mal. Wir haben auch schon viele Konzerte veranstaltet von denen sich die Zuschauer die uns nicht kannten auch gar nichts erwartet hatten. Die gehen dann dort hin mit dem Gedanken, och ja da spielt wieder irgend ne ranzige Band, wir saufen uns einfach einen und haben trotzdem Spaß. Hinterher sind sie dann oft erstaunt dass es doch noch Bands gibt die gut sind. Ich will damit nicht sagen, dass es keine guten Bands im Saarland gibt, es gibt einfach zu viele die keinen Wert auf Qualität legen.

Dominik: Dann kommt noch dazu, dass wir hier im Saarland neben so vielen Bands auch verhältnismäßig viele Locations haben, sodass es sehr oft dazu kommt dass viele Veranstaltungen der gleichen Art am gleichen Tag stattfinden. Dann teilt sich das eh schon rare Publikum natürlich auch noch auf diese auf. Man weiß dann fast auch schon nicht mehr wo man hingehen soll, bei der Menge an Veranstaltungen. Mal abgesehen davon, dass das ja auch alles noch Geld kostet, was die wenigsten dann jedes Wochenende haben. Wer kann sich schon leisten jeden Freitag und Samstag ein Konzert zu besuchen, selbst wenn man gern alle sehen möchte. Dann spielen Bands auch noch mehrmals im Jahr in der selben Location und wundern sich warum die Leute sie nicht 10 mal im Jahr anschauen möchten.

Ralph: Das ist meiner Meinung nach auch ein durch die Veranstalter gemachtes Problem. Die wollen nichts ausgeben und trotzdem viele Getränke verkaufen, Eintritt nehmen, wie auch immer. Mein Rat da an die Veranstalter: Schaut auf Qualität, holt euch gute Bands. Macht das drei Monate und dann spricht sich rum, dass man da immer hingehen kann. Dann gehen die Leute vielleicht auch mal dort hin, ohne zu wissen wer spielt.

Michael: Das beste Beispiel ist da z.B. der Ducksaal in Freudenburg, das ist ein Laden der ist jeden Freitag und Samstag voll, egal wer dort spielt, weil die nämlich genau das tun, was Ralph sagt. Der Besitzer zahlt auch Gage, aber der weiß auch dass er dadurch dass er investiert auch dann wieder ordentlich Geld einnimmt. Der nimmt auch Bands von überall her, aber wirklich ausgewählt und nur Bands die wirklich gut sind.

Rubina: Also um es auf den Punkt zu bringen, zählt auch da die Lieblingsweisheit meiner Steuerberaterin: Ohne Investition kein Gewinn und was nichts kostet, ist nichts wert.

Dominik: Genau so ist es.

Wo seht ihr euch in fünf Jahren?

Dominik: WACKEEEEEN!

Rubina: Das hat bisher jede Band gesagt, die ich interviewt habe!

Ralph: Was ich gern hätte wäre – ob das so kommt ist natürlich ne andere Sache – dass bekannte Clubs in Deutschland wie z.B. die Rockfabrik in Ludwigsburg sagen, wir hätten gerne mal Under Pressure bei uns.

Wer managt euch?

Ralph: Das machen Dominik und ich.

Welche Locations könnt ihr anderen Bands empfehlen um eigene Konzerte auszurichten?

Dominik: Das Devils Place in Saarbrücken immer. Ich bin absoluter Fan des Schuppens.

Ralph: Der Elch in Riegelsberg, wenn man Miete zahlen möchte, der Kleine Klub Garage oder Exhaus Trier ansonsten gibt es natürlich viele Locations in denen Man spielen kann, wo man aber oft keine Leute hin zieht, egal wie viel Werbung man macht.

Rubina: Also habt ihr da auch schlechte Erfahrungen gemacht?

Dominik: Eine der geilsten Locations im Saarland ist z.B. das Flexibel in Saarwellingen. Die haben nen tollen Raum mit großer Bühne. Allerdings macht der Wirt dort in keinster Weise Werbung für die Konzerte und das Ding gammelt Quasi vor sich hin, weil der Wirt, der ein unglaublich netter Kerl ist, sich um nichts kümmert.

Wenn ihr in einer anderen Zeit als der heutigen musizieren könntet, in welcher wäre das?

Ralph: Eindeutig 70er. Für mich entstanden in den 70ern die kreativsten Bands, die es je gegeben hat. Black Sabbath, Yes, Genesis, etc.

Dominik: Bei mir wärens eindeutig die 80er. Man nehme Van Halen, Bon Jovi und wie sie alle hießen.

Michael: Aber man muss es ja so sehen, wenn du in den 70ern Musik gemacht hättest, hättest du in den 80ern ja auch noch Musik gemacht. Dann hättste all das mitgenommen!

Ralph: Das schlimme ist, ich hab in den 70ern Musik gemacht. (Band lacht laut) Aber ich muss es mal kurz relativieren, eigentlich mach ich am liebsten jetzt Musik. Denn jetzt hab ich all die Erfahrungen gesammelt und das was wir jetzt machen, ist ein Ergebnis aus all diesen Jahren.

Michael: Wir einigen uns auf: 70er 80er.

Was würdet ihr jungen Bands als Tipp mit auf den Weg geben?

Ralph: Wie Bertie Vogt gesagt hat: Die Mannschaft ist der Star. Und so sollte es bei Bands auch sein, die Band ist der Star. Es darf nicht drum gehen, dass sich einer Produziert, egal wie virtuos der spielt, und die anderen hängen hinterher. Wichtig ist, das Stück, die Komposition.

Dominik: Ich denke man sollte die Musik für sich machen. Nicht verbiegen lassen. Den eigenen Stil finden.

Möchtet ihr noch was loswerden?

Ralph: Ja mir fällt ein ich muss tierisch aufs Klo. (Band lacht) Nee jetzt mal im Ernst. Die Leute sollen mal daheim vom PC den Arsch hoch kriegen, nicht so viel Zuhause versauern und das Leben vorm Fernseher verbringen. Und was mir noch wichtig ist: Hört auf von kleinen Bands CDs zu kopieren und weiterzugeben. Bei Robbie Williams ist mir das egal, der hat genug Geld, aber grad bei kleinen Bands, die bringen ihr letztes Geld auf um mit Schweiß und Blut solch ein Album zu produzieren und das sollte man nicht mit Füßen treten mit solch eine Scheiße. Lasst das einfach sein.

Dominik: Ja das hab ich schon öfter bei kleinen Bands erlebt, da kauft sich einer ne CD, und der nächste sagt dann auch noch vor den Bands, och ich brauch se nicht, mein Kollege hat se sich ja gekauft, ich brenn se mir dann. Gehts noch? Man sollte so viel Anstand haben, die paar Kröten zu investieren wenn man die CD haben möchte.

Marco: Worüber viele wahrscheinlich auch gar nicht nachdenken, ist dass man damit ja auch die Mühe und Zeit, die die Bands darin investiert haben honoriert in dem man sich sein eigenes Exemplar kauft. Da hängt das Herzblut der Bands drin und das sollte dann auch geschätzt werden.

Stichpunkt Iamhavoc.de. Was habt ihr dazu zu sagen?

Dominik: Iamhavoc ist so ziemlich das innovativste was es derzeit im Saarland gibt. Jeder der da mal reinschaut im Internet, wird merken das Iamhavoc einfach geil gemacht ist. Es deckt ziemlich viele Bereiche ab. CD-Reviews, Live-Reviews, News, Technikecke und und und. Ich bin auch gespannt wie das mit dem Verein wird, das sieht sehr vielversprechend aus.

Nicht nur eine von diesen vielen Laberseiten, die schnell abflaut weil sich dann niemand mehr drum kümmern. Geile Sache.

Ralph: Ich finds auch sehr geil, man sieht dass sich da viele Leute richtig reinhängen, die sich mühe geben sich mit Bands zu befassen und diese auch bei Reviews z.B. objektiv und fair zu bewerten.

Dominik: Mir ist die Plattform noch etwas zu Metallastig. Wenn man das Image noch ein bissl abgeschüttelt kriegt und es um andere Genres erweitert, ist es nahezu perfekt. Mal sehen wo die Reise hingeht. Fazit: Richtig gut!

Anstehende Termine

  • 08. Oktober 2011 – III. Winter Metal Fest, Devils Place Saarbrücken zusammen mit ARCTIC WINTER und BLÄCKOUT
  • 29. Oktober 2011 – Under Pressure live in der Gallerie Renningen  zusammen mit Daedalous + Support
  • 31. Oktober 2011 – Halloween-Rocknight, Stuttgart-Heimsheim zusammen mit DAEDALOUS
  • 26. November 2011 – Under Pressure live, Kupferdächle Pforzheim

Celesta und Muddy Porcupines Live im Hobbitkeller

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Manche von euch werden jetzt sagen: Da fehlt doch eine Band im Titel!? Ja das liegt daran, dass ich mir 7th Day Davidian, die als erste Band am Abend spielte, nicht anschauen konnte. Ja…sagen wir es mal so. Näher möchte ich darauf jetzt nicht eingehen.

Insgesamt muss man sagen, ein gelungenes Konzert. Trotz diverser Konkurrenzveranstaltungen war es recht gut besucht. Celesta haben mal wieder eine Glanzleistung abgeliefert. Sehr professionell, der Sound war für den Hobbitkeller recht gut, die Band hatte sichtlich Spaß.

Begonnen mit dem Titel “Leave” war der Einstieg schon grandios. Weiter gings mit “Cuts me inside”, einem etwas neueren Stück, das etwas vom Celesta-Stil abweicht, aber durchaus seine Daseinsberechtigung hat. Mit dem Klassiker “Experience” war das Publikum dann schnell aufgewärmt und Vicky Schreiber zeigte mal wieder, dass sie’s gesanglich echt drauf hat.

Es folgten die Songs “Hunger”, “Bank of Karma”, “Sick Intensions”, die gewohnt auf den Punkt gespielt waren und selbst der letzte stocksteife Zuschauer wippte spätestens jetzt mit dem Fuß. Etwas ruhiger wurde es nun mit der gefühlvollen Ballade “Sweet Sin”, bei der mir Vicky einen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagte. Bei “The War” und “Endless” war dann wieder übelst Kopfschütteln angesagt und mit dem letzten Song ließen Celesta sprichwörtlich die Puppen tanzen. Der Song “Puppet” war ein krönender Abschluss.

Doch das Publikum ließ die Band noch nicht von der Bühne und forderte eine Zugabe. Mit der neu aufgelegten Version von “Paranoid Dreams” hat mich die Band echt vom Hocker gehauen. Die eher unspektakuläre Rocknummer wurde in ein neues Gewand gekleidet und zu einem knallharten Metalstück vom Feinsten gewandelt. Mit neuem Text, und harten Riffs, einem übelst geilen Solo und einem neuen Interlude lässt sich der Song nun mehr als sehen! Celesta haben mal wieder gegrooved wie die Hölle, auf gewohnt hohem Niveau.

Nach kurzer Umbaupause enterten “Muddy Porcupines” die Bühne, Stilecht mit Bierflasche in der Hand und Kippe in der Schnauze. Man muss ja mal sagen, die Band ist echt “hübsch”. Die zwei Sängerinnen sind wahre Augenweiden und auch die Jungs können sich sehen lassen. Man hätte sie nicht besser casten können.

Wem Größen wie “Janis Joplin”, “Four non blondes” und “Nirvana” ein Begriff sind, ist bei einem Konzert der Muddys gut aufgehoben. Sex, Drugs, and Rock’n’Roll – die Band ist sympatisch, authentisch, stilecht und die Musiker wirken wahrscheinlich chaotischer als sie sind.

Die Songs sind richtige Ohrwürmer und vor allem die Stimmen der beiden Mädels beeindrucken mich immer wieder. Ich glaube, bei Muddy Porcupines gibt es nur Fans oder Leute, die sie überhaupt nicht mögen.

Leider hatte der Mischer so spät am Abend anscheinend keinen Bock mehr denn der Sound war nach Celesta mehr als grottig. Viel zu laut, den Gesang konnte man stellenweise nur erahnen und ohne Gehörschutz war das Konzert nicht zu ertragen. Sehr schade.

Zur Location Hobbitkeller sind mir an dem Abend leider diverse Sachen negativ aufgefallen. Es hängen ein paar Scheinwerfer über der Bühne, die aber mehr als willkürlich dort angebracht sind und so überhaupt nichts bringen. Das bin ich von kleinen Locations aber gewohnt. Was mich massiv gestört hat war aber z.B., dass eine der Bedienungen mehr als unfreundlich zu den Musikern war.  Den Bands wurden “Freigetränkebons” ausgehändigt. Die zwei Sängerinnen der Muddy Porcupines fragten, ob sie statt Einzelgetränken für mehrere Bons eine ganze Flasche Wein bekommen könnten, worauf die Bedienung den beiden eine Standpauke hielt, dass die Bands die Bons nicht bekämen um sich zu besaufen und behauptete dann, dass das Hobbit gar keinen Wein in Flaschen führt. Da frage ich mich doch, hmm, worin sonst? Im Tetrapack!? Sowas geht gar nicht. Dann bekam jedes Bandmitglied nur drei Freigetränke obwohl 5 ausgemacht waren.

Als die Bands nachmittags eintrafen, war noch niemand da, der den Bands sagen konnte wie was geregelt wird. Eine andere Bedienung als die gerade erwähnte schank den Bands Getränke aus ohne dafür zu kassieren. Die Bands hatten jedoch ausdrücklich gefragt ob sie diese zahlen müssten was sie verneinte. Am Ende des Konzerts kam dann die “unfreundliche” Bedienung mit einem Zettel, auf der die nicht gezahlten Getränke aufgelistet waren, an und forderte die Bands auf diese zu zahlen. Man hätte ja jetzt 30€ Minus in der Kasse (da frage ich mich wie das geht) und das sollen die Bands doch jetzt bitteschön zahlen.

Unglaublich, also da kann man doch Bands nur abraten Konzerte dort zu veranstalten. Da lobe ich mir doch das Devils Place, die haben dort wenigstens ein bewährtes System. Da sollte sich das Hobbit mal eine Scheibe abschneiden!

 

Celesta verschlägt es in die Grotten des Auenlandes

artikelbild gig hobbitkeller

Man könnte auch einfach sagen, sie spielen Live im Hobbitkeller in Zweibrücken, aber das wäre ja kein Anspruchsvoller Titel. Am 24.09.2011 werden Celesta gemeinsam mit  “Muddy Porcupines” und der Mannheimer Band “7th Day Davidian” in der Zweibrücker Szenekneipe die Hobbits sämtliche Haare schwingen lassen. Normalsterbliche sind bei dem Konzert auch willkommen, ob mit oder ohne Haaren an den Füßen.

Bei Facebook scheint der Gig ja garnicht zu zünden, was ich sehr schade finde, da neben den beiden Saarländischen Bands auch eine Band von außerhalb dort spielen wird, die echt sehenswert zu sein scheint. Zumindest von der Myspacesite her zu urteilen, haben sie doch ordentliches Songmaterial.

Nun muss man auch sagen, dass Celesta sich einen echt selten dämlichen Termin für den Gig ausgesucht haben. Am gleichen Tag findet im N8Werk “Hard’n’Heavy” und in der Garage die “Classic Rock Party 5″ statt. Aber vielleicht entscheiden sich ja auch einige von euch, sich das Konzert anzuschauen und in SB dann danach noch aufzukreuzen. Eine Überlegung wäre es auf jeden Fall wert, denn das Konzert könnte recht gut werden.

Zieht euch “7th Day Davidian” doch einfach mal rein: www.7thdaydavidian.com

Falls ihr die beiden Saarländischen Bands noch nicht kennt findet ihr diese hier:

www.celesta-noizes.de

www.myspace.com/muddyporcupines

Ich werde da sein, hoffe man sieht sich. Und danach hör ich mir die altbewährte, immer gleiche Songreihenfolge bei “Hard’n’Heavy” im Nachtwerk an. Ist doch immer gut, wenn man schon weiß, was gleich kommt, das wertet den Spaßfaktor doch gleich mal auf!

 

“Ross The Boss” live in Kaiserslautern

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Gestern verschlug es mich Saarländerin doch tatsächlich über die Grenzen des schönsten Bundeslandes der Welt hinaus nach Rheinland Pfalz. Ihr fragt euch nun sicher, und das mit gutem Grund, was zum Teufel mich dort hin getrieben hat. Nun, es war die Band Ross The Boss die im JUZ Kaiserslautern ein Konzert gab und um eine solche Größe des Heavy Metal wie Ross Friedman einmal hautnah erleben zu können, nimmt man selbst solch unglaubliche Strapazen auf sich.

Um mir bei diesem Spektakel einen Platz in der ersten Reihe sichern zu können, kam ich etwas verfrüht an, was mir das Vergnügen bescherte, die Band schon beim Soundcheck anzutreffen. Ich muss sagen, die Bandmitglieder sind allesamt äußerst sympatisch. Ross erzählte mir, dass er am gleichen Tag nach einem siebenstündigen Flug und zweistündiger Autofahrt erst vor kurzem in Kaiserslautern angekommen war und dass er sich trotz der Tatsache, dass er erschöpft sei, sehr auf das anstehende Konzert freue. Als sich die Band in die Backstageräume zurückzog, wurden die Tore um 20:00 Uhr geöffnet und das kleine Juz füllte sich sehr rasch. Mit ansteigender Zuschauerzahl stieg auch exponentiell die Temperatur an.

Um 21:00 Uhr stürmten die Jungs von Ross The Boss unter tosendem Applaus die Bühne. Von Anfang an gaben sie Vollgas. Zunächst noch trocken, was sich aber sehr schnell änderte. Die Luftfeuchtigkeit stieg dermaßen an, dass ich zunächst keine Fotos machen konnte da meine Linse beschlug. Es waren nun gefühlte 60°C und das Betriebsklima glich einer Dampfsauna.

Umso erstaunlicher, dass vor allem Frontmann Patrick Fuchs den gesamten Platz, den die eher kleine Bühne hergab, ausnutzte für ein unglaubliches Stageacting. In diesem Punkt würde ich ihn als den jungen Bruce Dickinson bezeichnen. Unglaublich, was der Mann da leistete. Mir war alleine vom stehen schon so heiß, dass ich triefend nass war. Während des gesamten Konzertes konnte ich bei keinem der Musiker Erschöpfung erkennen und darüber hinaus schien es mir, als hätten die Jungs mindestens genauso viel Spaß an dem Konzert wie das Publikum, das das ganze Konzert über lautstark und headbangend seine Begeisterung kundgab.

Der Sound war für ein Juz außergewöhnlich erträglich. Für meinen Geschmack hätte ich gern mehr vom Gesang gehört, aber insgesamt war der Sound ausreichend bis befriedigend. Bei der Umsetzung der Songs merkte man, dass da Profis am Werk sind. Alles sehr gut gespielt, schön auf den Punkt und Patrick sang wie ein junger Gott. Auch Ross’ Soli verfolgte ich mit Begeisterung.

Natürlich gaben Ross The Boss auch ein paar alte Manowar-Klassiker zum Besten die man als Laie schon an der Reaktion des Publikums von den eigenen Stücken unterscheiden konnte. Aber auch bei den Ross The Boss – Songs wie z.B. “Blood Of Knives” oder “Dead Man’s Curve” wurde – was meine persönlichen Highlights des Abends waren – lautstark mitgesungen.

Nach drei vom Publikum geforderten Zugaben endete das feucht fröhliche Konzert nach mehr als zwei Stunden Spielzeit. Was mich sehr überraschte war, dass die Bandmitglieder, obwohl sie sichtlich erschöpft und schweißgebadet wohl am liebsten gleich in die Backstageräume zurückgezogen hätten, sich sehr viel Zeit für die Fans nahmen. Vor allem Ross erfüllte nach dem Konzert noch etwa eine halbe Stunde einigen Fans einen großen Wunsch, indem er sich mit vielen von ihnen ablichten ließ und etliche Autogramme gab. Diese Geduld und Ausdauer ist wirklich bewundernswert und so manch anderes Sternchen am Heavy Metal Himmel sollte sich davon eine große Scheibe abschneiden! Insgesamt darf ich sagen, dass das Konzert durchweg positiv zu werten war. Großartige Stimmung trotz der wirklich unmenschlichen Hitze und die Band gab aus meiner Sicht wirklich alles.

 

 

Mein Fazit: Grandios! Und sollte ich mich mal zwischen Manowar und Ross the Boss entscheiden müssen, würde ich jederzeit wieder zu Ross The Boss gehen. Denn die alten Klassiker spielen die Jungs mindestens genauso gut wie Manowar selbst, die Bandmitglieder sind wesentlich sympatischer und ich höre mir viel lieber die Songs von Ross The Boss an, als alles was Manowar noch nach Ross’ Ausstieg produziert hat.

Mehr Fotos hier auf Facebook. CD “Hailstorm” auf Amazon kaufen:

Saltatio Mortis – Autogrammstunde und CD Releaseparty in Kaiserslautern

Am 01.09.2011 könnt ihr euch bereits einen Tag vor Veröffentlichung der Brandneuen Scheibe von Saltatio Mortis euer Exemplar sichern. Das Beste daran, sogar HANDSIGNIERT. Denn am 01.09.2011 um 18:00 Uhr geben Saltatio Mortis anlässlich ihrer CD-Release eine Autogrammstunde im Mediamarkt Kaiserslautern.

Im Anschluss findet ab 21:00 Uhr im Hardrockcafe Kaiserslautern die CD-Releaseparty statt. Der Eintritt ist frei. Wenn ihr also die Jungs von Saltatio Mortis gerne mal hautnah erleben möchtet ist das DIE Gelegenheit.

Weitere Termine zu Autogrammstunden findet ihr auf www.saltatio-mortis.com.

Iamhavoc wird auch bei der Releaseparty dabei sein und euch dann hier darüber berichten.

Cheeno

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Band
Jennie Kloos (vocals)
Joey Siedl (leadguitar)
Phil Hillen (riffguitar)
Carsten Pinkle (bass)
Mike Müller(drums)

Biographie
CHEENO entstand aus Live- und Studiomusikern, die mit verschiedenen Bands weltweit über 10 CDs veröffentlichten, 7 Touren durch ganz Europa (u.a. mit Oceansize, Antimatter, The Vision Bleak) und mehrere große Festivals (Zillo, WGT,…) gespielt haben und in größeren Projekten für verschiedene Fernseh & Werbeproduktionen tätig waren.

Knapp einen Monat nach ihrer Gründung 2005 supporten sie „Klimt1918“ aus Italien auf deren Tour durch Deutschland und Holland. Ende 2005 gewinnen Cheeno mehrere Newcomer Contests und veröffentlichen Anfang 2006 ihre erste EP „try to rescue“. Der Titeltrack „The Ruler“ hält sich 5 Wochen in den Netzcharts des Radiosenders „Das Ding“. Ende 2006 werden sie für den Deutschen Rock- und Poppreis aus 800 Bands nominiert und gewinnen im November souverän den 1. Preis in der Kategorie „Best Alternative Act“.

Durch europaweite Live Konzerte und größere Festivals erspielen sie sich eine immer größer werdende Fangemeinde. Sie supporten Bands wie Tesla, Fear my Thoughts, Paul DiAnno (Ex Iron Maiden), Ross the Boss (Ex Manowar), Powerwolf, 5Bugs, Mercenary, Xandria, Nocte Obducta, Peilomat, Debauchery, The Black Sheep uvm. und können trotz der manchmal extrem abweichenden Stilistiken der Hauptbands immer Live überzeugen. Mitte 2008 unterzeichnen Cheeno bei Prevision Music, einem Sublabel von Supreme Chaos Records, um ihr erstes volles Album „The Next Step Will Be The Hardest“ zu veröffentlichen.

Dieses schlägt für ein Debütalbum erfolgreich ein und man konnte fast durchweg nur gute Kritiken in der Presse einfahren. (Rock Hard 8/10 Pkt, Bloodchamber 10/10, Legacy 11/15pkt uvm.) Auch bei den Reviews zeigt sich, dass Cheeno sehr viele Sparten bedienen und dort überzeugen können.

Das zweite Album „2 Face Macy“ der Saarbrücker Formation, das im Mai 2010 veröffentlicht wurde, trumpft erneut mit tiefgründigem Alternative Rock auf, der gelegentlich auch etwas härter zur Sache geht. Das Cheeno nicht nur im Studio eine Ausnahmeband ist, sondern sie auch live eine beeindruckende Performance bieten, konnten Sie dem Publikum auf ihrer Tour im April 2010 unter Beweis stellen.

Im Sommer des Jahres 2010 gewannen Cheeno den regionalen Vorentscheid des New Music Awards (verliehen von den jungen Radiosender der ARD) souverän und kamen im Bundesvoting des Contests mit über 300 000 Votes auf einen respektablen 5. Platz.

Discographie

  • 2 Face Macy (VÖ April 2010) (Erschien auch als ltd. Edition incl. Comic)
  • The Next Step Will Be The Hardest (Dezember 2008) Erschien auch als ltd. Edition in einer Holzbox und mit Softcover-Buch zum Konzept (150 Seiten) !
  • Try To Rescue (VÖ Februar 2006)
  • Sampler
    – Boardsteinsampler (track: The Ruler)
    – Remember Twilight Sampler (track: The Ruler)
    – Saarland Underground – Rock Alternative Sampler 2006 (track: The Ruler)
    – Rocking Ape – Lieder & Gesänge (track: The Ruler)
    – German Rock and Pop Award Sampler 2006(track:The ruler)
Links

Siren’s Legacy suchen Bassist/in

sirens legacy

Die Jungs und Mädels von Siren’s Legacy suchen eine/n Nachfolger/in für Bassistin Kathrin die leider aus persönlichen Gründen vor kurzem die Band verlassen musste.

Bei der Suche helfen wir doch gerne! Hier die offizielle Ausschreibung.

Wir sind eine Symphonic Metal Band aus Neunkirchen (www.sirens-legacy.de) und suchen eine Bassistin (ja, gerne wieder eine Frau, weil’s gut zu uns passt) oder auch einen Bassisten (natürlich wäre ein Mann auch herzlich willkommen ;-) ).

Du solltest 2-3 Jahre Spielerfahrung an Deinem Instrument mitbringen sowie Lust auf 1 bis 2 Proben pro Woche (Proberaum an der Rombach) und viel Spaß an Auftritten haben.

Wenn Du jetzt denkst: Ich bin genau DIE / DER Richtige, dann melde dich per Mail an info@sirens-legacy.de bei uns oder per Handy unter 0176 – 48 02 36 00 und wir vereinbaren einen Termin zum Probespielen.

Wir freuen uns auf Dich!!

(Quelle: www.sirens-legacy.de)