Headbangers Open Air 2012

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Nur noch etwas mehr als 1 Woche und dann beginnt zum 15ten mal das Headbangers Open Air. Am besten lassen wir die eigenen Worte das Festival erklären: “Auf dem HOA findet man an Bandauswahl fast alles – von den Legenden der Achtziger und Neunziger aus der ganzen Welt, über Lokalmatadoren, Geheimtipps bis hin zu Newcomern, welche hier ebenfalls eine Chance erhalten. Einzig auf teure “Headliner” wird verzichtet, um den Eintritt so gering wie möglich zu halten. Die Bühne steht auf dem ehemaligen Hofgelände, die umliegenden Felder dienen als Park- und Campingground. Für Pilsbuden, Futterstände und Frühstück, alles zu humanen Preisen, ist gesorgt. ”

Es gab leider noch Ende Juni einige Änderungen im Line up (z.B. sagten Pagan Altar aus persönlichen Gründen ab) aber stehts wurde ein gleichwertiger Ersatz gefunden. Die endgültige Running Order findet ihr hier:

http://www.headbangers-open-air.de/de/index1.php?seite=ro

Karten werden nicht mehr über den Onlineshop verkauft, es gibt aber lt. einer Antwort im Gästebuch noch genügend um sich kurzfristig eine schöne Woche zu machen. Eine frühere Anfahrt ist wie immer möglich, sogar schon Dienstags abends gegen eine überschaubare zusätzliche Campinggebühr von 5,- Euro.

Jeder, der abseits der leider fast schon überfüllten großen Festivals etwas sucht sollte – auch wenns für dieses Jahr nicht mehr reicht – das Festival mal für die nächsten Jahre im Auge behalten.

Heralder Studio Diary: Vocals

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Auch in Sachen „Textwritting“ hat Heralder neuen Boden betreten. “Twilight Kingdom” empfing den Hörer an der Pforte, führte ihn hinab in die Katakomben, verführte ihn durch die Schneekönigin, schickte ihn von Schlacht zu Schlacht und ließ ihn das Geheimnis der Stille ergründen. Zu guter Letzt wurde er dann im Wald verscharrt. Echoes hingegen begibt sich mit dem Hörer auf eine Reise tief in seine eigene Seele, zeigt ihm sein wahres ICH, weckt in ihm wieder den Glauben an die Götter, lässt ihn dem Tod ins Auge blicken und gibt ihm neuen Mut im Kampf mit den bösen Geistern.

Eine arbeitsintensive Woche stand Björn und Tina bevor, denn sie arbeiten in Echoes nicht allein an der Gesangsfront. Es wurden drei Gesangspassagen vergeben, wobei die Gastsänger immer im Duett mit Björn oder Tina zum Einsatz kommen. Montags wurde Vicky Schreiber (Celesta) erwartet. Vicky rockt in „Sand of Time“ und gibt dem Song mit ihrer Powerstimme die richtige Würze.

Am Tag darauf war Angela Biesel aus der Metaloper „Ammit – Im Zeichen der Gerechtigkeit“ zu Gast. Mit ihrer Opernstimme untermalt Angela in „Edge of Life“ die düstere Passage des Songs.

Zusätzlich unterstützte uns noch Gernot Gebhard (Gravety), der für seine tiefen Growls bekannt ist. In Kombination mit Björns hohen Screams liefern sich die beiden in „Night of Downfall“ eine Gesangsschlacht.

Freitags Abends enternten 10 entschlossene, motivierte und saufstarke Männer das Studio Greywolf. Ein kleiner aber feiner Metalchor mit viel Power. Mit kühlem Bier ging es ans Werk und in sage und schreibe zwei Stunden war alles im Kasten [Anm. d. Red.: Und der “Kasten” sicher leer].

Ohne viel Zeit verstreichen zu lassen, starteten am darauffolgenden Tag die klassischen Choraufnahmen. Dabei unterstützte der Chor Chorage aus Noswendel-Wadern mit 22 Sängerinnen und Sänger.

Ein aufwendiges und spannendes Projekt geht leider schon zu Ende. Was bleibt von unserer Seite nun zu sagen? Danke an iamhavoc.de für die Kooperation, Charles Greywolf für die sehr entspannte Arbeitsatmosphäre, die tolle Studioarbeit, die Ideen und Geduld. Danke an alle Gastsängerinnen und Sänger, dem einzig wahren Metalchor und der Chorage unter der Leitung von Rolf Weiler.

Zitate der Tage

„Der Vogel kriegt Gänsehaut!“

„So langsam kommt’s!“

„Ich leg dich erst mal an!“

„Pumakäfig“

„Hurz“

Heralder Studio Diary: Keyboard

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Epic Metal. Seit 2001 trägt Heralder diese Stilbezeichnung. Ausschlaggebend für diese Wahl war, neben der musikalischen Stimmung und den klaren Gesängen, der Einsatz des Keyboardes. Antje bereicherte Heralder 2010 auf ihre Art und erzeugte eine neue Grundstimmung in den Songs. Neben den epischen Elementen in Echoes  kommen auch düster angehauchte und ruhigere Arrangements zum tragen.

Zwei komplette Aufnahmetage, an denen Antje 10 Songs plus Intro einprügeln sollte, standen nun bevor. Um 12:30 Uhr hat die Arbeit im Studio begonnen. Am ersten Tag wurden Klangfarben besprochen und eingestellt, Kabel verlegt und eingesteckt sowie reichlich Kaffee konsumiert.

Die Tastenspielerin ist nämlich nicht wirklich dem Biergenuss zugetan. „Antje hat es mal geschafft, in einer ganzen Nacht eine halbe Flasche Kilkenny zu trinken und hat uns dabei ertragen. Ganz großes Damentennis!“, schmunzelte Tina.

Antje kombinierte die verschiedensten Klangfarben. Am Ende eines Songs fragte man sich, ob sie da überhaupt noch den Überblick behielt. Aber mit Antjes riesigem Spickzettel im Gepäck, kann nichts schief gehen.

Auch diese beiden Tage gingen blitzschnell vorbei und es geht nun an die letzte und einer der aufwendigsten Etappen der Produktion: die Gesänge!

Zitat der Tage

Hast du en Metronom gefrühstückt?

Heralder Studio Diary: Gitarre

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Eines kann vorweg gesagt werden: Das neue Album wird durchaus „neue Klänge“ beinhalten. Fand man in „Twilight Kingdom“ eher keyboardlastige Arrangements, so erwartet den Zuhörer in „Echoes“ eine härtere und düstere Grundstimmung in der die Gitarrenriffs und -soli stärker in den Vordergrund treten.

Ein paar Tage sind bereits ins Land gezogen, seitdem Heralder im Studio begonnen hatte. Heute können wir über eine riffgeladene aber auch anstrengende Woche mit den Gitarristen Dennis und Stefan berichten.

Mit „guddem Bierchi“ (endlich mal UrPils!), Kuchen, Knabberzeugs und Kaffee im Gepäck, machten die beiden am Anfang der Woche einen sehr motivierten und entspannten Eindruck. Zu Beginn wurde sich erstmal mit dem Sound der einzelnen Gitarre-Amp-Kombinationen beschäftigt, um den Songs genau den Sound zu verpassen, den sie brauchen. Und los geht’s…

Am Anfang der Tage verlief alles ein wenig schleppend. Hin und wieder wurde mal eine Pause eingelegt, um den Ohren und den qualmenden Fingern etwas Erholung zu gönnen. Müde, träge und zwischendurch auch verzweifelte Gesichter blickten im Pausenraum umher. Die Worte von Charles verfolgten sie: „Again and again and again and again…“ Die meisten Gitarristen wissen von was wir sprechen!

Aber ab Freitag hatte man sich im Studio eingelebt und von nun an lief es einfach. Trotz des stressigen Zeitplans blieb den beiden daher immer noch genügend Spielraum um Blödsinn zu machen…

Zitat der Tage

Un noch mal…!

Heralder Studio Diary: Bass

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2011 war ein ereignisreiches Jahr für HERALDER, da sie im Sommer ihr 10-jähriges Bestehen feierten. Seitdem haben sie jede freie Minute genutzt, um sich am Songwriting zu “Echoes” auszutoben. Im März wurde das letzte Riff für das neue Album geschrieben und die fertigen Songs vorproduziert, bis es Anfang Mai ins Studio ging.

Da die Basser ja gewöhnlich immer etwas gemütlicher sind als alle anderen, startete Torsten ganz gelassen in den Tag. Obwohl der Zeitplan nicht mehr als zwei Tage vorgesehen hatte, kann der Stahlseitenschwinger beruhigt durchatmen. Für Verpflegung war gesorgt und nach einem kurzen Plausch mit Studiobesitzer Charles und einem ausführlichen Soundcheck ging es dann auch schon los: Song besprochen, Song angespielt, Bier greifbar, Clicktrack an und fertig! Ok, ein klein wenig länger hat es dann doch gedauert.

Trotz der Studiovorbereitungen, die Torsten im Vorfeld getroffen hatte, ließ er sich die Option offen, einige Songs spontan zu verändern. Nachdem er bereits am ersten Tag fünf Songs im Kasten hatte war klar, dass auch hier Bier und Kaffee ihren Dienst erfüllten. „Der mit dem Bass tanzt“, so könnte man die Studiozeit mit fünf Worten beschreiben.

Am letzten Tag wurden die Songs erneut durchgehört, um eventuelle Fehler auszubessern. Sicher ist sicher.  Erfreulicherweise konnte nichts gefunden werden und damit wären wir auch schon am Ende der Basstage angelangt…

Zitate der Tage

“Du bischt zu früh komm!”

“Echt? Passiert mir eigentlich nie…”

 

 

Heralder Studio Diary: Drums

HERALDER - Studio Diary Drum 07

Nach etlichen Auftritten, die HERALDER in den letzten zwei Jahren, teilweise schon mit ihrem neuen Programm, hinter sich ließen, hat die Band jetzt vier Wochen Zeit, um die neuen Klänge im STUDIO GREYWOLF einzuspielen. Die Betonung liegt auf „neue Klänge“, denn die Songs klingen wesentlich gereifter und frischer nach all der Erfahrung, die man in den letzten 11 Jahren sammeln durfte.

Das Schlagzeug steht nach fast 3 Stunden Aufbau und Soundcheck, die Frisur sitzt und der Schlappe Seppel ist gekühlt. Bitte bringen Sie Ihre Sitze in eine aufrechte Position, wir starten!

Von nun an wurde der Ablauf der Tage von einem Trommelfell zerschmetternden und Haare sträubenden „Dipp, Düpp, Düpp…“ bestimmt, das anscheinend alle außer André mehr als deutlich hören konnten. Da musste auf die Lautstärke noch einiges draufgelegt werden.

Do machen die Zierfnähel Feistscha!

Mit diesem Satz ist wohl für die kommenden Tage alles gesagt.

Das Recording ging stetig und schnell voran, wie es sein soll. In den Pausen wurde mit dem Säppelsche, Kaffee und Multibonbons jede aufkommende Müdigkeit verhindert. André hat die 10 Songs an den drei Tagen fließend eingeprügelt und alle sind sehr zufrieden. Das Ergebnis werden die Zuhörer ab dem 05. Oktober 2012 in “Echoes” zu hören bekommen…

Zitat der Tage

Die Alde liegt noch drunner…!

02.12.2012 – X-Mas Hexentanz Festival 2011

Wie vor längeren schon einmal veröffentlicht findet am 02.12.2011 das X-Mas Hexentanz Festival in der Illipse in Illingen statt. Der Einlass wird ab 18:00 Uhr sein. Als Bands des Abends konnten für die Veranstaltung Fiddlers Green und Welle: Erdball verpflichtet werden.

Wem das noch nicht ausreicht kann vorher noch ab 18:30 Uhr von dem Band Contest für einen Slot für das Hexentanz Festival nächstes Jahr etwas auf die Ohren bekommen. Leider war es uns auch auf direkte Nachfrage nicht möglich nähere Angaben zu Spielzeiten und besonders den teilnehmenden oder überhaupt mal der Anzahl der Bands zu bekommen. Bisher wäre uns nur bekannt, dass Unchained und Siren’s Legacy an dem Tag spielen. Da der Spass 15,- Euro kosten soll wäre es unserer Meinung nach schon sehr interessant, was genau an dem Abend geboten wird.

Vielleicht könnten sich die anderen Bands ja mal melden, damit das entsprechend verbreitet werden kann.

28.11.11 Skafield, Greedy Bees, Voodoo Glow Skulls

Auch wenn wir aus eigenen musikalischen Präferenzen durchaus noch ein wenig metallische Schwerpunkte auf dieser Seite haben, freuen wir uns auch mal wieder ein Konzert der saarländischen Punk-Urgesteine SKAFIELD in unsren Landen verbreiten zu können. Vielleicht wird sogar ein neu geschriebener Song gespielt. Also den 28.11.2011 in Saarbrücken im kleinen Club vormerken, zahlreich erscheinen und bringt die Bude zum kochen!

Event auf Facebook

Hunsröck United – Benefizkonzert, 22.10.2011

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Schon mal was davon gehört? Nein? Dann schnell informieren ;-)

Am Samstag dem 22.Oktober findet in der Antoniushalle Liebshausen zum zweiten Mal das “Hunsröck United – Benefiz Konzert” statt. Nach dem Erfolg im letzten Jahr war schnell klar, dass man dieses Konzert noch einmal auf die Beine stellen muss. Fünf Bands werden die Bühne wieder entern – S.O.V, Impactor, Capital Punishment, Horrizon und Goldie Wilson.

Hörproben gibt es unter www.myspace.com/hunsroeckunited

Alle Einnahmen werden komplett dem „Förderverein für Tumor- und Leukämiekranke Kinder e.V. in Mainz“ gespendet. Der von betroffenen Eltern gegründete Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Situation für die kleinen Patienten und ihre Familien etwas erträglicher zu machen. Mehr Infos auf der Homepage: www.krebskrankekinder-mainz.de

Im letzen Jahr konnten 1200 Euro an den Förderverein gespendet werden! Das soll dieses Jahr natürlich getoppt werden! Die Macher des “Hunsröck United” bedanken sich im Voraus bei allen Helfern und Sponsoren, die zum Gelingen des Abends beitragen! Für das leibliche Wohl wird wieder bestens gesorgt sein!

IBANEZ RG370DXZ-BK

SAMSUNG

Bereits seit einiger Zeit habe ich meine Instrumentensammlung um die Ibanez RG370DXZ-BK erweitert. Nachdem ich zwischenzeitlich die fixe Idee hatte: “Die nächste Gitarre MUSS ein paar hundert Euro mehr Kosten”, aber mit dieser niemals so zufrieden war wie mit einer günstigeren Ibanez RG320, habe ich wieder mehr Vernunft für meinen Geldbeutel walten gelassen.

Die Gitarre ist hervorragend verarbeitet und so schick und sauber, wie sie beim Auspacken war, hätte ich sie am liebsten gleich als Blickfang an die Wand gehängt. Fast schon zu schade um damit zu spielen. Die Gitarre ist mit einem EDGE zero Point – Tremolo ausgerüstet, dass noch einige Anpassungen von Ibanez bekommen hat. Bisher habe ich noch keine Saiten gewechselt und kann daher noch nicht beurteilen, ob es vll. nun ein wenig einfacher geht als mit dem alten RG – Modell. Aber die Stimmung der Saiten wird selbst mit Tremoloeinsatz gehalten und somit ist in diesem Punkt die Aufgabe schon mal erfüllt.

Natürlich konnte ich die Finger nicht von der Gitarre lassen und habe sie sofort anspielen müssen. Bereits akustisch hat die Gitarre einen sauberen, klaren Klang und sofort fällt der schmale Hals auf. Mit dem Wizard III Hals ist die Bespielbarkeit selbst auf den höheren Lagen prima. Einmal Blut geleckt musste das Prachtstück gleich an den Röhrenamp. Egal in welcher Kombination man die Pickups einstellt: der Sound ist eine Wucht. Und durch die 2 Humbucker und den Single Coil sollten jegliche Soundfetischisten ihren Klang finden. Die Gitarre hat übrigens passive Pickups. Mir persönlich sind solche nach Erfahrung anderer Gitarren lieber. Aber das ist auch ein Thema, dass man ewig diskutieren könnte ;-) Die Gitarre ist stilistisch wohl für alles einsetzbar… Top 40 Mucke bis Metal.

Im Gegensatz zu meiner teureren Gitarre war auch bei den Bünden ab 20 aufwärts von Anfang an die Bundreinheit gegeben. Ein Nachjustieren war nicht notwendig und somit konnte ich direkt mit der Gitarre loslegen. Ein riesen Pluspunkt, denn es gibt nichts Schlimmeres als voller Vorfreude die Verpackung aufzureißen und dann erst noch lange Anpassungen vornehmen zu müssen.

Alles in allem einfach eine tolle Qualität zu einem ordentlichen Preis. Wenn ich doch mal wieder denke mehr Ged ausgeben zu müssen werd ich diese Gitarre in die Hand holen und mich selbst wieder eines Besseren belehren.

Power of Metal – Tour 2011

SAMSUNG

Endlich! Seit gefühlten 100 Jahren verfolge ich nun schon die Berichte bei Facebook von den anderen Konzerten dieser Tour und endlich hat sie ihren Weg nach Saarbrücken in die Garage gefunden.

Was versprach das Lineup?

Ein Neuling, einen aktuellen Star, eine Kultband und eine zur Zeit enorm präsente (gehypte?) Band. Ich war sehr gespannt auf den Abend, da ich außer der zweiten Truppe nichts kannte.

Als SKULL FIST kurz nach halb 6 den Anfang machten musste ich erstmal das Datum im Kalender prüfen. 2011? Nichts aus den 80ern? Die Zeitreise fand wirklich nur auf der Bühne statt. Dort aber hinsichtlich Auftreten, Aussehen und der Musik ohne Kompromisse. Das war Old School pur! Die jungen Wilden waren auf der Bühne kaum zu bremsen und erfreuten das Publikum mit herrlichen Gitarrenduelle in den Songs. Die Lieder waren alle recht flott und gingen gut ins Bein. Die Band sollte sich auch durch ihre „machen-wir-doch-mal-ein-geiles-huckepack-Gitarrenduell“ – Aktion längerfristig in die Erinnerung der Besucher gespielt haben. Mit jedem Song wurden mehr Köpfe bewegt, aber man merkte doch, dass viele ihre Kräfte für das Kommende schonten.

Denn als Powerwolf die Leitung des Abends übernahmen brachen schlagartig die Dämme. Da bekomm ich nachträglich noch Gänsehaut, wenn ich drüber schreibe. Powerwolf wurde lauthals empfangen und bereits beim Opener „Sanctified with Dynamite“ dürften die Ersten ihre Stimme verloren haben. Wie gewohnt wurde das Publikum von den Mannen rund um Attila angestachelt und bekam ein großartiges Konzert geboten. Wenn nicht geklatscht wurde, schmiss man die Arme in einer Welle nach oben, sang lauthals mit, sprang um sein Leben, usw… Über die Verwendung zahlreicher Klischees und die einfach strukturierten Songs kann man streiten, aber es funktioniert einfach und Powerwolf ist und bleibt damit einfach mit dem fetten Sound, den Songs, dem dargestellten Image eine DER Livebands und ich freue mich schon aufs nächste Mal!

Mit Grave Digger als dritte Band des Abends bekam man die Möglichkeit eine absolute Kultband zu sehen.  Ich persönlich konnte dem Gesang nie etwas abgewinnen und kannte daher wenig bis gar nichts von der Band, aber die Reaktionen des Publikums sprachen für sich. Nach der kräfteraubenden Show von Powerwolf wurde es zwar etwas ruhiger, aber die Band wurde dennoch ordentlich gefeiert. Im Prinzip hätte man das Mikro auch einfach durch die Reihe geben können. Oft schien es, als ob jeder außer mir die Texte perfekt beherrschte und Chris Boltendahl hätte sich einen ruhigen Abend machen können. Den gönnte er sich allerdings nicht und so präsentierte sich die gesamte Band mit viel Spielfreude und hielt das musikwütige Volk ordentlich auf Betriebstemperatur.

Bei Sabaton traf mich ein all zu bekanntes Problem. Die Band kannte ich selbst nicht und habe vorher soooo viel Gutes gehört, dass die Erwartungen nur enttäuscht werden konnten. Während ich nach ein paar Liedern den Platz vor der Bühne für andere frei machte und das Geschehen aus etwas Entfernung verfolgte, gab das Publikum wieder alles und die Partylaune war wieder auf Powerwolf-Niveau.

Der Sänger interagierte sehr viel mit dem Publikum und die Instrumentalfraktion bemühte sich, viel Bewegung auf die Bühne zu bringen. In dem Punkt waren aber die vorangegangenen drei Bands meiner Meinung nach allesamt besser.

Zwischendurch bekam man auch noch Lehrunterricht, was Metal ist.

Merke

Lektion 1: (die auf die Bühne geworfenen) „Kinder“(-riegel?) (Korrektur: es war Milchschnitte) sind NICHT Heavy Metal!!

Also… wo bleibt die Damenunterwäsche?

Lektion 2: Damenunterwäsche, die kurze Zeit später auf die Bühne geworfen wurde IST Heavy Metal! Die Kandidatin hat 100 Punkte.

Und auch durch 2 Flaggen (Schweden, Polen), die noch auf der Bühne landeten, wurde dem Sänger viel Möglichkeit gegeben diese Dinge spontan in die Show einzubauen. Mit den letzten 3 Songs konnte mich die Band sogar wieder zu einem interessierten Zuhörer machen und was für mich „nur“ bessere Songs waren, stellte offenbar für die zahlreichen Fans das absolute nonplusultra dar. Was nun wieder vor der Bühne los war, wurde bestimmt in einiger Entfernung noch als Erdbeben gemessen.

Mein Experiment mit einem Konzert, bei dem ich ¾ der Bands nicht kannte ist für mich nicht überragend ausgefallen. Alle andern aber, die auch für die restlichen Bands vor Ort waren, dürften den Abend so bald nicht mehr vergessen.

Verzeiht bitte die Qualität der Bilder. Abfeiern > Fotos machen! :D

Eure Stimme auf einem Soundtrack?

Ihr könnt singen? Hier hättet ihr bis zum 19.September die Chance eure Stimme dem Soundtrack des Spiels Assassin’s Creed zu leihen!

Auf der Seite kann man sich auch die bisherigen Einsendungen anhören und abstimmen.

 The prize…

  • Record vocals for the new ‘Assassin’s Creed Revelations’ main theme song in a professional recording studio in your area – produced by the ACR music team
  • Get credited in the game!
  • Get credited on the soundtrack album!
  • A cash prize of US $ 1,000

http://www.ujam.com/contests/acrevelations/introduction

20.08.2011 CD-Releasefeier Wanderreigen

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Es heißt immer so schön, man soll aus schlechten Zeiten das Beste machen. Nachdem kurze Zeit vor der CD-Releasefeier von Wanderreigen die Nachricht über einen Motorradunfall des Producers bekannt wurde (gute Besserung an dieser Stelle!), konnte man wohl von einer schlechten Zeit für die Band sprechen. Trotzdem entschied man sich, die geplante Veranstaltung mit allen Specials durchzuziehen und ein denkwürdiger Abend nahm seinen Lauf.

Die CD-Releasefeier fand also ohne CD statt und wurde von der Band sehr gut gelöst: Jeder konnte die CD vor Ort bestellen und bekommt sie nach der Veröffentlichung portofrei  zugeschickt. Vorbildlich! Die Schätzungen, wann es soweit sein könnte, bewegten sich im Bereich von 4-5 Wochen. Über das neue Album können wir trotzdem bereits ein wenig berichten, da iamhavoc.de exklusiv an dem Tag schon mal einen Blick auf das Booklet und die Songs werfen durfte. Aber der Reihe nach.

Mit der Stummschen Reithalle in Neunkirchen wurde der perfekte Ort gewählt. Sie ist gut zu erreichen und bietet neben genug Platz für das Publikum auch eine große Bühne und eine Getränketheke. Offenbar konnte Wanderreigen die Anzahl des Publikums sehr gut einschätzen. Bei  über 100 zahlenden Gästen zzgl. Crew, Bekannte, usw. hatte man die perfekte Mischung aus vollem Haus und genug Platz um sich auch noch bewegen zu können. Aber ich greife schon wieder vorweg.

Das Booklet und die Hülle

Der Bassist Nick und wenig später auch Sänger Benny haben uns am Laptop stolz das Booklet gezeigt. Für eine auftrebende Band eher ungewöhnlich wird der Fan mit einem 16 (!!) seitigen Booklet verwöhnt und ich kann es kaum erwarten, das Teil in meine Finger zu bekommen. Nick konnte sich, wie auch bei vielen Songs, kreativ austoben und hat versucht alles einzubauen, was ihm selbst an Booklets wichtig ist. Es wurden tolle Hintergrundbilder für die Seiten gestaltet, Bilder und Skizzen aus Nicks Feder eingefügt, Fotos der Bandmitglieder eingebunden, die Texte abgedruckt (es ist mir ein Rätsel wieso viele Bands gerade daran sparen) und besonders toll fand ich den Mittelteil. Über eine Doppelseite sind hier mehrere Bilder von Konzerten eingefügt. Aber nicht von der Band, sondern von dem feiernden Partyvolk. Ein Verewigen derjenigen, die Wanderreigen unterstützen und durch die sich die ganze Arbeit von Songwriting, Festivals/Konzerte und CD-Aufnahmen usw. überhaupt erst lohnt.

Auch an anderer Stelle wird mit grafischen Doppelseiten gearbeitet, für die dann teilweise auch thematisch passend die Songsreihenfolge angepasst wurde. So sieht man z.B. die Texte zu den Songs „Nordstern“ und „Die Flut“ auf 2 Seiten, während als Hintergrund ein Strand bei Nacht voller Ratten mit Blick aufs Meer und ein Schiff gewählt wurde.

Zum Ende des Booklets gibt es noch die üblichen Danksagungen und – weniger üblich – eine Seite des Sponsoren. Sponsoren? Richtig gelesen. Wanderreigen haben mit der „co.met GmbH“ einen Partner gefunden, der die Produktionskosten übernimmt und somit der Band ermöglicht die Songs mit guten Studioaufnahmen und dem oben beschriebenen Booklet zu präsentieren. Das Ganze wird dazu noch in einem Jewel-Case mit transparenten Inlay und weiteren stimmigen Bildern von Nick gekrönt. Hier bekommt man auf jedem Fall etwas für sein Geld und es ist schön zu sehen mit welcher Leidenschaft die Band an der Verwirklichung ihres Debüts werkelt.

Die Songs

Natürlich wäre es sinnlos, sich die ganze Arbeit zu machen und keine ordentlichen Songs zu haben. Auf vielen Konzerten konnte man sich aber bereits vergewissern, dass Wanderreigen hier keine Probleme haben wird. Als wir nun die Songs vorab schon mal hören durften, kann ich es – auch in der noch nicht vollendeten Fassung – in die Welt rufen: Die Songs wissen auch von CD zu gefallen!

Zu Beginn der Aufnahmen im Februar musste die Band schnell erkennen, dass man in der Zeitplanung zu optimistisch war. Die zusätzlich aufgebrachten Stunden und Tage haben aber bestimmt nicht geschadet. Stattdessen war selbst in dieser Version der Songs eine Qualität zu hören, von der andere Bands nur träumen können.

Den Anfang machte der Song „Irish“. In diesem zweiten Song, der nach dem Lied „Wanderreigen” in einer Phase der Wegfindung geschrieben wurde, sind zwei traditionelle irische Melodien in ein moderneres Gewand gesteckt und mit dem kürzesten Text des Albums versehen worden: „Vier“. Die Lösung dessen, was sich dahinter verbirgt, hatte sich ein wenig verselbstständigt. Theorien / Geständnisse, dass Benny bei den Freimaurern ist und es sich hier um einen Code handelt, lässt das Lied und das Booklet in anderem Licht erscheinen. Oder man glaubt die schnell hinterher geschobene Ausrede, dieser Text hätte sich in den Proben durch das Einzählen des Songs entwickelt: 1, 2, 3, 4 ? Naja – wer’s glaubt ;-)

Der Song „Lebenskraft“ wurde auch mit interessanten Informationen angekündigt. Zum einen ist der Song ein sehr guter Beleg dafür, dass es nicht den einen Songschreiber bei Wanderreigen gibt. Hier war z.B. Schlagzeuger Jan federführend. Zum anderen sollten hier Metalcore-Elemente mit dem Mittelalter verbunden werden. Ähm, wie bitte? Was? Wirklich nachvollziehen kann ich auch nach Hören des Songs diese Aussage nicht. Man merkt, dass Wanderreigen anders als sonstige Genrevertreter wie Schandmaul oder In Extremo mehr Nutzen aus der zweiten Gitarre zieht und dadurch der Sound stellenweise wuchtiger wirkt und oft mit sehr interessanten Solos des Leadgitarristen Sanda glänzt. Aber Metalcore ist dann doch für mich etwas anderes und meine Vorstellung davon hätte in den tollen Song auch nicht gepasst. Bei „Lebenskraft“ konnte ich auch einen ersten positiven Eindruck zum mehrstimmigen Gesang von Benny und Steffi bei den Aufnahmen gewinnen.

Der positive Eindruck bliebt auch über die folgenden Songs wie „Tanzlied“, den Titeltrack „Rum & Ratten“, den ersten Song, der in dieser Gruppe entstanden ist „Wanderreigen“ und „Spielmannsseele“ bestehen. Überall sind tolle Parts, die man beim hören mitsingen, mitwippen, mittanzen will und offenbar funktionieren die Songs wirklich auch ohne Liveshow. Besondere Aufmerksamkeit kam dem Schluss in „Rum & Ratten“ zu. Es wurde ein „Queen-Part“ angekündigt und ursprünglich sollte auch für die heutige Liveshow ein Chor auftreten um den Teil Live umzusetzen. Ja, an der Stelle will man „mamamia mamamia let me gooooo“ trällern. Klingt toll und anders, aber gerade auch wegen der schwierigen Liveumsetzung muss man zukünftig aufpassen einen gesunden Mittelweg zu finden: interessante/sehenswerte Unterschiede zwischen CD und Liveprogramm vs. Möglichkeiten der Umsetzung, damit die Stellen, an die man sich am ehesten erinnert auch im Liveprogramm auftauchen.

Ein ruhiger Song war nun an der Reihe: „Hast du mich hergeführt?“ ist nichts geringeres als die musikalische Umsetzung eines Gedichtes von Rainer Maria Rilke. Klingt prima und ist perfekt, um ein wenig Abwechslung aufs Album zu bekommen.

Mit den Songs „Die Flut“ und „Nordstern“ haben zwei Songs ihren Weg auf das Album gefunden, die durch die starke Gewichtung von Dudelsackmelodien musikalisch sehr stark an In Extremo erinnern. Zwar spielt Steffi auch bei anderen Songs Dudelsack, aber irgendetwas lässt einfach sofort an die Musikerkollegen denken. Dies soll jetzt aber keinesfalls bedeuten, dass die Songs abgekupfert klingen. Ganz im Gegenteil. Es wird weiterhin ein hohes Niveau gehalten, bevor es mit dem ive immer sehr erfolgreichen Lied „Der Schmied“ sein sehr gutes Ende findet.

Das Konzert

Nach mehr als 2 Stunden, die sich Wanderreigen für uns Zeit genommen hat (Danke! Top!) wurde durch Benny „Bitter Atonement“ angekündigt und die Feier offiziell gestartet. Ich habe schon oft über diese Band geschrieben. Anscheinend spielt sie auf allen von mir besuchten Konzerten. Trotzdem brauche ich nicht auf ältere Artikel zu verweisen. Noch fällt es mir leicht etwas zu schreiben. ;-)

Allein die Tatsache, dass die Band diesmal nur in der XS-Version spielte erleichtert mir den Einstieg. Sänger Sebbi sorgte vermutlich gerade für Chaos und Lachkrämpfe auf dem Summer Breeze Festival, während Tanja seine Parts live übernahm. Der Start geriet etwas holprig. Trotz Soundcheck startete das Intro-Sample nicht. Als es dann funktionierte, dauerte es die ersten paar Songs bis offenbar jeder auf der Bühne die folgenden Samples korrekt hörte. Beim Gesang von Tanja dauerte es meiner Meinung nach auch 2-3 Songs, bis die Stimme wuchtig wie sonst durch die Boxen kam. Aufregung bei ihr oder ungewohnte Klänge für den Tontechniker von Wanderreigen? Beides gut möglich. Über den Abend war der Sound und auch die Lichttechnik aber klasse und besonders beim Licht ist es beeindruckend, wie sehr sowas ein Konzert aufwerten kann.

Insgesamt konnte Tanja stimmlich überzeugen und den fehlenden Sänger gut vertreten. Bei den Unterhalterqualitäten leider weniger. Natürlich wurde wieder getanzt, die Welle gemacht und an der Spielfreude braucht man bei keinem der Bandmitglieder mehr zu zweifeln. Am Ende vermisste ich aber noch die Portion Wahnsinn auf der Bühne. Wer die Band aber zum ersten mal gesehen hat, dürfte auch nichts vermisst haben. Patrick war wie immer kaum zu bremsen, Svenja stimmlich beeindruckend und die anderen Mitglieder (Sven, Drums / Max, Bass / Mathias, Gitarre), deren Leistung ich bisher wohl zu selten hervorgehoben habe, sind über jeden Zweifel erhaben. Wie zu erwarten wurde das Set professionell durchgezogen und leider – wie befürchtet – ließ sich das Publikum nicht wirklich zum feiern überzeugen. Vielleicht war der Stilunterschied zwischen Progressiv Death Metal und Mittelalterrock dann doch zu groß. Denkbar wäre aber auch, dass sich die Leute noch schonten für das Wanderreigenkonzert. Immerhin habe ich im Nachhinein noch gehört, dass die Band verdienter Maßen noch einige CDs verkaufen und somit offenbar doch Zuhörer von sich überzeugen konnte.

Set

  1. Vicious Circle
  2. Meggiddo
  3. Notion of ease
  4. Forevermore
  5. Decisions
  6. Caught up in Conscience
  7. Crowned with ashes
  8. Retorture

Zugabe

  1. To my servant

Nach kurzer Umbaupause kam dann der Gastgeber. Der Raum hatte sich merklich gefüllt und alle drängten gen Bühne. Das erste „Prost Neunkirchen“ wurde noch recht schwach vom Publikum beantwortet, aber sobald die ersten Töne von „Der Schmied“ auf die Ohren trafen war die Halle am kochen. Es wurde getanzt, gesprungen, geklatscht, geschüttelt der Kopf…von 0 auf 100 in drei Tönen.


Mit dem „Tanzlied“ und „Spielmannsseele“ wurde die Euphorie vor und auf der Bühne mindestens beibehalten. Neben den vielen für den Abend geplanten Specials zwischen und während den Songs, gab es auch einen unerwarteten „Höhepunkt“: Ein Gast aus der ersten Reihe hatte einen Striptease auf der Bühne angeboten und zur allgemeinen Unterhaltung auch unter leichter Musik der Band durchgeführt.

Mit „Rum & Ratten“ aber bekam das Publikum ein besseres Special geliefert. Der Mann des Abends war spätestens ab diesem Song Rouven, denn der Rouven, der hatte Rum und der Rouven, der hatte auch (weiße Gummi-)Ratten und all das sollte an das Publikum gehen, wenn sich die Arme ordentlich in die Luft erheben und Wellen schlagen. Ohne diesen zusätzlichen Ansporn hätte das zwar bestimmt auch funktioniert, aber so war es natürlich besser.

Bevor es mit dem ruhigen „Hast du mich hergeführt?“ danach eine kleine Verschnaufpause für das Tanzvolk gab, begann Benny mit den ersten Danksagungen des Abends. Einem „Manu“ wurde gedankt, da ohne ihn das Album nicht (bald) existieren würde. Also: Danke Manu!

Nun kam wieder mehr Leben in die Bude. „Lord of the dance“ wurde seinem Namen voll und ganz gerecht und zusätzlich mit einem Interlude von „Uriah Heep – Lady in Black“ aufgemotzt. Auf den Weg in „Schlacht“ wurde man neben der Musik auch mit ein wenig Pyrotechnik geführt. Der folgende Song „Lebenskraft“ zeigte perfekt die Erfahrung und die Unterhalterqualitäten. Das Publikum wurde immer noch mehr angestachelt und bei „Wanderreigen“ gab es gar ein eigenes Zeichen für die Band: die doppelte Pommesgabel zu einem „W“ verbunden, was auch brav nachgemacht wurde.

Nach weiteren Danksagungen ging es mit „Die Flut“ und „Irish“ (während dem ein grüner Luftballon gefüllt mit den Gummiratten über das Publikum gejagt wurde bis er zerplatzte) in den Endspurt des Abends. Natürlich ließ das Publikum die Band nicht ohne Zugabe von der Bühne und was lag nach dem obligatorischen „Bombomstand“ näher als erneut nach „Rum & Ratten“ zu verlangen? Nicht nur der Song – auch Rouven wurde wieder verlangt. Aber da der Rum leer war gab es dafür um so mehr Ratten, die dem Volk entgegengeschleudert wurden. Etwas überrascht war ich dann aber doch über den Pogo der sich zum Abschluss noch entwickelte.


Als der letzte Ton verklungen war, gab es das letzte große Special: jede Eintrittskarte diente auch als Los und wem das nicht ausreichte, der konnte zusätzliche Lose kaufen. Die Gewinner freuten sich über unterschiedliche Merchandisepakete und der Platz Nr. 1 über ein eigenes Wanderreigen-Fahrrad, das – sobald fertig – persönlich übergeben wird. Komplett verrückte Idee, aber ebenso genial.

Set

  1. Schmied
  2. Tanzlied
  3. Spielmannsseele
  4. Nordstern
  5. Rum und Ratten
  6. Hast du mich hergeführt?
  7. Lord of the dance
  8. Schlacht
  9. Lebenskraft
  10. Wanderreigen
  11. Die Flut
  12. Irish

Zugabe

  1. Bombomstand
  2. Rum und Ratten

Galerie

CD Release – Myrddin

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Am 13.08.2011 durfte ich den CD Release von Myrddin begleiten. Die erste Veröffentlichung der Band sollte dort erfolgen, wo das neue Album geboren wurde: in den Räumen des Rogue Studios

Man wurde bestens mit Sekt und Laugenteilchen begrüßt – da hatte sich jemand wirklich Mühe gegeben. Ob hier das Publikum bereits besänftigt werden sollte, wenn das Album nicht den Erwartungen entspricht? ;) Das ist natürlich Unsinn. Hier wurden einfach nur Freunde und Verwandte  (und “Presse”) gut versorgt.

Vor dem Auftritt habe ich schon mal die Gelegenheit genutzt um mir die Räumlichkeiten anzuschauen. Die Rogue Studios kannte ich bisher nur durch Bilder von Powerwolfaufnahmen. Hier wurde der legendäre Speckchor für das Album “Blood of the Saints” aufgenommen. Die Räumlichkeiten haben mich, der ich mit professionellen Aufnahmen bisher eher weniger etwas zu tun hatte, absolut umgehauen. Ein großer Regieraum, 3 Akustik-Live-Räume, Küche, Bar, ein Kickertisch (legen…. es kommt gleich… dääärr!) und vieles mehr. Mal in dem Studio eine Aufnahme zu machen ist auf jeden Fall ein Grund ein wenig mit der Musik weiter zu machen – und sei es nur als professioneller Triangelspieler!

Kurze Zeit nachdem ich die erste Besichtigung beendet hatte und wieder zur Feiergesellschaft gegangen bin, versuchte die Band bereits die Gäste von Getränken und Essen los zu reißen um stattdessen das Studio zu zeigen und sich langsam schon mal vor bzw. auf der Bühne einzufinden. Ok, die Führung ist nach dem ersten Raum und ein paar einleitenden Worten irgendwie ausgefallen, aber so ging es halt schneller zur Bühne.

Bevor man das Album kaufen konnte, wurde zuerst ein “Best of” der älteren Songs gespielt.

1. Madre Deus
2. Ye Jacobites
3. Foggy Dew
4. Exile (Eigenes Stück. Text/Musik: Markus Fuchs)
5. Lough Erin Shore
6. Black is the Colour
7. Otter’s Holt
8. Bold Thady Quill
9. AnDro8
10. Txoria Txori
11. Canzonetta
12. Sally Gardens

Bei dem letzten Song handelte es sich um ein Wunschlied der Cellistin Ines Jurkutat. Für sie war dieser Auftritt leider der letzte mit Myrddin

Nach einer kurzen Pause, in der man sich wieder mit Bretzeln und Getränken stärken konnte, ging der Abend dann mit der CD-Präsentation (zu den Songs wird demnächst noch ein eigenes Review folgen) weiter:

13. AnDro Africain
14. Shiun
15. Celtic Autumn (Eigenes Stück, Musik: Parick Meyer)
16. Spancil Hill
17. Rising of the Moon
18. Sansula/Königskind (Eigenes Stück, Musik: Thomas Bohr,Parick Meyer, Text: Hermann Hesse)

Als Zugabe gab es noch den Song “Drowsy Maggie” als Dankeschön an Studiobesitzer JP, der bei dem Song “Rising of the Moon” auch selbst noch für Tamburin und Gesang auf die Bühne geholt wurde.

Ich hatte keine Ahnung was mich erwartet… und wurde ausnahmslos positiv überrascht. Der Musikstil, mit dem ich sonst eigentlich gar nichts zu tun habe, hat mich sehr beeindruckt. Die Räumlichkeiten wie schon gesagt auch. Es war einfach ein prima Abend und sobald Myrddin wieder ein Konzert spielt, werde ich mir das auch wieder anschauen. Vor allem da nach guten 2 Stunden Programm die Aussage kam, dass nur mit einem gekürzten Set gearbeitet wurde :-D

Korg Pitchblack – Stimmgerät

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Stimmgeräte gehören zu den wichtigsten Utensilien eines Musikers. Häufig sieht man Leute mit Geräten wie dem Korg – CA1 hantieren… Das heißt aber auch, dass man ständig das Kabel umstöbseln muss und das ist besonders bei Konzerten hinderlich.

Da ich endlich in der Lage sein will zwischen zwei Liedern unauffällig und ohne Aufwand zu prüfen ob die Stimmung der Saiten noch passt habe ich mir das Korg Pitchblack gekauft und bin begeistert. Auf das Gerät aufmerksam geworden bin ich durch meine Bandmitglieder, die dies ebenfalls nutzen.

Wie für solche Geräte üblich, erfolgt die Stromversogung über eine 9V Batterie oder über ein Netzteil. Ich habe mich für das Bundle bei Thomann inkl. Netzteil und Kabel entschieden, da ich nur im Notfall auf Batterien zurückgreifen möchte und das Risiko einer vergessenen oder leeren Batterie vermeiden will. (Bundle) Da solche Fragen auch immer wieder auftauchen: Ja, das Gerät verbraucht Strom, sobald ein Kabel im Input eingesteckt ist. Daher wird das Netzteil gegenüber einer Batterie um so sinnvoller und die Kabel sollten nach einer Probe entfernt werden. Andere Möglichkeit wäre noch eine Mehrfachsteckdose, die man komplett ausschalten kann…

Mit dem Fuß lässt sich das Gerät aktivieren und damit jegliches Signal an die Boxen erstmal unterdrücken. Allein das ist für Konzerte und Proben Gold wert. In den Proben kann man unruhigen Fingern bei Besprechungen mit einem Schritt auf ihr Stimmgerät wunderbar den Saft abdrehen. ;-) Der Widerstand des Schalters ist angenehm. Nicht zu fest, nicht zu leicht.

Die LED-Anzeige zum Stimmen kann nach Wunsch angepasst werden. Man hat die Wahl zwischen folgen Varianten:

  • Full Strobe-Modus
  • Half Strobe-Modus
  • Meter-Modus
  • Mirror-Modus

Die LED-Anzeige ist sehr gut auch aus Entfernungen jenseit der 1,80 m lesbar und vor allem im Dunklen gut zu erkennen.
Das Gerät macht einen sehr stabilen Eindruck. Auf Plastikteile wurde im Vergleich zu anderen Stimmgeräten verzichtet und durch die geringe Größe macht sich das daraus folgende größere Gewicht nicht sonderlich bemerkbar.

Ich habe das Gerät mit unterschiedlichen Gitarren und einem 4 Saiter-Bass mit unterschiedlichen Stimmungen (u.a. Drop-C beim Bass) gestestet. Alle Tests haben perfekt funktioniert und ich kann mich nur noch mal wiederholen: Ich bin begeistert!

Den Aufpreis zu anderen Standardstimmgeräten ist das Korg Pitchblack definitiv wert. Ich möchte das Gerät für Proben und Konzerte nicht mehr missen.

29.07.2011 – Summerhavoc, BArLU Lebach

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Nach zahlreichen Konzerten und tollen Abenden schließt das BArLU Lebach seine Pforten. Das ganze sollte natürlich noch einmal ordentlich gefeiert werden und die Getränkevorräte sollten nach diesem Wochenende möglichst aufgebraucht sein. Leider haben sich offenbar wieder viele der Musikbegeisterten auf eine der zahlreichen Gegenveranstalngen verirrt, wodurch die Feier unabsichtlich einen eher familären Charakter bekam. Diese Leute sollte sich aber alle ordentlich über ihre Entscheidung ärgern, denn es gab mal wieder prima Livemusik vor Ort.

Den Anfang machte Last Dimension. Beim ersten Song wirkte die Band noch etwas hüftsteif, aber insgesamt brachte man den gebotenen Death Metal wie gewohnt sehr unterhaltsam unters Volk. Die Drums wurden Zentimeter für Zentimeter in den Boden versenkt, die Gitarren wechselten zwischen brutalen Riffs und groovigen Parts, der Bass trieb die Songs mit beindruckender Spieltechnik und Effektboard voran und Sänger “Mucky” steigerte sich mehr und mehr in die Songs, die Texte und einen Hauch von Wahsinn hinein. Das muss auch einfach mal klar hervorgehoben werden: hier war mal ein Sänger am Werk, der auch Unterhalterqualitäten aufbringt und nicht, wie es leider so oft bei kleineren, unbekannten Bands ist, einen Eindruck zwischen nervös und gelangweilt an das Publikum vermittelt. Zum Glück wurde dies aber insgesamt von den Bands an dem Abend sehr gut umgesetzt.

Last Dimension

  • Baptized
  • Lethal
  • Mine
  • Playground
  • Devastation
  • Ode
  • Sardonic
  • Zugabe: “Blutbad-Song”

Die zweite Band des Abends waren All lies died (deren Profil seltsamer Weise nicht über die Suche bei Facebook gefunden werden kann). Sie kamen sehr kurzfristig in das Lineup, weil der Sänger von For all my Sins zwangsweise seine Zeit im Krankenhaus verbringen muss. An dieser Stelle noch gute Besserung! All lies died machte aber von Anfang an klar, dass sie musikalisch eine Band sind, die auch zur “erste Wahl” taugen.

Das Konzert begann aber denkbar schlecht: Einer der Gitarristen hatte gleich beim ersten Song eine gerissene Saite… und das bei einer Gitarre mit Floyd Rose (oder zumindest etwas ähnlichen). Die Gitarristen unter uns wissen, wie zeitaufwendig ein Saitenwechsel hier werden kann. Eine Ersatzgitarre war leider nicht vorhanden, aber eine der anderen Bands half mit einer Gitarre aus. So konnte nach leichter Verzögerung das Set fortgeführt werden.

Der Metalcore der Truppe war immer wieder mit großartigen Riffs gespickt – aber leider fehlt hier meiner Meinung nach eine stärkere eigene Note. Somit wären sie “nur” eine sehr gute Metalcore Band, wie man sie zur Zeit an vielen Orten finden kann. Aber man bekommt definitv qualitativ ordentliche Musik geboten und die Fans von Bands wie “The Sorrow” bis “Killswitch Engage” und wie sie alle heißen werden ihre Freude haben.

All lies died

  • All the things
  • Cold winds
  • Exploitation
  • Ashes of the victims
  • Fists from the shadow
  • Suffering
  • mono poly

Die nächste Band waren die Jungs und Mädels von Bitter Atonement. Bisher konnte ich alle Konzerte der Band wahrnehmen und freu mich immer wieder, sie auf oder vor der Bühne zu sehen. Diesmal wurde auch ein optisch einheitliches Auftreten getestet und hat auf jedem Fall zu einer guten Show beigetragen. Hauptteil bleiben aber – natürlich – die progressiven Songs und die unglaubliche Spielfreude. Die Instrumentalfraktion geht ordentlich bei allen Parts ab und was die 3 Personen an den Mikros an Unterhaltung darbieten ist einfach klasse. Da wird das Publikum in Aktionen mit eingebunden (“Titten… ARSCH!”, “Wie gehts euch Lebach? … F*** dich weg du Homofürst”), da tanzen die Frauen, da geht der Sänger wie ein Derwisch plötzlich ab, da wird eine Welle eingeleitet… Top ! Ok.. “true” ist daran nichts… da werden sich bestimmt Menschen finden, die das schlecht finden. Oder sie lassen sich einfach nur herrlich unterhalten. Bei diesem Konzert allerdings hatte ich oft den Eindruck, dass ungewohnt viele Fehler aufkamen. Somit war es leider kein perfekter Auftritt aber immer noch besser als viele Auftritte anderer Bands.

Bitter Atonement

  • Vicious circle
  • Meggiddo
  • Notion of ease
  • Decisions
  • Caught up in conscience
  • Forevermore
  • Crowned with ashes
  • Retourture
  • Zugabe: To my servant

Den Abschluss an diesem Abend machten Sky of Calvaria, die wie üblich eine runde Show lieferten. Die Jungs um Maximilian Bär gaben sich routiniert und trotz später Stunde nicht weniger begeistert ihrer Musik hin. Das Set war wie immer eine Mischung aus Covern und Eigenkompositionen. Folgende Songs wurden dargeboten:

Sky of Calvaria

  • Fire to the Earth
  • Demon Hunt
  • Into the Sphere’s
  • Paranoid
  • Höllensturz
  • Canis Majoris 666
  • Black Tears
  • Age of Perdition
  • Breaking the Law
  • Wrath of Triton
  • Infernal March

Trotz nicht allzu praller Besucherzahlen war der Abend sehr gelungen. Im Anschluss an die Konzerte wurde noch heftigst der Restbestand an Alkohol getilgt, was tags darauf zu durchaus ebenso heftigtem Schädelbrummen führte. Schade jedenfalls, dass das BArLU nun dicht ist. Chris war uns Bands immer ein guter Gastgeber und es gab viele richtig fette Gigs dort. Mal gespannt, was aus dem Laden wird.

Full Force Metal-Pantomine?

Das Metal Hammer Magazin hat einen Wettbewerb ins Leben gerufen… “Full Force Metal-Pantomine”

Was uns das interessiert? Der Gitarrist der saarländischen Death/Thrash-Metal Band Fragmendead hat dort dran teilgenommen um die angebotene Gitarre zu gewinnen damit demnächst die Bühnen der Welt noch mehr zerlegen werden können.

Also helfen wir auch auf diesem Weg einer saarländischen Band. :-)

 

Also votet für “Cannibal Corpse – Hammer smashed face”

http://blog.metal-hammer.de/wer-gewinnt-die-full-force-metalpantomine/

 

Wer sich auch mal anschauen will, was er da anklickt kann die hier tun:

http://www.metal-hammer.de/magazin/features/article107736/With-Full-Force-die-Videos-eurer-Metal-Pantomine-sind-online.html