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Am 12. März fand in Limbach der 3. Punkrocktresen statt und wieder gab es ein interessantes Line-up zu bestaunen.

UpJ feierten an diesem Tag ihren zweiten öffentlichen Auftritt. Den ersten hatten sie bereits drei Wochen vorher an gleicher Stelle. Die noch junge Band kredenzte einige eigene Songs, aber auch eine Reihe von Coversongs, darunter Hybrid Moments (Misfits), der Punk Rock Song (Bad Religion) und Toulousi (Pascow). Leider war ich da noch nicht anwesend. War auch nicht so Maxes Musik, deshalb hier kein Verriss, aber auch keine Lobhudelei. Man hört sich bestimmt noch öfter. Die Sticker sind schon mal locker… Achso, zwei Bläser in der Band, aber kein Ska, damit ist ein Vergleich mit Feine Sahne Fischfilet geradewegs vorprogrammiert.

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Auch Vigofly sind im Juz Limbach sicherlich keine Unbekannten. Immerhin kommt die Band aus dem beschaulichen Städtchen. Schon viel gutes über die ebenfalls noch recht junge Band gehört und seit heute kann ich damit ihren Button voller Stolz tragen. Demm die Jungs sind echt gut, eine sympathische Mischung aus Punk und Hardcore, ziemlich am schwedisch-norwegischen Schweinerock orientiert. Aber die Gruppe kann auch eigene Akzente setzen. Ab und an keilen sich die Bandmitglieder auch mal, wenn der Schlagzeuger ein anderes Lied spielt als der Rest der Band. Dem Publikum wäre es wohl nicht aufgefallen, aber der Seitenhieb blieb dann doch nicht unbemerkt. Obwohl, wahrscheinlich wäre es den Anwesenden doch aufgefallen, denn hier wurde mitgangen. Es gab Pogo, und ein paar Leute waren am Mitsingen. Definitiv ein toller Auftritt. Die Zugabe gestaltete sich etwas schweirig, wurde doch ihre übliche Zugabe Erection schon gespielt. Dann gabs eine etwas, naja, nicht ganz so gute Version von Denim Demon, meinem zweitliebsten Turbonegro-Song nach Sailor Man.

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Bronson A.D. kommen aus dem kleinen Städtchen Limburg an der Lahn und haben den weiten Weg auf sich genommen für etwas Spritgeld und ein bisschen Merchandise-Kohle. Da sie das Zeug aber spottbillig anbieten, haben sie damit sicherlich keinen großen Reibach gemacht. Dennoch motiviert auf die Bühne, ohne Setlist und teilweise etwas angetrunken. Optisch sieht die Band aus, als würde sie aus vier verschiedenen Gruppen bestehen. Da haben wir den Hippie-Bassisten, den Hardcore-Sänger, den Rock-Schlagzeuger und den metal-Gitarristen, quasi wie in einer Boygroup. Für jedes Mädel einer dabei. Moment, darf man das eigentlich so sagen? Ist das P.C.? Keine Ahnung, aber das ist eine gute Überleitung um auf den Antifa-Stand hinzuweisen, der ebenfalls an diesem Abend am Start war und einen super Anti-Rassismus-Aufkleber mit meiner erklärten zweiten Lieblingskatze (nach Lil Bub) Grumpy Cat am Start hatte. So, Werbung erledigt… Bronson A.D. sind nach eigener Aussage zu wenig Metal für ein Metal-Publikum und zu viel Metal für ein Hardcore-Publikum. Als Einflüsse kann man sicherlich Sepultura heraushören. Auch die anderen Hardcore-lastigen 90er Bands waren sicherlich ein Einfluss. Zum Metalstil passen auch die vielfältigen und vor allem abwechslungsreichen Soli. Hardcore-lastig dagegen Gesang und Auftreten, sowie die politisch-engagierten Texte. Auch wenn sie normalerweise zwischen den Stühlen stehen, an diesem Abend waren sie genau richtig. Das Publikum war jedenfalls der Band sehr zugeneigt. Es gab etwas Pogo und sogar ein Mini-Circle-Pit, dazu etwas ältere Semester, die schöne Violent-Dancing-Einlagen (naja, n bisserl Windmühlen-Boxen) zeigten. A propos ältere Semester… Krass zu sehen, wie viele Jungspunde an diesem Abend da waren. Punk lebt anscheinend in Limbeach. Toll zu sehen. Bronson A.D. traten auf jeden Fall total Arsch! Bitte kommt wieder!

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Bronson A.D.

Am Schluss gabs noch eine spontane Jam-Session mit ein paar Mitgliedern von UpJ sowie dem Schlagzeuger von Vigofly. Ein paar Coverversionen mit Trompetenbegleitung, ganz ok und ein netter Ausklang. Freue mich schon auf den nächsten Punkrocktresen.

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Relativ kurzfristig entschloss ich mich den zweiten Punkrocktresen im kleinen, aber feinen JUZ Limbach zu besuchen. Zunächst war es schwierig, die Location zu finden. ich hatte zwar eine ungefähre Ahnung, aber eine Hochzeitsgesellschaft sowie ein paar laute Kneipen verwirrten mich etwas. Aber dort sah es auch nicht asselig genug aus und dann fand ich eine Tür mit der Klingel „JUZ“, aber die war abgeschlossen. Ich wagte mich dann hinter des Haus und tatsächlich war dort eine nicht gerade kleine Punkermeute zu finden. Eintritt kostete der feine Punktresen nix und so widmete ich mich erstmal dem Konsum alkoholhaltiger Getränke (das berüchtigte eine Fahrerbier). Ich habe mir sagen lassen, das wäre in solchen Subkulturen nicht ganz üblich. Dabei erstand ich auch eine CD der Band Short Notice für eine kleine Spende. Aus den Boxen dröhnte Punkrock und es sah so aus, als würden Short Notice auch gleich loslegen wollen.

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Das tat die erst 2015 zusammengekommene Band aus St. Wendel dann auch tatsächlich. Englischsprachiger Punk irgendwo zwischen Social D und Turbonegro. Von letzter Band coverten sie dann auch brav Prince of the Rodeo. Coole Sache einerseits, das Publikum zum Mitsingen Animieren andererseits ist keine gute Idee, zumindest wenn die Reputation (noch) fehlt. Insgesamt auch etwas zu viel Rockstargepose und zu wenig Punkrock im Auftreten. Die Ansagen gingen leider etwas unter. Da sollte das Mikro am Mund bleiben… Aber gut, es geht ja in erster Linie um die Musik und die war gut. Eingängig und schnell. Die Songs könnten aber ruhig etwas länger, dafür aber rotziger sein. Es wurden noch mehr Songs gecovert, wenn ich mir die Setliste angucke,aber die habe ich nicht erkannt. bestimmt so’n moderner Kram ;-) Ansonsten eine tolle Eröffnung. Review des Demos folgt noch.

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Oi!Port sind auch noch eine relativ junge Band, aber mit einem Heizoel-Mitglied haben sie auch schon etwas ältere Recken dabei und auch vom Auftreten merkt man sofort, dass es sich um erfahrene Szenegänger handelt. Und um brillante Musiker… Das erste Demo fand ich ja soundtechnisch nicht ganz so berauschend. Dieser Abend überzeugte mich schließlich von der Band. Wer kennt schon eine Oi!-Band, die Blues-Riffs wie die guten alten Ton Steine Scherben spielt? Auch im Ska fühlt man sich wohl, wie nicht nur das Trojan Records-Shirt von Sänger Sven bewies, sondern auch das witzige Zombielied. Dabei wurde dann auch tatsächlich geskankt. Es durfte aber auch etwas schneller werden. Insgesamt ging das Publikum ganz gut mit. Die Ansagen erschienen einstudiert, erfüllten aber auch ihren Zweck. Klar stellte man sich gegen Nazis mit dem Song Ekelhaft und faul. Als besonderes Schmankerl gabs den Schleim-Keim-Klassiker In der Kneipe zur trockenen Kehle. Ansonsten gings gesellschaftskritisch mit Haben oder Sein, oder Sanduhr weiter. Aber auch dem Alkoholkonsum wurde gefrönt, so wurde das Lied Alkohol zum besten gegeben und als besondere Zugabe gab es mit In Gotha gibt’s n Laden einen weiteren Schleim-keim Klassiker. nach knapp einer Stunde Programm gings dann mit der Punkrockdisko weiter,

Fazit: Short Notice lieferten einen soliden Gig ab. Bin gespannt, wie es mit der Band weitergeht. Oi!port sind sicherlich ein wahres Live-Schmankerl. Wenn sie ihren Weg konsequent weiter gehen, kann daraus Großes entstehen.

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Black Gremlin – Rock And Raw (CD – 2015 – Retrovox Records)

„Black Gremlin klingen wie eine Mischung aus Zeke, Hellacopters und Red Fang“ wurde mir beim überreichen der CD gesagt. Und zugegebenermassen trifft das tatsächlich von hören zu hören mehr zu. Die vier Parma geben bei den sieben Songs Vollgas und erfüllen auch einige Klischees. Sehr geile Band von der man hoffentlich noch so einiges hören dürfen wird!

Produziert wurde das ganze von Labelchef Carlo Izzo. Sehr gute Arbeit auch von seiner Seite her! Bombensound!!

Star Scream – Cheap Wine! Cheap Girls! Dio Can Rock N Roll! (CD – 2013)

Selbst veröffentlicht haben Star Scream ihre CD bereits vor zwei Jahren. Bis sowas in Deutschland ankommt kann allerdings mal Zeit vergehen!
Wie der Name vermuten lässt erwartet den Hörer Glamrock, Glamrock der alten Schule um genau zu sein! Überraschungen gibt es keine, dafür jedoch massig Spielfreude! Langweilig wird es hier nicht. Gute EP!

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Wie das bei Samstags-Konzerten bei mir allgemein üblich ist, müssen auch hier wieder ein paar Bands auf der Strecke bleiben. Verpasst wurden Ampersphere, die ich aber sowieso nicht so toll finde, und leider auch meine Freunde von The Day We Fall, die anscheinend einen grandiosen Gig hingelegt haben. Freut mich für die Jungs, die doch mittlerweile zur saarländischen Underground-Elite zählen. Es waren tatsächlich einige Menschen mehr als in den vorigen Jahren in der Schulaula des Gymnasium am Steinwalds anwesend, um dem mittlerweile vierten Festival (fünften, wenn man das Akustikfestival mitzählt) beizuwohnen. Langsam scheint man sich einen Namen zu machen. Aus der Vergangenheit hat man gelernt. Keine Fußball-WM, -EM und keine sonstige Sportveranstaltung hielt die Scharen von Schülern und Schülerinnen ab, das Konzert zu besuchen. Alternativ spielte allerdings Maximilian Hecker in der Stummschen Reithalle. Gut, das betraf vermutlich vor allem mich, aber teilen kann ich mich schlecht und dem Festival am GaS fühle ich mich doch ziemlich verbunden. Zum Glück war auch der Altersdurchschnitt doch deutlich höher als in den vergangenen Jahren. Da fühlt man sich nicht so alt…

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Colaris

Colaris waren dann die erste Band, die ich mitbekommen habe. Sind auch nicht unbedingt mein Fall, finde ich doch Instrumentalmusik allgemein nicht so toll. Sie kamen aber offensichtlich extrem gut an. Und auch ich muss zugeben, mit den Lichteffekten in dieser Halle hatte die Musik des Trios aus Pirmasens doch erstaunlich viel Atmosphäre und Tiefgang. Musikalisch extrem talentiert, aber eben komplett ohne Gesang.

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Als nächstes waren dann Lacuna aus Saarbrücken an der Reihe. Nun ja, einst verheißungsvoll als Newcomer gestartet ist, unter anderem lobend im Visions erwähnt (Newcomer des Jahres und so) und mit Plattenvertrag auf dem Londoner Label Maybe Records, ist die Band seit ihrem 2005er Album Rotosphere irgendwo in der Versenkung verschwunden. Ein paar Underground-Konzerte in Saarbrücken und Umgebung. Nun ja, sagen wir mal, die Musikkarriere ist wohl irgendwie vorbei. Auch an diesem Abend hatte die Postgrunge/Indieband nicht so viel Erfolg, das Publikum auf ihre Seite zu ziehen. Die Halle leerte sich zunehmend. Unbeeindruckt setzte die Band ihr Programm fort. Handwerklich gut gemacht, aber etwas eintönig ist mein Fazit. Die besten Jahre hinter sich könnte man auch sagen. Zeit, Getränke und Essensangebot zu untersuchen. Schon fast zum Inventar gehören Saarbucks, die das Publikum mit veganen Köstlichkeiten kredenzten und auch selbst gebackenen Kuchen im Angebot hatten. Wie immer toll. Wie immer kompliziert war das Bon-/Pfand-System und auch das Bier floss eher mäßig. Am Gymnasium ist man anscheinend den Umgang mit einer Zapfanlage nicht gewöhnt. Ansonsten gabs kunterbuntes Merchandise von den anwesenden Bands und natürlich auch von GaS Goes Rock selbst. Wie letztes Jahr gab es auch eine Tombola mit gespendeten Preisen.

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A Very Sad Story

A Very Sad Story aus Bar-le-Duc in Lothringen waren dann die Überraschung des Abends. Ihr zähflüssiger Southern Heavy Sludge Rock Metal begeisterte mich dermaßen, das ich mich genötigt sah, T-Shirt und CD gleich mitgehen zu lassen. Das zähflüssige, schwere Metall wurde immer wieder durch schnelle(re) Passagen aufgelockert. Schön war es auch zu sehen, wie die jungen Menschen im Saal mitgehen. In meiner Jugend – hüstel – hätte es das wohl nicht gegeben. Wie schon bei Colaris entstand im Konzertsaal eine schön düstere, aber auch bedrohliche Atmosphäre. Sieger des Abends! Man bedankte sich auch eifrig bei allen involvierten Personen zunächst in etwas unbeholfenem Deutsch, dann auf Französisch. zumindest die Schüler sollten es verstanden haben, fängt man doch an diesem Gymnasium mit Französisch als Fremdsprache an ;-)

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Headliner des Abends waren Drone aus Celle. Ich dachte zunächst bei dem Namen an eine Drone-Doom-Band, nur die Aufschrift auf den T-Shirts 101% Sex Metal verwirrte etwas. Ja, der Vierer spielt schlicht und ergreifend Metal und zwar so ziemlich jeden Stil, der ihnen einfällt, also ThrashDeathDoomBlack, garniert mit Reminiszenzen an den 1980er Hardrock, insbesondere was die Texte angeht. Aber auch typische 80iger Jahre Riffs läuten die Lieder ein. Intellektuelle Höhenflüge konnte man nicht erwarten. Der Sänger überraschte auch nicht mit seinem Statement, zum ersten Mal in seinem Leben die Aula eines Gymnasiums von innen zu betrachten. Aber das ist wohl auch gewollt. Dafür wars musikalisch ziemlich einzigartig. Interessantes Konzept, nett verpackt. Und auch eine Wall of Death und ein bisschen Gepoge wurde dem älteren, skeptisch guckenden Publikum von der nächsten Musikfan-Generation vorgeführt. Gegen 12:00 endete die Veranstaltung pünktlich und ohne Zugabe. Dann hieß es Bons und Pfand umtauschen und ab nach Hause.

Fazit: Wieder ein gelungener Abend, der von Sandra Rupp zusammen mit ihren Schülern organisiert wurde. Ich hoffe, dass sich die Veranstaltung nun zu einer festen Institution entwickelt hat und ich noch einige Abende in dieser Location durchtanzen (hüstel) werde.

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Auf Grund akutem Zeitmangels hier nur der offizielle Pressetext:

Am 10. Oktober 2015 um 17 Uhr startet in Neunkirchen das vierte GaS goes Rock Festival!

Wie in den letzten Jahren wurde das Festival von Oberstufenschülern des Gymnasiums am Steinwald unter Anleitung ihrer Lehrerin Sandra Rupp in Eigenregie organisiert. GaS goes Rock ist ein Benefizfestival, dessen Erlös jeweils an eine jährlich wechselnde, regionale gemeinnützige Organisation gespendet wird. Meist fällt die Wahl auf ein Spendenziel zu Gunsten kranker Kinder, da dahingehend am meisten Empathie bei den Schülern vorhanden ist. Als diesjähriges Spendenziel wurde die Elterninitiative krebskranker Kinder ausgewählt.

Auch in der vierten Runde bietet das Line-Up des GaS goes Rock Festivals eine bunte Mischung aus verschiedenen Genres der Rockmusik. Mit dabei sind die Alternative-Bands Ampersphere (Zweibrücken) und Lacuna (Saarbrücken). Letztere haben sich mit ihren letzten Alben auch überregional einen Namen gemacht und dürften passionierten Konzertgängern durchaus ein Begriff sein. Daneben treten die noch recht junge Formation The Day We Fall (Melodic Hardcore, Saarbrücken) und die Post Rock Formation Colaris (Pirmasens) auf. Neben Colaris, die kürzlich ihr neuestes Studioalbum „Nexus“ veröffentlicht haben, dürften auch die französischen Sludge Metaler von A Very Sad Story (Bar-le-Duc) neue Songs ihres Zweitlingswerkes „Tools of Death“ im Gepäck haben. Den Abschluss des Abends bildet der diesjährige Headliner Drone (Celle), der das Publikum nach einer ordentlichen Portion Metal auf den Nachhauseweg entlassen wird.

Facts:
Datum: 10.10.2015
Uhrzeit: 17-24 Uhr
Ort: Fernstraße in Höhe Busbahnhof, 66538 Neunkirchen
Eintritt: 8 / 10 Euro für Schüler, 10 / 13 Euro für Erwachsene (AK / VVK), Tickets erhältlich über https://www.facebook.com/GaS-Goes-Rock-347737525283028/timeline/ oder per Email an gasgoesrock-festival@gmx.de

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Nach dem ersten, langen Tag besuchte ich erstmal die gleichzeitig stattfindende FARK. Habe dann bewusst dort auf den Saarbucks-Stand verzichtet, um hier nochmal zuschlagen zu können. Ja, diesmal schlug er sogar den Metzgerstand um mehrere Stunden. Da sieht man, wie verschieden die Geschmäcker sind. Tja, wieder wollte ich mindestens drei Bands verpassen, doch das Orga-Team hatte den Zeitplan offensichtlich nicht unter Kontrolle. So verpasste ich leider nur die von mir sehr geschätzten Forget Today, die wohl vor etwas mehr als fünf Leuten gespielt haben. Aber es war wesentlich mehr los, als am Vortag. Hoffen wir, dass etwas an Spendengeld zusammenkam.

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Mufasa Ozora

Mufasa Ozora werden von Mal zu Mal besser, je öfter ich sie live sehe. Die band hat sich jedenfalls einen Ruf als gute Liveband aufgebaut und tritt auch ungefähr überall dort auf, wo gerade eine Band fehlt. Sie hätten einen arsc…popo-tighten Gig geliefert, wenn die Anlage nicht ständig den gesit aufgegeben hätte. Bass weg, dann wieder da, Vocals weg. Sehr ärgerlich. Der Spielfreude tat dies keinen Abbruch. Nur der barfüßige Sänger predigt immer noch zu den Konvertierten. Naja, ein paar Ansagen gehen sicher klar. Zum Beispiel die Info, dass jetzt auch in Lebach ein Flüchtling attackiert wurde. Furchtbar sowas. Ich will keinen braunen Herbst mehr erleben. Schön auch die Ankündigung, die Erlöse aus dem CD-Verkauf würden ebenfalls gespendet. Bei einem Song wurde Nadine von Christmas auf die Bühne geholt und durfte etwas mitträllern. Solider Gig! Übrigens der letzte mit Gitarrist Jochen, den es nun wohl in die weite Welt hinauszieht.

There Will Be No Justice

There Will Be No Justice

Danach gab es keine Gerechtigkeit… Ach nein, There Will Be No Justice spielten auf. bei dem namen dachte ich zunächst an Metalcore, doch nein, es handelt sich hier um Social-Distortion-Klone. Die Band gab sich die allergrößte Mühe, kam aber beim Publikum nicht so richtig an. Bei mir konnten sie auch nicht so wirklich punk-ten, zu zahm die Mucke und zu offensichtlich geklaut. Schön war das Devil-In-Disguise-Cover, eins meiner liebsten Elvis-Stücke. Ansonsten würde ich sagen durchschnittlicher Gig, die PA machte glaube ich auch noch mit. Zum letzten Mal an diesem Abend.

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Saeven Sins gehören ja schon fast zu meinem Review-Standad-Programm. vielleicht schreib ich ihnen Mal ein Review zu einem konzert, wo sie gar nicht da waren und mir fällts nicht auf ;-) Die Illinger Band zählt schon lange zu meinen Live-Favoriten, hatte aber an diesem Abend wie keine weitere Band mit Soundproblemen zu kämpfen. Mal locker die Hälfte der Anlage viel aus, teilweise konnte man gar keinen Gesang hören. Nicht nur das, auch der Soundman wusste die Gruppe wohl nicht richtig einzuschätzen und verpasste ihnen einen schon fast Black-Metal-esken Sound. passte gut zum Vollmond und zur Pyrotechnik. Saeven Sins of Hell, eine Venom-Coverband präsentiert… oder so ähnlich. Ins Bockshorn ließen sich die Jungs aber nicht jagen, auch nicht dadurch, das Simon ausfiel. Enzo von Forget Today stand Spalier und übernahm die Gitarrenarbeit. zumindest, die die man ab und an hören konnte. Er performte den Gig konsequent mit einem One Less Capulet-Aufkleber, ja die saarländische Szene kennt sich. Bei einem Ausflug ins Publikum durfte er dann auch Luftgitarre spielen, denn eingestöpselt war er schon lange nicht mehr. Zeigte jedenfalls mehr Bewegung als bei seiner Hauptband vor ein paar Monaten. Ein veritabler Gastgitarrist. trotz aller technischer Unzulänglichkeiten das Highlight des Abends.

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Danach gab es eine nicht ganz unwichtige Ankündigung. Satellite Year haben das Freilichtgelände verlassen. oder so ähnlich. Wegen vorgerückter Stunde hatten die Jungs und damit der Headliner ihren Auftritt gecancelt. Wie sagt man so schön: Und Satellite Years so Mimimimimi. Naja, so wie sich der Abend entwickelte wohl nicht die allerschlechteste Entscheidung. So richtig ins Billing gepasst hätten sie wohl eh nicht. Die zweite Ankündigung: die PA war endgültig fertig, so dass die Monitore in Richtung Publikum gedreht werden mussten. Die „kurze“ Umbaupause gab dem verqueren Zeitmanagement endgültig den Rest.

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Indelicate

Irgendwann so um 23 Uhr durften dann tatsächlich Indelicate auf die Bühne. veritable Musiker und Musikerinnen, die mir persönlich etwas zu poppig sind. Sie gaben sich alle Mühe, das Publikum weiter zu unterhalten. man merkte jedoch deutlich, das vor allem hardcoreler da waren, so dass die Gruppe einen schweren Stand hatte. Die Technik stimmte, die Band kam etwas härter rüber als sonst, das kam zumindest bei mir gut an. Auch fand ich die älteren Lieder mit Wechselgesang besser als der neue Kram. Das Beatsteaks-Cover fand ich furchtbar, aber damit stehe ich wohl alleine da. ich frage mich, warum die Band in der Szene so einen hohen Stellenwert hat. Hier wurde auch fleißig das: „Wir gehen in die Knie, dann springen wir hoch“-Spielchen geübt. Rockstars eben.

Scherbenschädel

Scherbenschädel wurden dann quasi zum Headliner befördert. Wie das kam? Nun, sowas nennt man wohl Abbruch der Veranstaltung. Ging gut los bei der noch jungen Grindcore-Band, nämlich mit einem Konfettiregen. Danach ballerte die Band, bei der auch Ulfhednir von Wigrid mitspielt, sich durch einen kompromißlosen Set aus Grindcore un Powerviolence, wobei die einzelnen Songs oft durch minutenlange Boonekamp-Pausen in die Länge gezogen wurden. haben tatsächlich mehr leute vor die Bühne gezogen als Indelicate. Wtf? Naja, das lief dann so, bis irgendwann die Cops auftauchten und der Party ein Ende setzten. Damit blieben LAX 386 außen vor und durften unverrichteter Dinge heimfahren. Das tat ich dann, eine Stunde früher als gestern, auch.

Etwas dubioser Festival-Einstand mit zahlreichen organisatorischen Problemen. unter anderem natürlich die PA, wobei man dem fachkundigen Tontechniker da sicherlich keine Vorwürfe machen kann. Die ist einfach hinüber. Aber egal, auch sonst lag noch viel im Argen. Lässt sich bestimmt noch ausbauen. Weniger Bands – drinnen, zwei Bühnen – draußen/drinnen abwechselnd. Besseres Billing am Hip-Hop-Tag. Naja, Hauptsache jetzt nicht aufgeben. Augen zu und durch.

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Am 11. Oktober 2014 war es endlich wieder soweit: die dritte Ausgabe des GaS goes Rock wurde in der Aula des Steinwald-Gymnasiums ausgetragen. Ganze sieben Bands bestritten das Programm von 16 bis 24 Uhr. Der Erlös der Veranstaltung kam diesmal an die Elterninitiative krebskranker Kinder im Saarland e.V.. Leider erfolgte wie in den Jahren zuvor wieder der Getränkeausschank über ein Bon-System. Zudem gab es wohl auch Probleme mit dem Faß. das war, so viel sei vorweg genommen, auch mein einziger Kritikpunkt an der Veranstaltung. Die Organisation war top, das Catering von Saarbucks war super. Nett war auch die Tombola. Leider gewann ich keine Underground-CDs oder das begehrte The Day We Fall-T-Shirt, sondern musste mich mit zwei Außenthermometern, einem Brillenetui, einem Adventskalender in Buchform und ein paar weiteren Kleinpreisen zufrieden geben. Aber ist ja für den guten Zweck. Da machte es auch nichts, dass ich auf der Gästeliste vergessen wurde…

Monkey on Fire (320)

When We Collide, die das Festival eröffneten, habe ich leider verpasst. Tatsächlich betrat ich erst gegen Ende des Sets von Monkey on Fire die Location. Die Band sprang als Zweitplatzierte des Band-Contestes für die Ska-Band Greedy Bees ein, die leider aus privaten Gründen kurzfristig absagen mussten. Konnte mir leider keine wirkliche Meinung über die noch recht junge Band bilden, da die beiden Stücke nicht dafür ausreichten. Man musste leider konstatieren, dass der Besucherandrang nicht ganz den Erwartungen entsprochen hat. Gegen Ende des Abends füllte sich die Halle dann noch ein bisschen, aber richtig voll wurde es nicht. Lag vielleicht daran, dass die großen Namen an diesem Tag fehlten. Es ist aber wirklich schade, wenn eine solche Veranstaltung, die einen hohen Planungsaufwand erfordert und die von Schülern organisiert wurde, nicht auf höhere Resonanz stößt. Man erlebt eigentlich selten eine Veranstaltung, die so gut organisiert ist und bei denen sich die Bands sichtlich wohl fühlen.

Me in a Million (23)

Me in a Million waren danach für meine Ohren die schlimmste Band des Festivals. Eine Schande, dass sich sowas „Post-Hardcore“ nennen darf und damit in das gleiche Genre fällt wie die Götter von Fugazi. Alleine ihre Info auf der Facebook-Seite, wohlgemerkt in Englisch verfasst, sprechen Bände: ME IN A MILLION are exactly the band that stands out from the masses and unites overwhelming potential, mighty sound and perfect songs to take the post-hardcore scene by storm in 2014. With their powerful breakdowns, soulful vocals and distinctive choruses there is no mistaking why this six-piece from south-western Germany attracts a global audience. Genau, schlapper Emocore mit cleanen Vocals und schlechten Growls, ein paar Pop-Melodien und genug Geld in der Tasche, um in den USA ein mittelprächtiges Album aufzunehmen, trifft es da wohl eher. War aber auch noch nie meine Musikrichtung. Jaja, Bandschlächter mal wieder. Ich wurde auch öfter darauf angesprochen an diesem Abend. ich bin weiterhin der Ansicht, dass es keine objektiven Livereviews geben kann. Deshalb formuliere ich frei Schnauze und da wird es ab und an etwas hart. Mir geht es nicht darum, Bands zu grillen. Ich meine, die paar Leute, die diesen Bericht lesen werden, können mir zustimmen oder mich hassen. Wenn eine Band aber dermaßen Egoprobleme hat, das sie sich einen solche Selbstbeweihräucherung auf ihre Facebook-Seite klatschen muss, dann ist sie selbst schuld. Beim Publikum kam das Geschrammel aber wohl ganz gut an. Live hat die Band auch sicherlich ihre Qualitäten. Sie konnten ihr Publikum gut animieren und waren sicherlich auch die bewegungsfreudigste Band auf der Bühne. An dieser Stelle übrigens Props an den Moshpit, der wirklich bei jeder Band auflief. Eine wirklich schöne Sache und sicherlich für die Bands super!

Indelicate (71)

Indelicate aus Völklingen war die nächste Band und zum ersten (und auch letzten) Mal betraten zwei Damen die Bühne. Pinky, leicht erkennbar an ihren „pinken“ Haaren und Gitarristin Anuschka teilten sich die Vocals. Wobei Hauptsängerin Pinky ganz klar den Job als Frontröhre an sich reißt und mit ihren Ansagen das Publikum ganz gut zu unterhalten weiß. Punkrock mit Rockanleihen gab es auf die Ohren. Schönes, gut durchdachtes Songmaterial. Ausgerechnet die Vocals von Pinky sind mir aber zu Rockröhren-mäßig. Aber das ist eine reine Geschmacksfrage, die Band kommt jedenfalls ziemlich professionell rüber. Der Wechselgesang ist sicherlich ein gutes Markenzeichen, alleine etwas rotziger dürfte es meiner Ansicht nach schon sein. Am Besten kam der Song F*ck You an, bei dem auch kräftig mitgesungen werden durfte. Schulaula? Egal! Kunst darf vieles. Den Gig beendete Indelicate mit dem Beatsteaks-Cover Let Me In, bei dem die Band das Publikum aufforderte in die Hocke zu gehen und in Beatsteaks-Manier danach komplett auszurasten. Seis drum, Beatsteaks waren schon immer eine beschissen überbewertete Band. Mir gefiel das eigene Songmaterial jedenfalls wesentlich besser. Normalerweise covern Indelicate wohl auch nicht, so sei es ihnen verziehen.

Stereo Dynamite (8)

Stereo Dynamite aus Freiburg standen als nächstes auf der Bühne. Mit ein paar Line-up-Problemen hatte die hardcore-Punk-Band zu kämpfen, denn ihr Bassist fehlte wegen einer Handverletzung und musste ersetzt werden. Das Aushilfsbasser Hanni erledigte aber einen sehr guten Job. Musikalisch handelt es sich laut Facebook-Info um Hardcore. Kann ich nicht ganz nachvollziehen, eher würde ich die Mucke als melodischen Punkrock (nicht: Melody-Core) beschreiben oder man nimmt Post-hardcore als Kategorie, weiß nicht. Sicherlich bis dahin die beste Band. Los ging es mit einem 1980er-Jahre-Intro The Heat Is On, falls das noch jemand kennt. Danach folgten dann Stücke von ihrer kostenlos erhältlichen EP (>>>>hier downloaden<<<<) und ihrem demnächst erscheinenden Debütalbum. DIY-Punk ohne Starallüren. gegen Ende des Gigs kam es sogar zu einer niedlichen version der Wall-Of-Death, an der sich auch die Sängerinnen von Indelicate beteiligten (siehe Fotos unten). Toller Auftritt! Anschließend verschenkten sie am Merch-Stand noch einige Print-Exemplare ihrer EP.

Johnboy (12)

Auf Johnboy hatte ich mich sehr gefreut. Doch der Auftritt des Trios stand unter keinem guten Stern. Sänger und Gitarrist Dom war stark erkältet und eröffnete gleich zu beginn, dass er nicht wisse, ob er den Auftritt wie geplant absolvieren könne. Sie hätten aber unter keinen Umständen absagen mögen. Und so ging es dann auch erstmal los und zunächst schien es auch gar nicht groß aufzufallen, doch spätestens ab dem dritten Lied bemerkte man die Schweißperlen auf der Stirn und auch die Stimme nahm gelegentlich einen Motörhead-knarzigen Klang an, der aber ausnahmsweise wohl nicht gewollt war. Fieberhaft suchte man Songs zusammen, die man spielen konnte, ohne dass man Doms Stimme zu arg strapazierte. Tatsächlich ertönte der Heavy-Rock dann auch noch eine ganze Stunde. Für das Publikum und auch für die Band zwar sehr unterhaltsam, aber leider auch nicht unbedingt gesundheitsfördernd. Ich muss sagen, ich fand den Auftritt ziemlich gut, bin sowieso ein großer Johnboy-Freund. Ich denke auch, dass die meisten gar nichts bemerkt hätten, wenn Dom nicht immer wieder betont hätte, wie dreckig es ihm geht. Klar, natürlich merkte man, das etwas nicht stimmt. Aber wer nicht so ganz mit dem Material des Trios vertraut ist, weiß ja auch nicht, wie sich der Gesang normalerweise anhört. Rein musikalisch gab es keine Aussetzer, dafür ist die Band Profi genug. Der Auftritt war für das Publikum sicherlich sehr unterhaltsam, sogar ein paar Zugaben durfte Johnboy noch spielen. Vielleicht hätte die Band aber den Auftritt doch besser abgesagt, schließlich kann sowas auch übel ausgehen. Ich war jedenfalls ganz froh, dass mich Dom beim T-Shirt-Kauf nicht noch angesteckt hat…

Steak number Eight (44)

Was danach kam, war schlicht unfassbar. Steak Number Eight bliesen mich mit ihrem scheppernden, monotonen, aber auch atmosphärischen Doom-Sludge-schlag-mich-möglichst-langsam-tot-Sound einfach weg. Die Bühne war in dichten Nebel gehüllt, das Kreischen des Sängers peitschte nach vorne. Fast schon angsteinflößende Atmosphäre durchstrich die Aula und wer sich fragte, ob bei Indelicate die Songzeile „Fuck You“ im Schulkontext angebracht war, wird wohl hier nur noch mit dem kopf schütteln. Das taten dann auch einige Leute bereitwillig, wenn jedoch auch eher im positiven, also headbangenden Sinne. Drei Alben hat die noch recht junge Band bisher auf die Menschheit losgelassen. Drei Alben, die es offensichtlich in sich haben. Eine erstaunliche Band, sehen die Musiker doch gerade mal aus, als seien sie vor kurzem erst der Pubertät entsprungen. Zusammen mit StereoDynamite das Highlight des Abends. Rund eine Stunde musizierte die Kapelle, bevor eine Feedbackorgie den Auftritt und damit auch das Festival beendete. Zugaben gab es keine.

Fazit: Ein wunderbares Festival, top organisiert, gut durchgeführt, mit interessanten Bands und frischen Ideen. Leider weniger Besucher als letztes Jahr, aber ich hoffe, das schreckt die Organisatorin nicht ab. Ich freue mich jedenfalls schon auf das nächste Jahr!

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the Dwarves – the Dwarves invented Rock n‘ Roll (Recess Records/greedy Records – CD/LP – 2014)

The Dwarves invented Rock n‘ Roll! Bescheiden wie eh und je ist die amerikanische Kapelle zurück.
Mit 14 Songs wird wieder gezeigt was man kann. Titel wie „Hate Rock“, „Sluts of the USA“, „Kings of the world“ oder „Gentleman Blag“ bringen schon beim lesen der Tracklist ein lächeln ins Gesicht. Im Endeffekt klingt diese Scheibe ähnlich wie die letzten 3 Vorgänger: melodisch, fröhlich und lyrisch auch sehr lustig. Bei den ersten Songs wird jedoch verhältnismässig viel geschrien.
Richtig gutes Album der Kapelle um u.a. Blag the Ripper, the eho can not be named, Rex Everything (aka Nicke Olivieri / Ex-Kyuss, Queens of the Stone Age, Mondo Generator). Sehr empfehlenswert!!

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Um Die Bilanz zu beschreiben, braucht man eigentlich nur ihren Song „Was ist eigentlich dieses Punk?“

Hab kein Iro, kein Tattoo!
Alle Zähne noch dazu!
Meine Haare sind nicht bunt
Und ich hab nicht mal nen Hund
Ich seh aus wie mein Opa
Trage fettig glattes Haar
Alten Scheiß im Plattenschrank… Rock’n’Roll
Doch im Kopf bin ich Punk!

Ja, das ist glaube ich auch passenderweise die Quintessenz ihrer Musik: flott gespielter Rock ’n‘ Roll mit einem Schuss Punk. Insbesondere der 50er Rock’n’Roll und der 80er Rockabilly standen Pate. Wirklich punkig wird es selten. Dafür sind die Texte witzig gehalten. Eine Ode an das Nikotin, eines an die Frisur (Frisurkult). Dazu noch das obligatorische Sauflied Teufelsschnaps und eine Ode ans kiffen darf auch nicht fehlen (Freie Genüsse). Mit Schnorrpunkern will man jedoch nix zu tun haben, denn „zum Widerstand brauchst du Verstand!“. Ein paar hörenswerte Coverversionen gibt es auch. Zum einen Hundsgemein von Ideal und das alte Volkslied Auf einem Baum ein Kuckuck. Musikalisch schon recht außergewöhnlich. Man erinnert sich gelegentlich ein bisschen an die Rockabilly Mafia, doch Die Bilanz klingt schon etwas moderner. Manchmal wird allerdings die Grenze zum Fremdschämen etwas überschritten, die Texte sind sicherlich nicht immer die Offenbarung. Dafür immer eingängig und direkt mitsingbar. Auch Ohrwurmcharakter kann man der Band attestieren.

Das Album gibts über Bandcamp oder als LP über das DIY-Label Antikörper Export (die haben nur leider noch bis zum 1. September Urlaub).

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The Boys – Punk Rock Menopause (Wolverine Records – CD/LP – 2014)

The Boys sind in Deutschland den meisten wahrscheinlich durch Die Toten Hosen bekannt, welche „First Time“ und „Brickfield Nights“ gecovert haben. Auch Drummer Von Ritchie war einst Teil der Band. Dieser ist auf der Platte jedoch nicht vertreten, genausowenig wie Duncan Reid, welcher derzeit selbst solo am Touren ist!

Eine der ersten britischen Punkbands, welche neben London SS (pre-the Damned), Sex Pistols oder The Clash die erste Punkwelle prägten. Ihr letztes Album vor „Punk Rock Menopause“ wurde 1981 eröffentlicht. Wahrscheins waren die meisten der Leser hier zu der Zeit noch flüssig! Der Titeltrack „Punk Rock Menopause“ (zu deutsch: Punkrock Wechseljahre) schleppt erstmal vor sich hin, ebenso sind auch ein paar weiter Songs etwas lahm. Doch der Großteil der Songs knüpft an die alten Zeiten an! Schöner Bubblegum-Punk in mittlerem Tempo, genau so wie er sein soll! Eine kurze Reise in die Vergangenheit wird hier geboten!

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The Smoke Kings – Rock Sweat And Beers (Cardsleeve CD)

Irgendwo zwischen the Peepshows und Supersuckers liegen The Smoke Kings aus Lebach. Die vier Lebacher spielen geschmeidigen, guten Rock & Roll! Zwölf Songs liefert die Band auf ihrem Debut ab!
Ich weis nicht ob die CD als Demo oder Album geplant ist/war, jedoch würde eine bessere Aufnahme der Band nicht schaden. Die Scheibe ist absolut nicht unhörbar, jedoch steht und fällt eine gute Platte mit der Aufnahme da gerade das das Augenmerk eines Tonträgers ist! Für eine Eigenproduktion klingt es allerdings noch gut!
Live spielt die Band ihre Songs auch etwas schneller was den Liedern sehr gut steht!
Ganz gut gelungenes Debut! Ich hoffe in Zukunft weitere Tonträger von den Smoke Kings hören zu dürfen!

 

http://www.youtube.com/channel/UCuti0CA204TYJU3lyo9tgMg

PETER PAN SPEEDROCK - Buckle Up And Shove It

Peter Pan Speedrock – Buckle Up And Shove It (CD/LP – 2014 – Steamhammer/SPV)

Peter Pan Speedrock, ja die gibts noch! Und ein neues Album gibt es auch!
13 Songs haben die Niederländer hier veröffenticht! Es geht direkt sehr stark los mit dem Song „Get You High“! Leider lässt das Album auch entsprechend schnell wieder nach. Bereits der zweite Song wird in mittlerem Tempo gespielt, mehr Hardrock als Speedrock.
Nach mehreren Höhen und Tiefen kommt irgendwann ein enorm einfallsloses Cover: New Rose von the Damned. Der Song ist super, aber in den letzten Jahren habe ich u.a. schon Versionen von Bloodlights und Turbonegro gehört die wesentlich besser und energiegeladener waren…
Desweiteren scheint Peter eine Freude an längeren Gitarrensoli gefunden zu haben was die Songs leider unnötig in die länge zieht. Peter Pan Speedrock waren einst noch bekannt für schnelle kurze Songs die mitten auf die Fresse gehen, übrig ist ein Trio mit gelangweilten Songideen die recht müde wirken! Selten bleibt ein Lied unter drei Minuten…
Wer die Band noch nicht kennt sollte lieber zu Lucky Bastards, Premium Quality – serve loud oder Spread Eagle greifen!

 

http://www.peterpanspeedrock.nl/

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Alles neu macht der… März oder 2014. Nach dem Akustikfestival als Neuerung beim GaS Goes Rock gibt es dieses Jahr noch ein weiteres Novum: am 10. Mai 2014 soll ein Bandcontest im JUZ Neunkirchen erfolgen, in deren Verlauf der glückliche, von einer Jury und vom Publikum bestimmte, Gewinner einen Auftritt auf dem GaS Goes Rock gewinnt. Es gibt zudem noch zwei weitere Preise:

2. Preis: Auftritt bei der GaS goes Rock Warm-Up Show am 06. September 2014
3. Preis: Professionelles Band-Fotoshooting

Die Voraussetzungen sind eigentlich ganz einfach:

  • Die Band sollte Rockmusik machen.
  • Die Band hat ein mindestens 30-minütiges Set, bestehend aus nur eigenen Songs.
  • Die Band hat noch nicht bei einer Ausgabe des GaS goes Rock gespielt.

Bewerbung:

  • Bandfoto
  • Kurze Vorstellung der Band und ihrer Musik
  • Mindestens zwei Songs oder Links zu Hörproben im Internet
  •  Kurzbeschreibung über Diskographie (wenn vorhanden) und Bühnenerfahrung der Band
  •  Links zu Internetseiten der Band.

Dürfte wohl machbar sein. Das Ganze geht dann bis zum 23. März, 24 Uhr an gasgoesrock-festival@gmx.de.

Genaueres findet ihr unter diesem Link.

Allen teilnehmenden Bands viel Erfolg! Wer will kann sich ja auch mal hier melden.

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1512531_398888306912082_1883342129_nRegelmäßigen Lesern des Blogs wird nicht entgangen sein, dass der werte Gripweed eine Vorliebe für das GaS-Goes-Rock-Festival hat, das als Schulprojekt Schülern die Gelegenheit gibt, ein Festival zu veranstalten und so einen Einblick in das Eventmanagement zu bekommen. Zugleich werden sie mit moderner (Underground-)Musik konfrontiert und lernen viel über das Musikbusiness. Die erlöse kommen karitativen Zwecken zu Gute. Leider musste ich krankheitsbedingt auf einen Besuch des am 25. Januar stattgefundenen Akustikfestivals mit Unchained, Myrddin, Surrender the Crown und Hurrican Box verzichten. Um die Sache aber dennoch zu unterstützen, habe ich ein Interview an Land gezogen. Rede und Antwort standen Organisatorin Sandra Rupp sowie die beiden Schülerinnen Anna, Teilnehmer der AG, Klassenstufe 9 und Barbara, Schülerin des Seminarfaches, Klassenstufe 11. Die Fotos zum Artikel stammen ebenfalls von einem Schüler, namentlich Simon Stenger, Klassenstufe 11 (Homepage). Sehr professionell und auch besser als meine ;-)

So genug der Vorrede, viel Spaß mit dem Interview!

Das Gas Goes Rock findet dieses Jahr zweimal statt, einmal als Akustikfestival, einmal als Rockfestival. Wieso nicht wieder ein Termin im Mai? Angst vor dem Fußball?

Sandra: Dieses Jahr kann das GaS goes Rock Festival aus schulischen Gründen nicht im Mai stattfinden. Ein Grund hierfür ist, dass die Abiturprüfungen bis Mitte Mai andauern und in dieser Zeit unsere Schulaula für die schriftlichen Prüfungen gesperrt ist. Und in der Tat wäre das einzige freie Wochenende im Mai der Samstag des Pokalendspiels gewesen – und dieser Fehler unterläuft einem als Veranstalter nur einmal! Hinzu kommt, dass es in den Monaten Mai bis Juli noch weitere terminliche Engpässe gab, da unsere Schule dieses Jahr 150-jähriges Jubiläum feiert und dies durch diverse schulische Aktivitäten vorzugsweise an den Wochenenden zelebriert. Also alles in allem eher ungünstige Voraussetzungen, vor allem da die Veranstaltung ja auch nicht ohne den Einsatz vieler Schüler, Lehrer und Eltern als Helfer möglich ist.
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Wieso ein Akusikfestival?

Sandra: Aufgrund der sich alljährlich wiederholenden Problematik der Terminfindung im Monat Mai (und eben ganz besonders im laufenden Schuljahr) haben wir zusammen mit der Schulleitung beschlossen, das Festival generell auf den Anfang des Schuljahres, nämlich in den Oktober, zu verlegen.

Allerdings hätte demnach im Schuljahr 2013/14 überhaupt kein GaS goes Rock Festival statt gefunden, da ja der Oktober 2014 bereits im Schuljahr 2014/15 liegt. Gerade im Hinblick auf die doch sehr motivierten Mittelstufenschüler der AG fand ich dies allerdings sehr schade, da eine AG ja nur für ein Schuljahr lang gewählt wird. Und eine AG GaS goes Rock anzubieten, ohne dass es das Festival in dem Schuljahr gibt, wäre für die Schüler eher demotivierend ge-wesen.
Daher kam die Idee auf, ein kleineres Festival zu veranstalten, kürzer, in etwas anderem Rahmen und als Akustikfestival. Und in dieser Atmosphäre schien mir eine offizielle Spendenübergabe des zuvor erwirtschafteten Geldes auch sehr passend. Ansonsten hätten wir die Spende auch bereits früher übergeben, aber der Rahmen passte meiner Meinung nach einfach.

Sponsorensuche ist bestimmt ein harter Kampf. Wen konntet ihr diesmal gewinnen?

Sandra: Die Sponsorensuche ist in der Tat immer der härteste Kampf und fällt auch mir per-sönlich immer am schwersten, da man ja eher ungern andere um Spenden anbettelt. Aller-dings haben in den letzten Jahren sehr motivierte SchülerInnen und auch Eltern uns bei der Sponsorensuche erfolgreich unterstützt.

Allerdings haben wir, was das Akustikfestival angeht, alles komplett selbst finanziert (z.B. durch Kuchenaktionen und unsere Unterstufenparties) und eben die Einnahmen des Abends selbst einkalkuliert, was zum Glück auch gut funktioniert hat. Wir haben ja versucht, alles kleiner und dadurch auch die Kosten niedriger zu halten.

Allerdings möchte ich an dieser Stelle auch auf unseren Shirt-Sponsor FriMa Marketing hinweisen, der unsere gesamte Crew nun schon zum zweiten Mal mit Shirts versorgt! Vielen Dank auch dieses Jahr wieder dafür!

Die Sponsorensuche für das nächste große Festival läuft jetzt eigentlich erst an.

In letzter Minute sprang beim Akustikfestival der Caterer ab. Was war passiert und wie konntet ihr so schnell Ersatz finden?

Sandra: Wir hatten eigentlich seit mehreren Wochen eine Zusage von der Metzgerei, die auch beim letzten Festival einen Stand bei uns hatte, und auch in der Woche zuvor bestätigte der Herr mir am Telefon noch einmal, dass ich mir keine Sorgen machen müsse, sie würden einen Stand mit drei vegetarischen und nicht vegetarischen Gerichten machen.

Gut, dass ich allerdings drei Tage vor dem Festival doch noch einmal sicher gehen wollte und kurz entschlossen zum Telefonhörer griff, um zu erfahren, dass nun doch kein Personal verfügbar sei! Allerdings würde man mir anbieten, die Speisen an uns zu verkaufen, damit wir selbst einen Stand machen. Natürlich ist das nicht so einfach, da ein schulischer Veranstalter nicht einfach selbst Speisen vertreiben darf, sondern dies wie überall vom Gesundheitsamt genehmigt werden muss. Nicht umsonst lege ich die Versorgung unserer Gäste immer in die Hand externer Anbieter.
Die Absprachen mit dem Gesundheitsamt und das Auftreiben eines Ersatzes so kurz vor der Veranstaltung waren natürlich ein Ding der Unmöglichkeit. Allerdings hatte ich die rettende Idee, über einen Bekannten (DANKE nochmals an dieser Stelle!!) „Saarbucks – Vegans for animals“ zu kontaktieren. Und da au