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2. Punkrocktresen Limbach: Oi!Port und Short Notice am 12.12.2015 im JUZ Limbach

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Relativ kurzfristig entschloss ich mich den zweiten Punkrocktresen im kleinen, aber feinen JUZ Limbach zu besuchen. Zunächst war es schwierig, die Location zu finden. ich hatte zwar eine ungefähre Ahnung, aber eine Hochzeitsgesellschaft sowie ein paar laute Kneipen verwirrten mich etwas. Aber dort sah es auch nicht asselig genug aus und dann fand ich eine Tür mit der Klingel “JUZ”, aber die war abgeschlossen. Ich wagte mich dann hinter des Haus und tatsächlich war dort eine nicht gerade kleine Punkermeute zu finden. Eintritt kostete der feine Punktresen nix und so widmete ich mich erstmal dem Konsum alkoholhaltiger Getränke (das berüchtigte eine Fahrerbier). Ich habe mir sagen lassen, das wäre in solchen Subkulturen nicht ganz üblich. Dabei erstand ich auch eine CD der Band Short Notice für eine kleine Spende. Aus den Boxen dröhnte Punkrock und es sah so aus, als würden Short Notice auch gleich loslegen wollen.

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Das tat die erst 2015 zusammengekommene Band aus St. Wendel dann auch tatsächlich. Englischsprachiger Punk irgendwo zwischen Social D und Turbonegro. Von letzter Band coverten sie dann auch brav Prince of the Rodeo. Coole Sache einerseits, das Publikum zum Mitsingen Animieren andererseits ist keine gute Idee, zumindest wenn die Reputation (noch) fehlt. Insgesamt auch etwas zu viel Rockstargepose und zu wenig Punkrock im Auftreten. Die Ansagen gingen leider etwas unter. Da sollte das Mikro am Mund bleiben… Aber gut, es geht ja in erster Linie um die Musik und die war gut. Eingängig und schnell. Die Songs könnten aber ruhig etwas länger, dafür aber rotziger sein. Es wurden noch mehr Songs gecovert, wenn ich mir die Setliste angucke,aber die habe ich nicht erkannt. bestimmt so’n moderner Kram ;-) Ansonsten eine tolle Eröffnung. Review des Demos folgt noch.

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Oi!Port sind auch noch eine relativ junge Band, aber mit einem Heizoel-Mitglied haben sie auch schon etwas ältere Recken dabei und auch vom Auftreten merkt man sofort, dass es sich um erfahrene Szenegänger handelt. Und um brillante Musiker… Das erste Demo fand ich ja soundtechnisch nicht ganz so berauschend. Dieser Abend überzeugte mich schließlich von der Band. Wer kennt schon eine Oi!-Band, die Blues-Riffs wie die guten alten Ton Steine Scherben spielt? Auch im Ska fühlt man sich wohl, wie nicht nur das Trojan Records-Shirt von Sänger Sven bewies, sondern auch das witzige Zombielied. Dabei wurde dann auch tatsächlich geskankt. Es durfte aber auch etwas schneller werden. Insgesamt ging das Publikum ganz gut mit. Die Ansagen erschienen einstudiert, erfüllten aber auch ihren Zweck. Klar stellte man sich gegen Nazis mit dem Song Ekelhaft und faul. Als besonderes Schmankerl gabs den Schleim-Keim-Klassiker In der Kneipe zur trockenen Kehle. Ansonsten gings gesellschaftskritisch mit Haben oder Sein, oder Sanduhr weiter. Aber auch dem Alkoholkonsum wurde gefrönt, so wurde das Lied Alkohol zum besten gegeben und als besondere Zugabe gab es mit In Gotha gibt’s n Laden einen weiteren Schleim-keim Klassiker. nach knapp einer Stunde Programm gings dann mit der Punkrockdisko weiter,

Fazit: Short Notice lieferten einen soliden Gig ab. Bin gespannt, wie es mit der Band weitergeht. Oi!port sind sicherlich ein wahres Live-Schmankerl. Wenn sie ihren Weg konsequent weiter gehen, kann daraus Großes entstehen.

Review: Black Gremlin – Rock And Raw

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Black Gremlin – Rock And Raw (CD – 2015 – Retrovox Records)

“Black Gremlin klingen wie eine Mischung aus Zeke, Hellacopters und Red Fang” wurde mir beim überreichen der CD gesagt. Und zugegebenermassen trifft das tatsächlich von hören zu hören mehr zu. Die vier Parma geben bei den sieben Songs Vollgas und erfüllen auch einige Klischees. Sehr geile Band von der man hoffentlich noch so einiges hören dürfen wird!

Produziert wurde das ganze von Labelchef Carlo Izzo. Sehr gute Arbeit auch von seiner Seite her! Bombensound!!

Review: Star Scream – Cheap Wine! Cheap Girls! Dio Can Rock N Roll!

Star Scream – Cheap Wine! Cheap Girls! Dio Can Rock N Roll! (CD – 2013)

Selbst veröffentlicht haben Star Scream ihre CD bereits vor zwei Jahren. Bis sowas in Deutschland ankommt kann allerdings mal Zeit vergehen!
Wie der Name vermuten lässt erwartet den Hörer Glamrock, Glamrock der alten Schule um genau zu sein! Überraschungen gibt es keine, dafür jedoch massig Spielfreude! Langweilig wird es hier nicht. Gute EP!

GaS Goes Rock 2015 am 10. Oktober 2015 in Neunkirchen

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Wie das bei Samstags-Konzerten bei mir allgemein üblich ist, müssen auch hier wieder ein paar Bands auf der Strecke bleiben. Verpasst wurden Ampersphere, die ich aber sowieso nicht so toll finde, und leider auch meine Freunde von The Day We Fall, die anscheinend einen grandiosen Gig hingelegt haben. Freut mich für die Jungs, die doch mittlerweile zur saarländischen Underground-Elite zählen. Es waren tatsächlich einige Menschen mehr als in den vorigen Jahren in der Schulaula des Gymnasium am Steinwalds anwesend, um dem mittlerweile vierten Festival (fünften, wenn man das Akustikfestival mitzählt) beizuwohnen. Langsam scheint man sich einen Namen zu machen. Aus der Vergangenheit hat man gelernt. Keine Fußball-WM, -EM und keine sonstige Sportveranstaltung hielt die Scharen von Schülern und Schülerinnen ab, das Konzert zu besuchen. Alternativ spielte allerdings Maximilian Hecker in der Stummschen Reithalle. Gut, das betraf vermutlich vor allem mich, aber teilen kann ich mich schlecht und dem Festival am GaS fühle ich mich doch ziemlich verbunden. Zum Glück war auch der Altersdurchschnitt doch deutlich höher als in den vergangenen Jahren. Da fühlt man sich nicht so alt…

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Colaris

Colaris waren dann die erste Band, die ich mitbekommen habe. Sind auch nicht unbedingt mein Fall, finde ich doch Instrumentalmusik allgemein nicht so toll. Sie kamen aber offensichtlich extrem gut an. Und auch ich muss zugeben, mit den Lichteffekten in dieser Halle hatte die Musik des Trios aus Pirmasens doch erstaunlich viel Atmosphäre und Tiefgang. Musikalisch extrem talentiert, aber eben komplett ohne Gesang.

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Als nächstes waren dann Lacuna aus Saarbrücken an der Reihe. Nun ja, einst verheißungsvoll als Newcomer gestartet ist, unter anderem lobend im Visions erwähnt (Newcomer des Jahres und so) und mit Plattenvertrag auf dem Londoner Label Maybe Records, ist die Band seit ihrem 2005er Album Rotosphere irgendwo in der Versenkung verschwunden. Ein paar Underground-Konzerte in Saarbrücken und Umgebung. Nun ja, sagen wir mal, die Musikkarriere ist wohl irgendwie vorbei. Auch an diesem Abend hatte die Postgrunge/Indieband nicht so viel Erfolg, das Publikum auf ihre Seite zu ziehen. Die Halle leerte sich zunehmend. Unbeeindruckt setzte die Band ihr Programm fort. Handwerklich gut gemacht, aber etwas eintönig ist mein Fazit. Die besten Jahre hinter sich könnte man auch sagen. Zeit, Getränke und Essensangebot zu untersuchen. Schon fast zum Inventar gehören Saarbucks, die das Publikum mit veganen Köstlichkeiten kredenzten und auch selbst gebackenen Kuchen im Angebot hatten. Wie immer toll. Wie immer kompliziert war das Bon-/Pfand-System und auch das Bier floss eher mäßig. Am Gymnasium ist man anscheinend den Umgang mit einer Zapfanlage nicht gewöhnt. Ansonsten gabs kunterbuntes Merchandise von den anwesenden Bands und natürlich auch von GaS Goes Rock selbst. Wie letztes Jahr gab es auch eine Tombola mit gespendeten Preisen.

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A Very Sad Story

A Very Sad Story aus Bar-le-Duc in Lothringen waren dann die Überraschung des Abends. Ihr zähflüssiger Southern Heavy Sludge Rock Metal begeisterte mich dermaßen, das ich mich genötigt sah, T-Shirt und CD gleich mitgehen zu lassen. Das zähflüssige, schwere Metall wurde immer wieder durch schnelle(re) Passagen aufgelockert. Schön war es auch zu sehen, wie die jungen Menschen im Saal mitgehen. In meiner Jugend – hüstel – hätte es das wohl nicht gegeben. Wie schon bei Colaris entstand im Konzertsaal eine schön düstere, aber auch bedrohliche Atmosphäre. Sieger des Abends! Man bedankte sich auch eifrig bei allen involvierten Personen zunächst in etwas unbeholfenem Deutsch, dann auf Französisch. zumindest die Schüler sollten es verstanden haben, fängt man doch an diesem Gymnasium mit Französisch als Fremdsprache an ;-)

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Headliner des Abends waren Drone aus Celle. Ich dachte zunächst bei dem Namen an eine Drone-Doom-Band, nur die Aufschrift auf den T-Shirts 101% Sex Metal verwirrte etwas. Ja, der Vierer spielt schlicht und ergreifend Metal und zwar so ziemlich jeden Stil, der ihnen einfällt, also ThrashDeathDoomBlack, garniert mit Reminiszenzen an den 1980er Hardrock, insbesondere was die Texte angeht. Aber auch typische 80iger Jahre Riffs läuten die Lieder ein. Intellektuelle Höhenflüge konnte man nicht erwarten. Der Sänger überraschte auch nicht mit seinem Statement, zum ersten Mal in seinem Leben die Aula eines Gymnasiums von innen zu betrachten. Aber das ist wohl auch gewollt. Dafür wars musikalisch ziemlich einzigartig. Interessantes Konzept, nett verpackt. Und auch eine Wall of Death und ein bisschen Gepoge wurde dem älteren, skeptisch guckenden Publikum von der nächsten Musikfan-Generation vorgeführt. Gegen 12:00 endete die Veranstaltung pünktlich und ohne Zugabe. Dann hieß es Bons und Pfand umtauschen und ab nach Hause.

Fazit: Wieder ein gelungener Abend, der von Sandra Rupp zusammen mit ihren Schülern organisiert wurde. Ich hoffe, dass sich die Veranstaltung nun zu einer festen Institution entwickelt hat und ich noch einige Abende in dieser Location durchtanzen (hüstel) werde.

Termin: GaS Goes Rock am 10. Oktober 2015 in Neunkirchen

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Auf Grund akutem Zeitmangels hier nur der offizielle Pressetext:

Am 10. Oktober 2015 um 17 Uhr startet in Neunkirchen das vierte GaS goes Rock Festival!

Wie in den letzten Jahren wurde das Festival von Oberstufenschülern des Gymnasiums am Steinwald unter Anleitung ihrer Lehrerin Sandra Rupp in Eigenregie organisiert. GaS goes Rock ist ein Benefizfestival, dessen Erlös jeweils an eine jährlich wechselnde, regionale gemeinnützige Organisation gespendet wird. Meist fällt die Wahl auf ein Spendenziel zu Gunsten kranker Kinder, da dahingehend am meisten Empathie bei den Schülern vorhanden ist. Als diesjähriges Spendenziel wurde die Elterninitiative krebskranker Kinder ausgewählt.

Auch in der vierten Runde bietet das Line-Up des GaS goes Rock Festivals eine bunte Mischung aus verschiedenen Genres der Rockmusik. Mit dabei sind die Alternative-Bands Ampersphere (Zweibrücken) und Lacuna (Saarbrücken). Letztere haben sich mit ihren letzten Alben auch überregional einen Namen gemacht und dürften passionierten Konzertgängern durchaus ein Begriff sein. Daneben treten die noch recht junge Formation The Day We Fall (Melodic Hardcore, Saarbrücken) und die Post Rock Formation Colaris (Pirmasens) auf. Neben Colaris, die kürzlich ihr neuestes Studioalbum “Nexus” veröffentlicht haben, dürften auch die französischen Sludge Metaler von A Very Sad Story (Bar-le-Duc) neue Songs ihres Zweitlingswerkes “Tools of Death” im Gepäck haben. Den Abschluss des Abends bildet der diesjährige Headliner Drone (Celle), der das Publikum nach einer ordentlichen Portion Metal auf den Nachhauseweg entlassen wird.

Facts:
Datum: 10.10.2015
Uhrzeit: 17-24 Uhr
Ort: Fernstraße in Höhe Busbahnhof, 66538 Neunkirchen
Eintritt: 8 / 10 Euro für Schüler, 10 / 13 Euro für Erwachsene (AK / VVK), Tickets erhältlich über https://www.facebook.com/GaS-Goes-Rock-347737525283028/timeline/ oder per Email an gasgoesrock-festival@gmx.de

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Benefiz Open Air am Haus am See NK-Wbk Tag 2: Rock und Hardcore, 29. August 2015

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Nach dem ersten, langen Tag besuchte ich erstmal die gleichzeitig stattfindende FARK. Habe dann bewusst dort auf den Saarbucks-Stand verzichtet, um hier nochmal zuschlagen zu können. Ja, diesmal schlug er sogar den Metzgerstand um mehrere Stunden. Da sieht man, wie verschieden die Geschmäcker sind. Tja, wieder wollte ich mindestens drei Bands verpassen, doch das Orga-Team hatte den Zeitplan offensichtlich nicht unter Kontrolle. So verpasste ich leider nur die von mir sehr geschätzten Forget Today, die wohl vor etwas mehr als fünf Leuten gespielt haben. Aber es war wesentlich mehr los, als am Vortag. Hoffen wir, dass etwas an Spendengeld zusammenkam.

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Mufasa Ozora

Mufasa Ozora werden von Mal zu Mal besser, je öfter ich sie live sehe. Die band hat sich jedenfalls einen Ruf als gute Liveband aufgebaut und tritt auch ungefähr überall dort auf, wo gerade eine Band fehlt. Sie hätten einen arsc…popo-tighten Gig geliefert, wenn die Anlage nicht ständig den gesit aufgegeben hätte. Bass weg, dann wieder da, Vocals weg. Sehr ärgerlich. Der Spielfreude tat dies keinen Abbruch. Nur der barfüßige Sänger predigt immer noch zu den Konvertierten. Naja, ein paar Ansagen gehen sicher klar. Zum Beispiel die Info, dass jetzt auch in Lebach ein Flüchtling attackiert wurde. Furchtbar sowas. Ich will keinen braunen Herbst mehr erleben. Schön auch die Ankündigung, die Erlöse aus dem CD-Verkauf würden ebenfalls gespendet. Bei einem Song wurde Nadine von Christmas auf die Bühne geholt und durfte etwas mitträllern. Solider Gig! Übrigens der letzte mit Gitarrist Jochen, den es nun wohl in die weite Welt hinauszieht.

There Will Be No Justice

There Will Be No Justice

Danach gab es keine Gerechtigkeit… Ach nein, There Will Be No Justice spielten auf. bei dem namen dachte ich zunächst an Metalcore, doch nein, es handelt sich hier um Social-Distortion-Klone. Die Band gab sich die allergrößte Mühe, kam aber beim Publikum nicht so richtig an. Bei mir konnten sie auch nicht so wirklich punk-ten, zu zahm die Mucke und zu offensichtlich geklaut. Schön war das Devil-In-Disguise-Cover, eins meiner liebsten Elvis-Stücke. Ansonsten würde ich sagen durchschnittlicher Gig, die PA machte glaube ich auch noch mit. Zum letzten Mal an diesem Abend.

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Saeven Sins gehören ja schon fast zu meinem Review-Standad-Programm. vielleicht schreib ich ihnen Mal ein Review zu einem konzert, wo sie gar nicht da waren und mir fällts nicht auf ;-) Die Illinger Band zählt schon lange zu meinen Live-Favoriten, hatte aber an diesem Abend wie keine weitere Band mit Soundproblemen zu kämpfen. Mal locker die Hälfte der Anlage viel aus, teilweise konnte man gar keinen Gesang hören. Nicht nur das, auch der Soundman wusste die Gruppe wohl nicht richtig einzuschätzen und verpasste ihnen einen schon fast Black-Metal-esken Sound. passte gut zum Vollmond und zur Pyrotechnik. Saeven Sins of Hell, eine Venom-Coverband präsentiert… oder so ähnlich. Ins Bockshorn ließen sich die Jungs aber nicht jagen, auch nicht dadurch, das Simon ausfiel. Enzo von Forget Today stand Spalier und übernahm die Gitarrenarbeit. zumindest, die die man ab und an hören konnte. Er performte den Gig konsequent mit einem One Less Capulet-Aufkleber, ja die saarländische Szene kennt sich. Bei einem Ausflug ins Publikum durfte er dann auch Luftgitarre spielen, denn eingestöpselt war er schon lange nicht mehr. Zeigte jedenfalls mehr Bewegung als bei seiner Hauptband vor ein paar Monaten. Ein veritabler Gastgitarrist. trotz aller technischer Unzulänglichkeiten das Highlight des Abends.

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Danach gab es eine nicht ganz unwichtige Ankündigung. Satellite Year haben das Freilichtgelände verlassen. oder so ähnlich. Wegen vorgerückter Stunde hatten die Jungs und damit der Headliner ihren Auftritt gecancelt. Wie sagt man so schön: Und Satellite Years so Mimimimimi. Naja, so wie sich der Abend entwickelte wohl nicht die allerschlechteste Entscheidung. So richtig ins Billing gepasst hätten sie wohl eh nicht. Die zweite Ankündigung: die PA war endgültig fertig, so dass die Monitore in Richtung Publikum gedreht werden mussten. Die “kurze” Umbaupause gab dem verqueren Zeitmanagement endgültig den Rest.

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Indelicate

Irgendwann so um 23 Uhr durften dann tatsächlich Indelicate auf die Bühne. veritable Musiker und Musikerinnen, die mir persönlich etwas zu poppig sind. Sie gaben sich alle Mühe, das Publikum weiter zu unterhalten. man merkte jedoch deutlich, das vor allem hardcoreler da waren, so dass die Gruppe einen schweren Stand hatte. Die Technik stimmte, die Band kam etwas härter rüber als sonst, das kam zumindest bei mir gut an. Auch fand ich die älteren Lieder mit Wechselgesang besser als der neue Kram. Das Beatsteaks-Cover fand ich furchtbar, aber damit stehe ich wohl alleine da. ich frage mich, warum die Band in der Szene so einen hohen Stellenwert hat. Hier wurde auch fleißig das: “Wir gehen in die Knie, dann springen wir hoch”-Spielchen geübt. Rockstars eben.

Scherbenschädel

Scherbenschädel wurden dann quasi zum Headliner befördert. Wie das kam? Nun, sowas nennt man wohl Abbruch der Veranstaltung. Ging gut los bei der noch jungen Grindcore-Band, nämlich mit einem Konfettiregen. Danach ballerte die Band, bei der auch Ulfhednir von Wigrid mitspielt, sich durch einen kompromißlosen Set aus Grindcore un Powerviolence, wobei die einzelnen Songs oft durch minutenlange Boonekamp-Pausen in die Länge gezogen wurden. haben tatsächlich mehr leute vor die Bühne gezogen als Indelicate. Wtf? Naja, das lief dann so, bis irgendwann die Cops auftauchten und der Party ein Ende setzten. Damit blieben LAX 386 außen vor und durften unverrichteter Dinge heimfahren. Das tat ich dann, eine Stunde früher als gestern, auch.

Etwas dubioser Festival-Einstand mit zahlreichen organisatorischen Problemen. unter anderem natürlich die PA, wobei man dem fachkundigen Tontechniker da sicherlich keine Vorwürfe machen kann. Die ist einfach hinüber. Aber egal, auch sonst lag noch viel im Argen. Lässt sich bestimmt noch ausbauen. Weniger Bands – drinnen, zwei Bühnen – draußen/drinnen abwechselnd. Besseres Billing am Hip-Hop-Tag. Naja, Hauptsache jetzt nicht aufgeben. Augen zu und durch.

GaS Goes Rock am 11. Oktober 2014 in der Aula des Gymnasium am Steinwald (Neunkirchen)

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Am 11. Oktober 2014 war es endlich wieder soweit: die dritte Ausgabe des GaS goes Rock wurde in der Aula des Steinwald-Gymnasiums ausgetragen. Ganze sieben Bands bestritten das Programm von 16 bis 24 Uhr. Der Erlös der Veranstaltung kam diesmal an die Elterninitiative krebskranker Kinder im Saarland e.V.. Leider erfolgte wie in den Jahren zuvor wieder der Getränkeausschank über ein Bon-System. Zudem gab es wohl auch Probleme mit dem Faß. das war, so viel sei vorweg genommen, auch mein einziger Kritikpunkt an der Veranstaltung. Die Organisation war top, das Catering von Saarbucks war super. Nett war auch die Tombola. Leider gewann ich keine Underground-CDs oder das begehrte The Day We Fall-T-Shirt, sondern musste mich mit zwei Außenthermometern, einem Brillenetui, einem Adventskalender in Buchform und ein paar weiteren Kleinpreisen zufrieden geben. Aber ist ja für den guten Zweck. Da machte es auch nichts, dass ich auf der Gästeliste vergessen wurde…

Monkey on Fire (320)

When We Collide, die das Festival eröffneten, habe ich leider verpasst. Tatsächlich betrat ich erst gegen Ende des Sets von Monkey on Fire die Location. Die Band sprang als Zweitplatzierte des Band-Contestes für die Ska-Band Greedy Bees ein, die leider aus privaten Gründen kurzfristig absagen mussten. Konnte mir leider keine wirkliche Meinung über die noch recht junge Band bilden, da die beiden Stücke nicht dafür ausreichten. Man musste leider konstatieren, dass der Besucherandrang nicht ganz den Erwartungen entsprochen hat. Gegen Ende des Abends füllte sich die Halle dann noch ein bisschen, aber richtig voll wurde es nicht. Lag vielleicht daran, dass die großen Namen an diesem Tag fehlten. Es ist aber wirklich schade, wenn eine solche Veranstaltung, die einen hohen Planungsaufwand erfordert und die von Schülern organisiert wurde, nicht auf höhere Resonanz stößt. Man erlebt eigentlich selten eine Veranstaltung, die so gut organisiert ist und bei denen sich die Bands sichtlich wohl fühlen.

Me in a Million (23)

Me in a Million waren danach für meine Ohren die schlimmste Band des Festivals. Eine Schande, dass sich sowas “Post-Hardcore” nennen darf und damit in das gleiche Genre fällt wie die Götter von Fugazi. Alleine ihre Info auf der Facebook-Seite, wohlgemerkt in Englisch verfasst, sprechen Bände: ME IN A MILLION are exactly the band that stands out from the masses and unites overwhelming potential, mighty sound and perfect songs to take the post-hardcore scene by storm in 2014. With their powerful breakdowns, soulful vocals and distinctive choruses there is no mistaking why this six-piece from south-western Germany attracts a global audience. Genau, schlapper Emocore mit cleanen Vocals und schlechten Growls, ein paar Pop-Melodien und genug Geld in der Tasche, um in den USA ein mittelprächtiges Album aufzunehmen, trifft es da wohl eher. War aber auch noch nie meine Musikrichtung. Jaja, Bandschlächter mal wieder. Ich wurde auch öfter darauf angesprochen an diesem Abend. ich bin weiterhin der Ansicht, dass es keine objektiven Livereviews geben kann. Deshalb formuliere ich frei Schnauze und da wird es ab und an etwas hart. Mir geht es nicht darum, Bands zu grillen. Ich meine, die paar Leute, die diesen Bericht lesen werden, können mir zustimmen oder mich hassen. Wenn eine Band aber dermaßen Egoprobleme hat, das sie sich einen solche Selbstbeweihräucherung auf ihre Facebook-Seite klatschen muss, dann ist sie selbst schuld. Beim Publikum kam das Geschrammel aber wohl ganz gut an. Live hat die Band auch sicherlich ihre Qualitäten. Sie konnten ihr Publikum gut animieren und waren sicherlich auch die bewegungsfreudigste Band auf der Bühne. An dieser Stelle übrigens Props an den Moshpit, der wirklich bei jeder Band auflief. Eine wirklich schöne Sache und sicherlich für die Bands super!

Indelicate (71)

Indelicate aus Völklingen war die nächste Band und zum ersten (und auch letzten) Mal betraten zwei Damen die Bühne. Pinky, leicht erkennbar an ihren “pinken” Haaren und Gitarristin Anuschka teilten sich die Vocals. Wobei Hauptsängerin Pinky ganz klar den Job als Frontröhre an sich reißt und mit ihren Ansagen das Publikum ganz gut zu unterhalten weiß. Punkrock mit Rockanleihen gab es auf die Ohren. Schönes, gut durchdachtes Songmaterial. Ausgerechnet die Vocals von Pinky sind mir aber zu Rockröhren-mäßig. Aber das ist eine reine Geschmacksfrage, die Band kommt jedenfalls ziemlich professionell rüber. Der Wechselgesang ist sicherlich ein gutes Markenzeichen, alleine etwas rotziger dürfte es meiner Ansicht nach schon sein. Am Besten kam der Song F*ck You an, bei dem auch kräftig mitgesungen werden durfte. Schulaula? Egal! Kunst darf vieles. Den Gig beendete Indelicate mit dem Beatsteaks-Cover Let Me In, bei dem die Band das Publikum aufforderte in die Hocke zu gehen und in Beatsteaks-Manier danach komplett auszurasten. Seis drum, Beatsteaks waren schon immer eine beschissen überbewertete Band. Mir gefiel das eigene Songmaterial jedenfalls wesentlich besser. Normalerweise covern Indelicate wohl auch nicht, so sei es ihnen verziehen.

Stereo Dynamite (8)

Stereo Dynamite aus Freiburg standen als nächstes auf der Bühne. Mit ein paar Line-up-Problemen hatte die hardcore-Punk-Band zu kämpfen, denn ihr Bassist fehlte wegen einer Handverletzung und musste ersetzt werden. Das Aushilfsbasser Hanni erledigte aber einen sehr guten Job. Musikalisch handelt es sich laut Facebook-Info um Hardcore. Kann ich nicht ganz nachvollziehen, eher würde ich die Mucke als melodischen Punkrock (nicht: Melody-Core) beschreiben oder man nimmt Post-hardcore als Kategorie, weiß nicht. Sicherlich bis dahin die beste Band. Los ging es mit einem 1980er-Jahre-Intro The Heat Is On, falls das noch jemand kennt. Danach folgten dann Stücke von ihrer kostenlos erhältlichen EP (>>>>hier downloaden<<<<) und ihrem demnächst erscheinenden Debütalbum. DIY-Punk ohne Starallüren. gegen Ende des Gigs kam es sogar zu einer niedlichen version der Wall-Of-Death, an der sich auch die Sängerinnen von Indelicate beteiligten (siehe Fotos unten). Toller Auftritt! Anschließend verschenkten sie am Merch-Stand noch einige Print-Exemplare ihrer EP.

Johnboy (12)

Auf Johnboy hatte ich mich sehr gefreut. Doch der Auftritt des Trios stand unter keinem guten Stern. Sänger und Gitarrist Dom war stark erkältet und eröffnete gleich zu beginn, dass er nicht wisse, ob er den Auftritt wie geplant absolvieren könne. Sie hätten aber unter keinen Umständen absagen mögen. Und so ging es dann auch erstmal los und zunächst schien es auch gar nicht groß aufzufallen, doch spätestens ab dem dritten Lied bemerkte man die Schweißperlen auf der Stirn und auch die Stimme nahm gelegentlich einen Motörhead-knarzigen Klang an, der aber ausnahmsweise wohl nicht gewollt war. Fieberhaft suchte man Songs zusammen, die man spielen konnte, ohne dass man Doms Stimme zu arg strapazierte. Tatsächlich ertönte der Heavy-Rock dann auch noch eine ganze Stunde. Für das Publikum und auch für die Band zwar sehr unterhaltsam, aber leider auch nicht unbedingt gesundheitsfördernd. Ich muss sagen, ich fand den Auftritt ziemlich gut, bin sowieso ein großer Johnboy-Freund. Ich denke auch, dass die meisten gar nichts bemerkt hätten, wenn Dom nicht immer wieder betont hätte, wie dreckig es ihm geht. Klar, natürlich merkte man, das etwas nicht stimmt. Aber wer nicht so ganz mit dem Material des Trios vertraut ist, weiß ja auch nicht, wie sich der Gesang normalerweise anhört. Rein musikalisch gab es keine Aussetzer, dafür ist die Band Profi genug. Der Auftritt war für das Publikum sicherlich sehr unterhaltsam, sogar ein paar Zugaben durfte Johnboy noch spielen. Vielleicht hätte die Band aber den Auftritt doch besser abgesagt, schließlich kann sowas auch übel ausgehen. Ich war jedenfalls ganz froh, dass mich Dom beim T-Shirt-Kauf nicht noch angesteckt hat…

Steak number Eight (44)

Was danach kam, war schlicht unfassbar. Steak Number Eight bliesen mich mit ihrem scheppernden, monotonen, aber auch atmosphärischen Doom-Sludge-schlag-mich-möglichst-langsam-tot-Sound einfach weg. Die Bühne war in dichten Nebel gehüllt, das Kreischen des Sängers peitschte nach vorne. Fast schon angsteinflößende Atmosphäre durchstrich die Aula und wer sich fragte, ob bei Indelicate die Songzeile “Fuck You” im Schulkontext angebracht war, wird wohl hier nur noch mit dem kopf schütteln. Das taten dann auch einige Leute bereitwillig, wenn jedoch auch eher im positiven, also headbangenden Sinne. Drei Alben hat die noch recht junge Band bisher auf die Menschheit losgelassen. Drei Alben, die es offensichtlich in sich haben. Eine erstaunliche Band, sehen die Musiker doch gerade mal aus, als seien sie vor kurzem erst der Pubertät entsprungen. Zusammen mit StereoDynamite das Highlight des Abends. Rund eine Stunde musizierte die Kapelle, bevor eine Feedbackorgie den Auftritt und damit auch das Festival beendete. Zugaben gab es keine.

Fazit: Ein wunderbares Festival, top organisiert, gut durchgeführt, mit interessanten Bands und frischen Ideen. Leider weniger Besucher als letztes Jahr, aber ich hoffe, das schreckt die Organisatorin nicht ab. Ich freue mich jedenfalls schon auf das nächste Jahr!

Review: the Dwarves – the Dwarves invented Rock n’ Roll

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the Dwarves – the Dwarves invented Rock n’ Roll (Recess Records/greedy Records – CD/LP – 2014)

The Dwarves invented Rock n’ Roll! Bescheiden wie eh und je ist die amerikanische Kapelle zurück.
Mit 14 Songs wird wieder gezeigt was man kann. Titel wie “Hate Rock”, “Sluts of the USA”, “Kings of the world” oder “Gentleman Blag” bringen schon beim lesen der Tracklist ein lächeln ins Gesicht. Im Endeffekt klingt diese Scheibe ähnlich wie die letzten 3 Vorgänger: melodisch, fröhlich und lyrisch auch sehr lustig. Bei den ersten Songs wird jedoch verhältnismässig viel geschrien.
Richtig gutes Album der Kapelle um u.a. Blag the Ripper, the eho can not be named, Rex Everything (aka Nicke Olivieri / Ex-Kyuss, Queens of the Stone Age, Mondo Generator). Sehr empfehlenswert!!

Review: Die Bilanz – Rock’n’Roll Klub Schmöke

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Um Die Bilanz zu beschreiben, braucht man eigentlich nur ihren Song “Was ist eigentlich dieses Punk?”

Hab kein Iro, kein Tattoo!
Alle Zähne noch dazu!
Meine Haare sind nicht bunt
Und ich hab nicht mal nen Hund
Ich seh aus wie mein Opa
Trage fettig glattes Haar
Alten Scheiß im Plattenschrank… Rock’n’Roll
Doch im Kopf bin ich Punk!

Ja, das ist glaube ich auch passenderweise die Quintessenz ihrer Musik: flott gespielter Rock ‘n’ Roll mit einem Schuss Punk. Insbesondere der 50er Rock’n’Roll und der 80er Rockabilly standen Pate. Wirklich punkig wird es selten. Dafür sind die Texte witzig gehalten. Eine Ode an das Nikotin, eines an die Frisur (Frisurkult). Dazu noch das obligatorische Sauflied Teufelsschnaps und eine Ode ans kiffen darf auch nicht fehlen (Freie Genüsse). Mit Schnorrpunkern will man jedoch nix zu tun haben, denn “zum Widerstand brauchst du Verstand!”. Ein paar hörenswerte Coverversionen gibt es auch. Zum einen Hundsgemein von Ideal und das alte Volkslied Auf einem Baum ein Kuckuck. Musikalisch schon recht außergewöhnlich. Man erinnert sich gelegentlich ein bisschen an die Rockabilly Mafia, doch Die Bilanz klingt schon etwas moderner. Manchmal wird allerdings die Grenze zum Fremdschämen etwas überschritten, die Texte sind sicherlich nicht immer die Offenbarung. Dafür immer eingängig und direkt mitsingbar. Auch Ohrwurmcharakter kann man der Band attestieren.

Das Album gibts über Bandcamp oder als LP über das DIY-Label Antikörper Export (die haben nur leider noch bis zum 1. September Urlaub).

Review: the Boys – Punk Rock Menopause

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The Boys – Punk Rock Menopause (Wolverine Records – CD/LP – 2014)

The Boys sind in Deutschland den meisten wahrscheinlich durch Die Toten Hosen bekannt, welche “First Time” und “Brickfield Nights” gecovert haben. Auch Drummer Von Ritchie war einst Teil der Band. Dieser ist auf der Platte jedoch nicht vertreten, genausowenig wie Duncan Reid, welcher derzeit selbst solo am Touren ist!

Eine der ersten britischen Punkbands, welche neben London SS (pre-the Damned), Sex Pistols oder The Clash die erste Punkwelle prägten. Ihr letztes Album vor “Punk Rock Menopause” wurde 1981 eröffentlicht. Wahrscheins waren die meisten der Leser hier zu der Zeit noch flüssig! Der Titeltrack “Punk Rock Menopause” (zu deutsch: Punkrock Wechseljahre) schleppt erstmal vor sich hin, ebenso sind auch ein paar weiter Songs etwas lahm. Doch der Großteil der Songs knüpft an die alten Zeiten an! Schöner Bubblegum-Punk in mittlerem Tempo, genau so wie er sein soll! Eine kurze Reise in die Vergangenheit wird hier geboten!

The Smoke Kings – Rock Sweat And Beers

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The Smoke Kings – Rock Sweat And Beers (Cardsleeve CD)

Irgendwo zwischen the Peepshows und Supersuckers liegen The Smoke Kings aus Lebach. Die vier Lebacher spielen geschmeidigen, guten Rock & Roll! Zwölf Songs liefert die Band auf ihrem Debut ab!
Ich weis nicht ob die CD als Demo oder Album geplant ist/war, jedoch würde eine bessere Aufnahme der Band nicht schaden. Die Scheibe ist absolut nicht unhörbar, jedoch steht und fällt eine gute Platte mit der Aufnahme da gerade das das Augenmerk eines Tonträgers ist! Für eine Eigenproduktion klingt es allerdings noch gut!
Live spielt die Band ihre Songs auch etwas schneller was den Liedern sehr gut steht!
Ganz gut gelungenes Debut! Ich hoffe in Zukunft weitere Tonträger von den Smoke Kings hören zu dürfen!

 

http://www.youtube.com/channel/UCuti0CA204TYJU3lyo9tgMg

Review: Peter Pan Speedrock – Buckle Up And Shove It

PETER PAN SPEEDROCK - Buckle Up And Shove It

Peter Pan Speedrock – Buckle Up And Shove It (CD/LP – 2014 – Steamhammer/SPV)

Peter Pan Speedrock, ja die gibts noch! Und ein neues Album gibt es auch!
13 Songs haben die Niederländer hier veröffenticht! Es geht direkt sehr stark los mit dem Song “Get You High”! Leider lässt das Album auch entsprechend schnell wieder nach. Bereits der zweite Song wird in mittlerem Tempo gespielt, mehr Hardrock als Speedrock.
Nach mehreren Höhen und Tiefen kommt irgendwann ein enorm einfallsloses Cover: New Rose von the Damned. Der Song ist super, aber in den letzten Jahren habe ich u.a. schon Versionen von Bloodlights und Turbonegro gehört die wesentlich besser und energiegeladener waren…
Desweiteren scheint Peter eine Freude an längeren Gitarrensoli gefunden zu haben was die Songs leider unnötig in die länge zieht. Peter Pan Speedrock waren einst noch bekannt für schnelle kurze Songs die mitten auf die Fresse gehen, übrig ist ein Trio mit gelangweilten Songideen die recht müde wirken! Selten bleibt ein Lied unter drei Minuten…
Wer die Band noch nicht kennt sollte lieber zu Lucky Bastards, Premium Quality – serve loud oder Spread Eagle greifen!

 

http://www.peterpanspeedrock.nl/

Bandcontest im JUZ Neunkirchen – Slot auf dem GaS goes Rock zu gewinnen

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Alles neu macht der… März oder 2014. Nach dem Akustikfestival als Neuerung beim GaS Goes Rock gibt es dieses Jahr noch ein weiteres Novum: am 10. Mai 2014 soll ein Bandcontest im JUZ Neunkirchen erfolgen, in deren Verlauf der glückliche, von einer Jury und vom Publikum bestimmte, Gewinner einen Auftritt auf dem GaS Goes Rock gewinnt. Es gibt zudem noch zwei weitere Preise:

2. Preis: Auftritt bei der GaS goes Rock Warm-Up Show am 06. September 2014
3. Preis: Professionelles Band-Fotoshooting

Die Voraussetzungen sind eigentlich ganz einfach:

  • Die Band sollte Rockmusik machen.
  • Die Band hat ein mindestens 30-minütiges Set, bestehend aus nur eigenen Songs.
  • Die Band hat noch nicht bei einer Ausgabe des GaS goes Rock gespielt.

Bewerbung:

  • Bandfoto
  • Kurze Vorstellung der Band und ihrer Musik
  • Mindestens zwei Songs oder Links zu Hörproben im Internet
  •  Kurzbeschreibung über Diskographie (wenn vorhanden) und Bühnenerfahrung der Band
  •  Links zu Internetseiten der Band.

Dürfte wohl machbar sein. Das Ganze geht dann bis zum 23. März, 24 Uhr an gasgoesrock-festival@gmx.de.

Genaueres findet ihr unter diesem Link.

Allen teilnehmenden Bands viel Erfolg! Wer will kann sich ja auch mal hier melden.

Interview mit GAS goes Rock

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1512531_398888306912082_1883342129_nRegelmäßigen Lesern des Blogs wird nicht entgangen sein, dass der werte Gripweed eine Vorliebe für das GaS-Goes-Rock-Festival hat, das als Schulprojekt Schülern die Gelegenheit gibt, ein Festival zu veranstalten und so einen Einblick in das Eventmanagement zu bekommen. Zugleich werden sie mit moderner (Underground-)Musik konfrontiert und lernen viel über das Musikbusiness. Die erlöse kommen karitativen Zwecken zu Gute. Leider musste ich krankheitsbedingt auf einen Besuch des am 25. Januar stattgefundenen Akustikfestivals mit Unchained, Myrddin, Surrender the Crown und Hurrican Box verzichten. Um die Sache aber dennoch zu unterstützen, habe ich ein Interview an Land gezogen. Rede und Antwort standen Organisatorin Sandra Rupp sowie die beiden Schülerinnen Anna, Teilnehmer der AG, Klassenstufe 9 und Barbara, Schülerin des Seminarfaches, Klassenstufe 11. Die Fotos zum Artikel stammen ebenfalls von einem Schüler, namentlich Simon Stenger, Klassenstufe 11 (Homepage). Sehr professionell und auch besser als meine ;-)

So genug der Vorrede, viel Spaß mit dem Interview!

Das Gas Goes Rock findet dieses Jahr zweimal statt, einmal als Akustikfestival, einmal als Rockfestival. Wieso nicht wieder ein Termin im Mai? Angst vor dem Fußball?

Sandra: Dieses Jahr kann das GaS goes Rock Festival aus schulischen Gründen nicht im Mai stattfinden. Ein Grund hierfür ist, dass die Abiturprüfungen bis Mitte Mai andauern und in dieser Zeit unsere Schulaula für die schriftlichen Prüfungen gesperrt ist. Und in der Tat wäre das einzige freie Wochenende im Mai der Samstag des Pokalendspiels gewesen – und dieser Fehler unterläuft einem als Veranstalter nur einmal! Hinzu kommt, dass es in den Monaten Mai bis Juli noch weitere terminliche Engpässe gab, da unsere Schule dieses Jahr 150-jähriges Jubiläum feiert und dies durch diverse schulische Aktivitäten vorzugsweise an den Wochenenden zelebriert. Also alles in allem eher ungünstige Voraussetzungen, vor allem da die Veranstaltung ja auch nicht ohne den Einsatz vieler Schüler, Lehrer und Eltern als Helfer möglich ist.
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Wieso ein Akusikfestival?

Sandra: Aufgrund der sich alljährlich wiederholenden Problematik der Terminfindung im Monat Mai (und eben ganz besonders im laufenden Schuljahr) haben wir zusammen mit der Schulleitung beschlossen, das Festival generell auf den Anfang des Schuljahres, nämlich in den Oktober, zu verlegen.

Allerdings hätte demnach im Schuljahr 2013/14 überhaupt kein GaS goes Rock Festival statt gefunden, da ja der Oktober 2014 bereits im Schuljahr 2014/15 liegt. Gerade im Hinblick auf die doch sehr motivierten Mittelstufenschüler der AG fand ich dies allerdings sehr schade, da eine AG ja nur für ein Schuljahr lang gewählt wird. Und eine AG GaS goes Rock anzubieten, ohne dass es das Festival in dem Schuljahr gibt, wäre für die Schüler eher demotivierend ge-wesen.
Daher kam die Idee auf, ein kleineres Festival zu veranstalten, kürzer, in etwas anderem Rahmen und als Akustikfestival. Und in dieser Atmosphäre schien mir eine offizielle Spendenübergabe des zuvor erwirtschafteten Geldes auch sehr passend. Ansonsten hätten wir die Spende auch bereits früher übergeben, aber der Rahmen passte meiner Meinung nach einfach.

Sponsorensuche ist bestimmt ein harter Kampf. Wen konntet ihr diesmal gewinnen?

Sandra: Die Sponsorensuche ist in der Tat immer der härteste Kampf und fällt auch mir per-sönlich immer am schwersten, da man ja eher ungern andere um Spenden anbettelt. Aller-dings haben in den letzten Jahren sehr motivierte SchülerInnen und auch Eltern uns bei der Sponsorensuche erfolgreich unterstützt.

Allerdings haben wir, was das Akustikfestival angeht, alles komplett selbst finanziert (z.B. durch Kuchenaktionen und unsere Unterstufenparties) und eben die Einnahmen des Abends selbst einkalkuliert, was zum Glück auch gut funktioniert hat. Wir haben ja versucht, alles kleiner und dadurch auch die Kosten niedriger zu halten.

Allerdings möchte ich an dieser Stelle auch auf unseren Shirt-Sponsor FriMa Marketing hinweisen, der unsere gesamte Crew nun schon zum zweiten Mal mit Shirts versorgt! Vielen Dank auch dieses Jahr wieder dafür!

Die Sponsorensuche für das nächste große Festival läuft jetzt eigentlich erst an.

In letzter Minute sprang beim Akustikfestival der Caterer ab. Was war passiert und wie konntet ihr so schnell Ersatz finden?

Sandra: Wir hatten eigentlich seit mehreren Wochen eine Zusage von der Metzgerei, die auch beim letzten Festival einen Stand bei uns hatte, und auch in der Woche zuvor bestätigte der Herr mir am Telefon noch einmal, dass ich mir keine Sorgen machen müsse, sie würden einen Stand mit drei vegetarischen und nicht vegetarischen Gerichten machen.

Gut, dass ich allerdings drei Tage vor dem Festival doch noch einmal sicher gehen wollte und kurz entschlossen zum Telefonhörer griff, um zu erfahren, dass nun doch kein Personal verfügbar sei! Allerdings würde man mir anbieten, die Speisen an uns zu verkaufen, damit wir selbst einen Stand machen. Natürlich ist das nicht so einfach, da ein schulischer Veranstalter nicht einfach selbst Speisen vertreiben darf, sondern dies wie überall vom Gesundheitsamt genehmigt werden muss. Nicht umsonst lege ich die Versorgung unserer Gäste immer in die Hand externer Anbieter.
Die Absprachen mit dem Gesundheitsamt und das Auftreiben eines Ersatzes so kurz vor der Veranstaltung waren natürlich ein Ding der Unmöglichkeit. Allerdings hatte ich die rettende Idee, über einen Bekannten (DANKE nochmals an dieser Stelle!!) „Saarbucks – Vegans for animals“ zu kontaktieren. Und da auch bei Saarbucks der Benefizcharakter im Vordergrund steht und das Geld für Tiere gespendet wird, passt das eigentlich perfekt zu unserem Projekt!

Ein Moderatorenteam war eine Neuerung an diesem Abend. Wie kam es dazu?

Anna: Das Moderatorenteam wurde vom Seminarfach ausgewählt. Die Moderatoren ließen das Festival noch etwas professioneller wirken.

Sandra: Die Idee, dass Moderatoren durch den Abend führen, stand eigentlich schon länger im Raum. Allerdings fällt dies natürlich auch nicht jedem leicht und so waren in den letzten Jahren nie Schüler dabei, die sich bereit erklärt haben, sich ins Ungewisse zu stürzen. Aber die beiden Jungs haben das mit Bravour gemeistert!

Wie war die Resonanz?

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Anna: Meiner Freundin (14), die am Akustikfestival das erste Mal auf einem solchen Festival war, hat es sehr gut gefallen. Besonders beeindruckt war sie davon, dass AG und Seminarfach so toll zusammen gearbeitet haben und sich die Arbeiten geteilt haben. Sie freut sich schon auf das nächste Festival und wird auf jeden Fall wieder dabei sein.

Barbara: Die meisten Leute, die ich gefragt habe, haben eigentlich nur positives Feedback gegeben. Zwei meiner Freundinnen haben aber gemeint, dass das „richtige“ Festival von der Stimmung her besser ist. Dies würde aber einfach am Stil liegen. Auf härtere Musik kann man besser „abgehen“.

Sandra: Ich kann mich dem eigentlich nur anschließen. Auch mir ist bislang nur positives Feedback, sowohl von Kollegen und Eltern als auch von Schülern zugetragen worden. Witzi-gerweise gab es auch Eltern, die rückgemeldet haben, dass das „laute“ Festival eher nach ih-rem Geschmack sei und dass sie sich schon auf Oktober freuen! Offensichtlich teilen auch einige Eltern meinen persönlichen Musikgeschmack! Toll! :-)

Und wie ist euer eigenes Feedback? Also quasi als Mitorganisatoren?

Anna: Mir hat es in diesem Jahr besser gefallen als im letzten Jahr, da wir AG-ler mehr mitwirken konnten und mehr machen durften als im letzten Jahr. Ebenfalls fand ich toll, dass Seminarfach und AG in diesem Jahr sehr eng zusammen gearbeitet haben und vieles gemein-am organisiert haben. Das war im letzten Jahr nicht so!

Barbara: Ich fand das Festival mal eine andere Erfahrung und auch das Feedback fand ich positiv. Das Mitorganisieren hat Spaß gemacht. Aber auch der Auf- und Abbau waren witzig.

Beim letzten GAS Goes Rock habe ich doch ziemlich den Altersdurchschnitt nach oben gedrückt. Akustik ist ja mehr Herren- und Damensache, oder war die Aula doch wieder voller Schüler?

Barbara: Bei diesem Punkt war ich sehr überrascht, aber soweit ich gesehen habe war die Aula voller Schüler.

Anna: Klar, es waren auch in diesem Jahr wieder einige Damen und Herren zu Gast, aber ich glaube, dass in diesem Jahr mehr Schüler in der Aula waren als in den Jahren zuvor.

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Anders gefragt: Seht ihr das Konzert als Schulveranstaltung oder hättet ihr auch gerne mehr Zulauf eher erwachsener Fans?

Anna: Also ich fände eine gute Mischung gut. Ich fände es gut, wenn zum nächsten GaS goes Rock vielleicht noch mehr Schüler kommen würden.

Barbara: Ich finde, man soll nicht allzu stark festlegen, an welches Publikum unser Festival nun gerichtet ist. Jeder, der kommen möchte, ist herzlich willkommen, ob jung oder alt. Und als Schulveranstaltung kann man das Festival auch nicht direkt verstehen, denn außer dass es an unserer Schule stattfindet und wir Schüler daran mitarbeiten, hat es nicht direkt etwas mit der Schule zu tun!

Sandra: Besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Im Vordergrund stehen die Musik und der gute Zweck! Und eigentlich war das Festival aus dem Wunschgedanken heraus geboren, zwar eine Schulveranstaltung für Schüler, Eltern und Lehrer zu schaffen, aber eine, bei der der alltägliche Schulcharakter eben einmal nicht im Vordergrund steht! Und ich glaube, das ist uns bislang ganz gut gelungen. Und gerade weil uns das bis jetzt so gut gelungen ist, ist natürlich auch der Wunsch größer geworden, dass man auch Musikbegeisterte erreicht, die nichts mit dem Gymnasium am Steinwald zu tun haben, aber das Projekt gut finden oder einfach einen schönen Konzertabend verbringen wollen.

Das Konzert wird von den Schülern veranstaltet. Nun sind es diesmal ja quasi zwei Jahrgänge, weil die Sommerpause dazwischen liegt. Wie wird das gehandhabt?

Sandra: Geplant sind die Abläufe so, dass das Seminarfach der Klassenstufe 11 jeweils die Unterstufenparties zur Finanzierung des Festivals ausrichtet und ein Jahr lang Zeit hat, das Festival im Oktober des Folgeschuljahres zu organisieren. D.h. dieser Abend liegt dann auch hauptsächlich in der Hand der SchülerInnen, die sich ein Jahr lang darauf vorbereitet haben und dann in Klassenstufe 12 sind. Natürlich können auch dann bereits die nachrückenden 11er-Schüler eingebunden werden und erste Erfahrungen sammeln.

Was die AG betrifft, so ist diese eigentlich in alle Aktivitäten mit eingebunden. Ziel ist es, beide Seminarfächer und die AG Hand in Hand arbeiten zu lassen.

Auch das Spendenziel wird ja von den Schülern festgelegt. Dieses Jahr war es der Kinder-Hospizdienst Saar, der ganze 800 Euro bekommen hat. Erhalten die Schüler auch Einblick in die Arbeit des jeweiligen Vereins? Wie wird ausgewählt?

Sandra: Das ist eigentlich ganz einfach: Wir sammeln im Seminarfach Vorschläge und stim-men demokratisch ab. Die Organisationen werden von den Schülern ausgewählt und vorgestellt. Im Falle des Kinderhospizdienstes Saar war es sogar so, dass Frau Leonhard-Kaul uns damals im Unterricht besucht hat und die Organisation ausführlich vorgestellt hat. Auch Vertreter anderer Organisationen waren bereits vor Ort.

Anna: Einen Tag vor dem Festival im Januar haben wir uns zusammengesetzt und haben alle gemeinsam ausgewählt, in welche Abteilung wir die 800 Euro spenden wollen. Wir haben uns dann dazu entschieden, die Abteilung offen zu lassen, da die einzelnen Tätigkeiten uns alle wichtig erschienen. Wir waren der Meinung, dass der Kinderhospizdienst dies am besten selbst entscheidet.

IMG_0186.1.2Wie kommt das Konzept eigentlich bei den Schülern an?

Anna: Ich glaube, dass es sehr verschieden ist. Einige Schüler finden es super, andere finden es blöd und langweilig. Ich würde mir sehr wünschen, dass unsere Schüler dieses Projekt in Zukunft offener behandeln würden und sich wenigstens mal ein Festival anschauen bzw. anhören.

Barbara: Die Meinungen sind gemischt. Leider. Entweder bekommen wir absoluten Zuspruch oder aber wir stoßen auf komplette Ablehnung. Ich muss zugeben, bei dem ersten Festival war ich auch skeptisch, nachdem ich mir das ganze aber angeschaut habe, war ich absolut beeindruckt und begeistert. Als Frau Rupp dann die AG „GaS goes Rock“ angeboten hat, bin ich direkt mit eingesprungen. Heute bin ich im Seminarfach.

Sandra: Ich denke, Kritiker gibt es immer, das ist ganz normal. Das Hauptproblem an unserer Schule liegt einfach darin, dass es sehr wenige SchülerInnen gibt, die die angebotene Musikrichtung mögen. Die meisten bevorzugen Hip Hop. Und um es ganz offen auf den Punkt zu bringen: In dem Alter ist es wahrscheinlich eher uncool, sich ein Rockkonzert erst einmal anzuschauen, bevor man urteilt, weil ja die Freunde das ebenfalls alle uncool finden. Schade eigentlich! Um so erfreulicher ist es auf jeden Fall, dass nach dem Besuch unseres Festivals offensichtlich bislang alle begeistert waren, und dass die komplette Ablehnung, von der Ba-bara spricht, von all denen kommt, die noch nie ein Ticket erworben haben! Man kann eben niemanden zu seinem Glück zwingen!

Wie genau zählt das Projekt für das Abitur mit? Oder ist alles komplett freiwillig?

Anna: Für die AG ist dieses Projekt komplett freiwillig.

Die Schüler und Schülerinnen des Seminarfachs wählen das Seminarfach „Let’s Rock“ verbindlich für zwei Jahre. Sie bekommen auf den Zeugnissen der Klassenstufen 11 und 12 Noten im Seminarfach. Das Seminarfach kann jedoch weder als schriftliches noch als mündliches Prüfungsfach belegt werden

Man muss es ja nicht wählen. Warum sollte man sich dennoch genau an diesem Projekt beteiligen?

Barbara: Es ist etwas komplett anderes. Im Prinzip lernen wir an der Schule wie man ein Festival auf die Beine stellt. Wo oder an welcher Schule lernt man das sonst??? Wer Spaß an Rockmusik hat und auch bereit ist etwas von seiner Freizeit zu opfern, ist in diesem Seminar-fach richtig aufgehoben. Ein weiterer Aspekt ist, dass wir ein Benefizfestival sind, d.h., dass unsere Einnahmen an eine Organisation gehen, die wir auswählen. Dieses mal eben der Kinder-Hospizdienst Saar.

Anna: Weil es sehr interessant und abwechslungsreich ist und im Gegensatz zu den anderen Seminarfächern etwas ganz Anderes ist. Außerdem ist es ein Benefizfestival. Das eingenommene Geld wird gespendet, man tut also pflegebedürftigen Menschen etwas Gutes. Dies ist für mich der wichtigste Grund, später einmal dieses Seminarfach zu wählen.

IMG_0037.1.2Die Auswahl der Bands erfolgt auch von Schülerseite, oder? Gibt’s da nicht auch eher problematische Vorschläge? Anders gefragt: Welchen Kriterien müssen die Bands genügen?

Anna: Wir haben auf Facebook und auf unserer Internetseite einen Aufruf gestartet. Wer an unserem Oktoberfestival teilnehmen will, soll uns bitte eine Bewerbung schicken mit Fotos und verschiedenen Songs zum Probe hören. Rasch hatten wir viele Bewerbungen erhalten. Wir hörten die Bands dann an und sollten unsere eigene Meinung dazu abgeben.

Barbara: Wir Schüler dürfen natürlich mit entscheiden. Klar, manche Bands, die sich bewerben, passen nicht in unsere Stilrichtung oder sie gefallen uns einfach nicht. Was uns gefällt, kommt in die engere Auswahl, was nicht wird aussortiert.

Sandra: Klar, gibt es da auch den ein oder anderen problematischen Vorschlag, das ist ganz normal. Aber gerade im Seminarfach wurden bestimmte Kriterien mit den Schülern erarbeitet, nach denen die vorgeschlagenen Bands oder eben die, die sich beworben haben, beurteilt werden. Beispielsweise spielt für uns ein professionelles Auftreten und die Qualität der Band eine große Rolle. Soweit dies möglich ist, höre und schaue ich selbst mir die Bands vorher meistens einmal live an oder verlasse mich diesbezüglich auf die Empfehlungen von Personen meines Vertrauens. Und natürlich sind auch das Auftreten, das Image und die Message, die eine Band nach außen trägt, gerade deshalb wichtige Auswahlkriterien für uns, da eben eine Schule im Hintergrund steht. D.h. die Bewerbungen und Vorschläge werden wahrscheinlich (vor allem von mir) kritischer unter die Lupe genommen, als bei einem „normalen“ Festival. Und gibt es beispielsweise zweifelhafte Lyrics oder ein dubioses Image, dann gibt es (zum Leidwesen einiger meiner Schüler) auch schon mal ein kategorisches NEIN von meiner Seite!

Ein paar Namen waren schon zweimal beim GAS goes Rock: Unchained, Surrender the Crown, College Sluts, Trust Me I Lie… Wie wird das Oktober-Line-up? Alter Wein in neuen Schläuchen oder neue Wege?

Barbara: Ich denke, dass wir im Oktober ein komplett neues Line-Up haben werden. Aber ich finde, selbst wenn wir Unchained oder Trust Me I Lie wieder engagieren würden, kann man das Ganze nicht als alten Wein bezeichnen, denn die Mitglieder der Bands ziehen immer wieder eine Hammershow ab.

Sandra: Das stimmt! Keine der oben genannten Bands hat uns beim zweiten Mal enttäuscht! Im Gegenteil: Wenn es nach mir ginge, könnten alle Bands gerne noch einmal bei uns auftreten, aber meine Tendenz geht auch zu einem komplett neuen Line-Up. Eine mir selbst auferlegte Grundregel lautet: Keine Band drei Mal in Folge! Wobei ich zugeben muss, dass ich selbst in einem Moment der Schwäche schon kurz davor war, die Regel wieder über Bord zu werfen! Aber Scherz beiseite: Wir wollen ja auch jedes Jahr etwas Neues bieten und uns verbessern. Und es wäre wohl eher unprofessionell, wenn wir jedes Jahr alten Wein einschenken würden… so schade ich das selbst auch finde!

Wird das Oktober-Event jetzt kleiner?

Barbara: Auf keinen Fall! Wir wollen, dass unsere Festivals immer größer werden.

Anna: Nein, auf keinen Fall! Im Gegenteil, es wird wieder ein größeres Festival geben!

Sandra: Fazit: Wenn beide Schülergenerationen und die Frau Lehrerin sich einig sind, steht einem größeren Festival wohl nichts im Wege! :-) Wäre schön, wenn die Hütte mal richtig voll wäre…

IMG_0010.1.2Wie überbrückt ihr die lange Wartezeit bis Oktober?

Anna: Wir werden die lange Zeit bis Oktober mit viel Organisation verbringen. Gemeinsam werden wir langsam auf das Festival hinarbeiten und dabei natürlich viel Rock-Musik hören, damit die Wartezeit auf das nächste GaS goes Rock nicht zu lange erscheint! :D

Sandra: Neben dem Organisationsaufwand, der hinter dem Projekt steckt, gibt es auch noch einige Ideen, die im Raum stehen. Allerdings ist es immer eine Frage der Zeit, ob diese Ideen wirklich umgesetzt werden können oder nicht. Deshalb möchte ich diese auch lieber noch für mich behalten… Nur so viel: Sollte die Zeit es erlauben, wird es sicherlich vor Oktober noch die ein oder andere GaS goes Rock-Überraschung geben.

Möchtet ihr den Lesern abschließend noch etwas mit auf den Weg geben?

Anna: Ja, wir alle würden uns sehr freuen, wenn wir viele von euch im Oktober bei unserem großen Festival sehen würden, und wenn ihr dadurch uns und unser Projekt unterstützt!!!

Barbara: Es wäre schön, wenn ihr unser Festival mal besucht und es dann weiter empfehlen würdet. Und liked unsere Facebook-Page!

Sandra: Genau! Damit ihr auch die Überraschungen nicht verpasst! Ansonsten ist dem nichts mehr hinzuzufügen.

Termin: GAS Goes Rock – Akustikfestival am 25. Januar 2013

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GaS Goes Rock geht neue Wege. Statt einem einzelnen Festival, wie letztes Jahr (Review hier), sind es diesmal derer zwei. Die Spendenüberreichung vom letzten Jahr, die an den Kinder-Hospizdienst Saar geht, erfolgt im Rahmen eines kleinen oder doch eher großen Akustikfestivals. Das Line-up dürfte wohl der Traum eines jeden Alternative-/Indie/Rockfans sein:

Also ich freu mich schon. Gegen Ende des Jahres soll dann das altbewährte Rock-Festival folgen. Wohlgemerkt, es ist immer noch ein Schulprojekt, das heißt hier machen sich Schüler richtig Arbeit um uns ein Event der Superlative zu bescheren. Kommet zahlreich!

Veranstaltungslink auf Facebook

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Sachsen rockt… euch das Weihnachten…

Cover

Logo - Schwarz Ein Geschenk haben wir auch noch für euch. Naja, gut, eigentlich nicht wir, sondern Sachsen rockt. Die tolle Initiative hat just heute einen Underground-Sampler auf den markt geworfen, komplett kostenlos, wie immer… Sachsen Rockt! – Christmas Special II kommt als Doppel-CD randvoll gestopft mit 22 Bands beziehungsweise 36 Tracks + zwei ziemlich krassen Bonustracks, also insgesamt 38 zum Teil unveröffentlichten Songs… Metal, Skatepunk, Hardcore Punk, alles drauf, was das Herz eines Undergroundler begehrt. Wenn das mal nicht der Soundtrack für die Festtage ist, dann weiß ichs auch nicht. Review folgt…. bestimmt….

Beschreibung auf Facebook

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Cover

 

GaS Goes Rock geht in die dritte (und vierte) Runde

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Hier eine wichtige offizielle Pressemitteilung zu einem der spannendsten Schulevents der vergangenen Jahr. Das Beste vorweg: sogar zwei Events erwarten euch 2014, zum einen ein Akustikfestival (bereits am 25. Januar 2014), zum andern das gewohnte Starkstrom-Festival im Oktober, diesmal garantiert ohne Championship-Finale! So jetzt aber zur offiziellen Meldung!

Achtung, Musiker, aufgepasst: GaS goes Rock sucht euch!

Ihr habt eine Band und Lust, auf unserem Benefizfestival aufzutreten? Dann macht uns doch einfach auf euch aufmerksam!

Wir suchen Bands – für unser Akustikfestival am 25. Januar 2014 und – für unser GaS goes Rock Festival am 11. Oktober 2014.

Für beides könnt ihr euch ab sofort bewerben. Da es sich um ein Benefizfestival handelt, können wir euch leider keine Gage zahlen, aber wir sorgen natürlich für Backstageräume und kostenlose Versorgung während des Festivals. Und bis jetzt haben sich alle Bands sehr wohl gefühlt bei uns.

Außerdem spendieren wir euch ein Fotoshooting: Innen- oder Außenshooting, Band- oder Einzelaufnahmen, was immer ihr wollt.

Anfragen mit – Bandfoto – Internetpräsenz, falls vorhanden – 2-3 eurer Songs oder Links dazu – Grund, warum wir gerade euch engagieren sollen – Angabe, für welches Festival ihr euch bewerben wollt an gasgoesrock-festival@gmx.de oder an unsere Facebookseite oder mich (Sandra Rupp) direkt.

Wir freuen uns auf eure Post! Und den Link bitte fleißig weiterteilen!

Euer GaS goes Rock Team

Weitere Infos zum Projekt findet ihr unter www.gasgoesrock.de Und hier gibt es einen Eindruck zum diesjährigen Festival:

Ende der Mitteilung

Was Sandra nicht erwähnt hat: ich nehme an, es gilt und gibt auch den ein oder anderen Merchandise-Artikel abzusetzen. Zumindest ich laufe seitdem ab und an mit einem Trust Me I Lie-Shirt rum. Also: wer Bock hat für einen guten Zweck aufzutreten und gleichzeitig von der Vor- und Nachberichterstattung profitieren will… Meldet euch!

Review: ACR Record Release am 19. Juli 2013 in der Rockkneipe Schwemme in Pirmasens

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Groß angekündigt hat Iamhavoc die EP-Release-Party von A Cowboys Revenge und so war es natürlich für mich auch ein Pflichttermin das Konzert zu besuchen. Zunächst wurde das Ganze aber verlegt, vom Saalbau in die urige Rockkneipe Zur Schwemme (auch hier berichteten wir). War wohl vor allem eine kostenfrage und so ist es dem Gastwirt zugute zu halten, hier einzuspringen. Insbesondere wenn eine Horde Hardcore-Kids den Laden jeden Moment kurz und klein schlagen könnte. Aber dazu später mehr. Obwohl, normal werden die wohl mit Rockern fertig. Pünktlich angekommen die erste Sensation: der Beginn war ebenfalls pünktlich. Um 20:30 begannen

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A Fractured Hand (AFH)den Abend. Optisch schon mal beeindruckend: Wer schon dachte der gute Mike Muir könnte unter seinem Bandana nix sehen, der sollte erstmal den Bassisten von AFH sehen. Der spielt wohl nur nach Instinkt, so tief saß der Stofffetzen. Auch geil: eine Frau in einer Hardcore-Band, ein wirklich seltener Anblick. Die Gitarristin hatte auch die richtigen Posen drauf und bangte, was das Zeug hielt. Taff shit, genau wie die Mucke der Pirmasenser Lokalband, die gegen Ende des Jahres mit einer CD-Veröffentlichung auftrumpfen will. Da bin ich sehr gespannt, denn die Mucke ist gefällig, Hardcore mit Thrash-Metal-Elementen und coole deutschen Texte, in diesem Genre sind doch eher ungewöhnlich. Etwas irritierend für mich die toughen Jungs mit UCF-Shirts (“United Crowd Fuck”). Quasi eine Tanzgruppe, die den beliebten Volkssport Violent Dancing machten. Fand und finde ich albern. Nimmt den normalen Pogoleuten den Spaß an den Konzerten und lässt die vordere Reihe zu einem Boxring mutieren. Daher gibts auch ein paar Fotos von der Seite der Bühne ;-) Naja, gehört wohl zur südwestpfälzer Szene dazu, denn diesen seltsamen Sport betrieben bei allen vier Bands die Zuschauer, wobei es mal mehr, mal weniger auszuhalten war. Wie gesagt, meine Sache nicht, aber wer bin ich schon? Jedenfalls sind AFH eine Band, die man im Auge behalten sollte.

Als nächstes sollten Lion City aus Stuttgart spielen, aber die standen im Stau. Blöde Sache. Pay No Respect (2)Das ist dann der Moment, in dem man sich als Einzelgängerjournalist, dazu noch Ausländer aus dem Saarland,  etwas verloren vorkommt. Zum Glück leistete mir ACR-Schlagzeuger Paul etwas Gesellschaft. Als Mitorganisator schwitzte er wahrscheinlich noch ein bisserl mehr als die anderen Anwesenden in dieser heißen Sommernacht. Nicht nur die Verspätung von lion city machte ihm Sorgen, auch zur Hauptband war jeglicher Kontakt erloschen. Und die kamen ja aus Medway, Kent, da liegt immerhin ein Meer dazwischen. Kann man nichts machen, also ab an die Bar. Gut gefiel mir der Typ mit dem Straight-Edge-Shirt und dem Bier in der Hand. Wtf??? Netter Laden mit netten Bedienungen auf jeden Fall. Das Radler mundete, doch langsam war es Zeit auf Wasser umzusteigen. Interessanterweise kostete der Sprudel irgendwie immer unterschiedlich viel Geld. Egal, Lion City kamen dann schließlich und bauten schnell alles auf, kurzer Soundcheck und ab dafür.

Lioncity (1)Kurz war dann auch das weitere Motto der Band. Fast kein Song erreichte die Zwei-Minuten-Marke. Kürzer abgeschossen als auf ihrer (übrigens kostenlosen) EP (Bandcamp-Link). Holy Fuck, war das eine Show. Kompromisslos bis zum letzten. Es wurde das Einreißen des Ladens gefordert, was dann aber glücklicherweise uns allen (besonders dem Wirt) erspart blieb. Aber Pogo gabs schon und zwar wieder mal mit Karatetritten undsoweiter. Da konnten selbst die etwas seltsamen Sprüche des Sängers (nein, Pirmasens ist nicht im Saarland und dort wird auch nicht französisch geprochen, ja und Bitche ist eine französische Stadt, hat aber mit Nutten nichts zu tun, der Name kommt von der Burg Bithis, die dort mal stand). Krass auf jeden Fall, wie die Leute abgingen. Super Band, hart, härter, Hardcore. Keine Gefangenen wurden gemacht. Die Band knüppelte sich durch das Set, so dass man dachte, man hätte es mit einem Headliner zu tun. Mein Highlight neben der tollen Musik: das Helene-Fischer-T-Shirt des Schlagzeugers. So was feier ich!

A Cowboy's revenge (28)Man sollte erwarten, dass A Cowboy’s Revenge (ACR) danach einen schweren Stand haben sollten. Aber, das war nun mal ihr EP-Release und die Butter lässt man sich da nicht vom Brot nehmen. Zeitgleich zu Beginn der Show kam auch die Hauptband Pay No Respect an, der Abend war also gerettet. Ebenfalls Stau… kann man nix machen. Hat ja dennoch gut geklappt. Damit konnten ACR beruhigt loslegen. Ihre Mischung aus Death Metal und Metalcore war genau das richtige für das Publikum, das merkte man. Es wurde geheadbangt und gepogt. War auch etwas weniger Kickboxing angesagt, aber der gesamte Laden war in Bewegung um den Release der Sechs-Song-EP gebührend zu feiern. Lohnt sich! Simple, schnelle Hardcoreparts und harte Moshs, so beschreibt die Band ihre Mucke und genau das gabs auch auf die Ohren. Leider besteht das Material der Band auch nur aus diesen sechs Stücken, so dass viel zu schnell Schluss war. Zum Abschluss gabs ein Lied mit Gastsänger Christopher Franke, bisher noch bandlos. Der junge Mann ist auch auf der EP zu hören. Großartige Band, großartige Show. Danke nochmals für die Einladung!

Pay No Respect (42)Pay No Respect hatten keine Probleme den Anschluss zu finden, waren die meisten der 120 Personen im Raum doch nur wegen ihnen gekommen. Von Anfang an war Hochstimmung. Was man bisher noch nicht gesehen hatte (Stagediving beispielsweise), das zeigte das Publikum jetzt. Nein, Circle-Pit gabs auch schon vorher, man sollte es nicht glauben, dass das in dem kleinen Laden funktioniert, aber es klappte, mehrfach.Diesmal hielt ich es sogar zwei-drei Lieder im Getümmel aus, danach verkrümelte ich mich wieder Richtung seitlich gelegenem Merchstand, von wo aus man die Bühne und die vordere Reihe des Publikums gut sehen konnte.Die Show erinnerte mich an selige Hardcore-Tage im P-Werk Blieskastel, so gings ab. Nach dem doch etwas neuem Stil der vorigen bands gabs hier reinrassigen Old-School-Hardcore auf die Ohren. Straight (edge) in your face! UKHC, aber im US-amerikanischen Stil (der ursprüngliche UKHC um Bands wie Exploited, GBH oder Discharge geht ja eher in eine andere Richtung) gehalten. Klar, warum die Headliner waren, selten so eine Show erlebt. Gemäß dem Motto “This Stage is your stage” wurde es manchmal recht voll da oben. Auch das Publikum war sehr textsicher und gegen Ende durfte auch der Mercher ran. Perfekter Absch(l)uss.

Jungs, ich komme gerne wieder in die Südwestpfalz, gebt mir Bescheid!