The Ordeal – Descent From Hell

Jawoll. Die Freude war gross nach den ersten beiden Titeln. Wähnte ich doch mit der neuen Scheibe der Hannoveraner von THE ORDEAL schon ein neues Werk mit Höchstwertung im Player, aber dann kam es leider doch noch anders.

Nach den beiden superben Stücken “Descent From Hell” und “Black Rain” kommt erstmal eine etwas langatmige Ballade. Nun gut. Immerhin kann “Here Comes The Flood” ja nochmal ganz gut mithalten, was allerdings ein Cover von “Peter Gabriel” ist. Das hektische “Cyber Cross” ist dann aber ein erster Tiefpunkt. Mit “Second Sun” und “The Innocent” gibts wieder ordentlich was zu Hören, auch wenn es nicht ganz an die beiden Opener rankommt so spielen die Songs doch ungefähr auf der gleichen Wellenlänge, aber dann gehts leider rapide bergab und es folgen nur noch Füller.

“Dance With The Devil”, “Letter Of Time” und “Sinner’s Addiction” schreien nach der Skip Taste und spätestens beim dritten Durchhören kann ich dem nicht mehr widerstehen. Auch das abschliessende “Hellsgate” ist nur noch mittelprächtig und kann nichts mehr rausreissen.

Musikalisch spielt die Band in der ersten Liga. Virtuos gespielte Gitarren und Bassläufe untermalen den Gesang von Leadsänger Oliver Oppermann, dessen Organ frappierend an den Altmeister “Ronnie James Dio” erinnert. Alleine dafür schon lohnt sich das reinhören.

Die Band wäre vermutlich besser gefahren, hätte man hier lediglich eine EP mit den 5 besten Songs rausgebracht, aber aufgrund dieser kleinen Meisterwerke und der an sich sehr guten Leistung der Band, sind immerhin trotz der Füller noch 8 von 10 Punkten drin.

Upeh Winter

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