Siren’s Legacy – Casting Off

Heute mal einige Worte zur Promo-CD/EP/Demo von SIREN’S LEGACY, die ich vor einigen Wochen bei einem zünftigen Umtrunk im Devils Place in die Finger bekam. Die Scheibe ist 4 Tracks stark und voll mit Symphonic Metal. Die inzwischen 6 Mann/Frau starke Truppe aus Neunkirchen hat die Platte ursprünglich zu Promozwecken aufgenommen, weswegen das Ding, meines Wissens nach, auch nirgends zu kriegen ist. 2 Studio- und 2 Live-Songs erwarten den geneigten Hörer.

Entgegen der kürzlich veröffentlichten Demo zum neuen Song “Ghostship” kommen die 4 Tracks auf dem Promo-Demo nicht so thrashig und progressiv daher. Leider. Die ersten drei Tracks, “The Sailors”, “Last Farewell” und “Brotherhood” geben sich kompositorisch die Klinke in die Hand – ziemlich langsame, eintönige Rhythmen bei durchschnittlich spannendem Drumming. Highlights vermisst man generell. Produktionstechnisch wurde sehr viel Wert auf den Gesang gelegt, der gerade bei den Studiotracks so ziemlich das einzige ist, was man klar hören und verstehen kann.

Der Gesang selbst gibt sich auch keinen großartigen Ausschweifungen hin. Mehrheitlich in ziemlich hellem, monotonem Sopran abgewickelt, kommt da wenig Stimmung auf. Die drei Songs plätschern so dahin, reißen aber nicht wirklich mit.

Der letzte Track der Platte, “The Fallen Knight”, ist wie schon “Brotherhood” ein Livetrack – qualitativ aber kaum von denen aus dem Studio zu unterscheiden, was definitiv für den Song spricht. Hier kommt endlich ein bisschen Stimmung und Abwechslung in die bisher so eintönige Komposition.

Insgesamt gar nicht mal so sehr meine Mucke, daher auch schwer zu beurteilen, ob das jetzt der Bringer ist, oder nicht. Für meinen Geschmack fehlt einfach Abwechslung und vor allem Schmackes und ein paar dreckige Elemente. Aber vielleicht muss das beim Symphonic Metal so sein. Mit Blick auf das hoffentlich bald erscheinende neue Material (siehe Video im Anschluss), kann man Band und Songs aber guten Gewissens empfehlen.

Hinterlasse eine Antwort