Sommerferien… da gehen Mittwochskonzerte. Komisch nur, dass wohl die meisten, die da waren, gar nicht von den Sommerferien betroffen waren. Gut, dafür ging es auch recht zeitig (20 Uhr) los, mit den Leuten von Burt. Hochgeschwindigkeitsmucke für Leute Ü30, wie oft ich diese Stilbeschreibung in den letzten Jahren lieben gelernt habe. Ich sage es gerne und immer wieder, was saarländischen Grindcore angeht, sind Burt meine definitiven Lieblinge. Lustig, schnell, die Lieder mehr Statements als Songs, was für Napalm-Death-Puristen der ersten Stunde. Deutliche Ansagen, wie bei Stuhlgang gegen die braune Scheiße inbegriffen. Einfach nur purer Krach. Dazu das Minor-Threat-Cover 12XU und ein paar Lieder vom hoffentlich baldigst erscheinenden neuen Album. Super Konzertbeginn…
In der Umbaupause hieß es dann Wraps (zwei Geschmacksrichtungen) vom Veggie-Stand futtern und ein bisschen Piranja-Cola schlürfen. So, genug Schleichwerbung… Schließlich ging es mit Afterlife Kids weiter, die ich bisher nicht kannte. Die Jungs kommen aus der Hauptstadt und wurden erst dieses Jahr im Januar gegründet. Man sollte es nicht glauben, denn die Band wirkt perfekt aufeinander eingespielt. Musikalisch eine Mischung aus Emo, als er noch gut war, und Hardcore Punk aus den 1990ern (so auch die Selbstbeschreibung), dazu viele lustige Effekte. Rückkopplung, Samples und einen hyperaktiven Frontmann, der sich auch schon mal auf dem Boden wälzte. Nette Show, auf jeden!
Anschließend kamen Fuck, Wolves!, die mit vorgenannten gerade auf Tour sind und in der Nähe ihrer Heimat kurz Station machten. Nette Jungs und gute Mucke. Leider doch der Band vorher zu ähnlich, als dass sie mich AN DIESEM TAG überzeugen konnten. Ich schreie deshalb, weil ich sie bereits besser gesehen habe und ich klarstellen möchte, dass es mir nur um den Auftritt in Neunkirchen ging. Die Band ist erste Sahne, da gibts gar nix. Aber an diesem Tag langweilte mich das Ganze leider. Habe dennoch ihre 7” käuflich erworben. Also nix für ungut…
Den Abschluss bildeten La Miseria de tu Rostro, und … “Alter Schwede” hätte ich jetzt beinahe gesagt, aber die Jungs kommen aus Chile. Hallo? Aus Chile verdammt noch mal. Da gilt es einfach mal an dieser Stelle Chris von Woooargh zu danken, ein solches Event überhaupt zu stemmen. Ich meine, ich stehe eh auf den ganzen Exotenkram, aber aus Chile eine Band herzuholen die vor 50 Leuten spielt, das kann man sich mal schön in den Lebenslauf schreiben. Herrlich. Da macht es dann auch nix, dass der Sänger kein Wort Englisch spricht und die Ansagen dann in gebrochenem Englisch übersetzt werden. Musikalisch in bester Harcore-Punk-/Crust-Tradition Absolut intensive Punkshow gegen Ende, die auch vom Publikum wohlwollend honoriert wurde. So müssen Punkkonzerte sein! Ich hoffe, dass das Dream-Team aus Wooaargh und Last Exit Shows noch so einiges stemmen werden. Das hat mich an seelige AJZ-Homburg-Zeiten erinnert. Mehr davon! Jetzt!







































































































