Elegy Remains – As Centuries Collide

Mit “As Centuries Collide” liegt eine Metalcore-Eigenproduktion von Elegy Remains aus Emden vor. Es ist das Erstlingswerk der Band und legt gleich ordentlich vor. Metalcore hört man viel dieser Tage. Die Landflucht weg vom klassischen Metal und hin zum viel moderneren, replizierbaren Metalcore hat aber ihren Höhepunkt längst überschritten, weswegen Elegy Remains, zumindest für mich, mit ihrem Bekenntnis zum Metalcore, schon wieder sympathisch werden. Vor allem, weil musikalisch wirklich Wert auf harten Metalcore der ersten Stunde gelegt wird, statt, wie viele andere Junge Bands unserer Zeit, sich in zahllosen aneinander gereihten Breakdowns und disharmonischen Cleangesängen zu ergehen. Ein Unding, das ich in vielen der Metalcore-Reviews der letzten Zeit anspreche, welches sich aber Gott sei Dank nach und nach verliert.

Natürlich erwarten einen auch auf “As Centuries Collide” Breakdowns und gängige Elemente des Metalcore, jedoch raffiniert gesetzt und stets begleitet, von einer Härte, die in ihren Grundzügen an die ersten Neaera-Platten erinnert. Man nimmt kein Blatt vor den Mund und prescht von der ersten Minute an straight nach vorne.

Hin und wieder servieren einem Elegy Remains auch Clean Vocals. Keine besonders guten. Aber auf jeden Fall auch keine allzu schlechten und keine, die man schon zigfach auf anderen Platten gehört hat. Die Scheibe hat einen eigenständigen, erfrischenden Charakter.

Produktionstechnisch ist zwar nach oben hin noch einiges offen, man muss aber im Angesichts der Tatsache, dass es eine Eigenproduktion ist, eine große Lanze für die Jungs brechen.

Insgesamt erwarten den Hörer 12 starke Tracks, die der ganzen Metalcore-Geschichte nochmal neues Leben einhauchen und das Album zu einem gelungenen Erstlingswerk werden lassen. Unbedingt reinhören.

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