Ja, da haben noch ein paar Bands mehr gespielt, ich weiß. Die will ich euch auch nicht vorenthalten: Cold Soul (Düstercore aus Saarbrücken) waren ebenfalls am Start. From Heart to Mind aus Illingen hatten sogar ihr Livedebüt. Leider habe ich beide Bands verpasst. Normalerweise geht mein Plan, das Etablissement erst um 21:40 zu betreten, auf, in diesem Fall leider nicht. Sollen beide aber sehr gut gewesen sein.
Dafür freute ich mich sehr auf die College Sluts, die ich schon mehrfach empfohlen und immer wieder verpasst habe. Leider hatten die an diesem Abend mit unglaublichen Problemen zu kämpfen: neben einem fehlenden Bassisten, wollte auch das Mikrofonkabel des Gitarristen nicht so gerne funktionieren, so dass der begnadete Sänger Zach Aidan Callahan zusätzlich die Chöre übernehmen musste. Unter diesen umständen war es logisch, dass der Gig etwas kürzer ausfallen musste. Doch die Schlampen ließen sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen: wer aufs College will, muss eben auch ohne Bassisten vollen Einsatz bringen. Unter dem Motto “Bass spielen kann jeder” wurde aus dem Ganzen eine Tugend gemacht und der (nicht eingestöpselte) Bass herumgereicht. Und so kamen einige Leute in den Genuss, an diesem Abend Rockstars zu sein. War sehr nett anzusehen, auch welche Tricks manche Basser zeigen können ;-) Musikalisch sind die Schlitze leider nicht so ganz mein Fall, den mit Melodycore a la Sum 41 und Good Charlotte ist nicht so mein Fall. Man muss der Band aber zu Gute halten, dass die Musik sich nicht hinter ihren Vorbildern zu verstecken braucht, die Songstrukturen gut aufgebaut sind und die Flitscherl (jetzt hab ich Leo glaube ich durch) mit viel Herzblut bei der Sache dabei sind. Zach Aidan ist eh der witzigste Mensch der Welt und kann auch als Sänger überzeugen. Als Bonus gab es noch ein Lied, dass die Band vor etwa 11 Jahren (wohl im Kindergarten) für Blink-182 geschrieben hat: The Rock Show. Ein überzeugender Auftritt jedenfalls.
Als nächstes und letztes betrat das New Noise Project die Bühne. ihr Alternative Rock konnte die letzten Gäste des Abends (insgesamt haben wohl etwa 50 Leute Eintritt gezahlt) zum Bleiben überreden. Juz-typisch waren das nicht mehr so viele, auf Grund der frühen Stunde aber mehr als sonst bei der letzten Band.NNP sind durchaus ein guter Ausklang für den Abend: nicht zu hart, aber nicht zu soft. Der perfekte Rausschmeißer sozusagen. Die Band ist seit 1992 aktiv, von daher ist es wohl kein Geheimnis, dass es sich hierbei um routinierte Musiker, die unter anderem vorher/währenddessen und zwischendrin bei Reminder, Bleed Into One und The Third Trial gezockt haben, handelt, die eine recht einzigartige Mischung aus Punkrock-/Hardcore- und anderen etwas härteren Stilen verbinden. Ein neues Album hatten sie auch am Start und so gelang es ihnen, die letzten Gäste zum Mitwippen zu bewegen. Ein schöner Auftritt!













































