Im Interview: The Hand of Glory

THE HAND OF GLORY kündigten kürzlich an, eine Bandpause einzulegen. Wir wollten ein paar Hintergründe erfahren und baten die Band um ein Interview. Hier nun das Ergebnis.

Ende Februar habt ihr eine Auszeit angekündigt. Wie kam es zu dieser Entscheidung und wie fühlt ihr euch damit?

Diese Entscheidung entstand aus unserer momentan schwierigen Situation heraus. Unser Drummer Randall ist seit Februar für längere Zeit beruflich unterwegs, hat zudem den Bescheid bekommen gegen Ende des Jahres ins Ausland zu müssen, Johns Arbeitsvertrag in Deutschland läuft aus, ebenfalls womöglich schon innerhalb diesen Jahres und Sascha hat sich als Fotograf selbstständig gemacht und muss seither Tag und Nacht inklusive Wochenenden ackern. Als wir diese Lage und die Folgen für die Band realisierten, haben wir einfach Schwarz gesehen und so kam es zu dem Post über Facebook. Gut gefühlt hat sich mit dieser Entscheidung keiner, schließlich sind wir gerade auf einem guten Weg. Glücklicherweise sieht es aber nun so aus, als ob diese Pause gar nicht so unabwendbar ist wie sie zu Beginn schien. Von daher war das ganze auch vielleicht etwas voreilig. Letztendlich ist es besser eine schlechte Nachricht zu verkünden, die sich als im Nachhinein als falsch herausstellen kann, als vom einen auf den anderen Tag die Fans vor vollendete Tatsachen zu stellen. Ein positiver Blick in die Zukunft bestimmt deshalb momentan unser Handeln. Showanfragen nehmen wir ebenfalls nach wie vor an.

War vor der Entscheidung für eine Auszeit ein weiteres Album im Gespräch?

Ja. 2012 werden wir es aber leider nicht schaffen einen Nachfolger für “Break The Illusion” herauszubringen. Als kleinen Trost wird es jedoch eine Split EP mit John’s Nebenprojekt “The Covenant” geben. Unser erstes Video ist ebenfalls in Planung!

THOG hat Mitglieder verschiedener Nationalitäten – hat das Auswirkungen auf euren Bandalltag oder eure Shows?

2 unserer Mitglieder sind Amerikaner. Wir reden meistens auch Englisch miteinander, da wir Deutschen besser Englisch können als die beiden Amerikaner deutsch. Der Einzige der da nicht so klar kommt ist Sascha, der seinen Englischwortschatz auf “Awesome”, “Dude” und “Fuck” reduziert hat und ansonsten außschließlich auf saarländisch mit John und Randall kommuniziert haha. Witzigerweise verstehen die beiden ihn  meistens trotzdem und kommen dann teilweise mit Antworten wie “do sin de pär mit ma durchgang” (saarländisch für “da sind die Pferde mit mir durchgegangen”), oder man erfährt dass Randall’s Frau “häinsche bäinsche” zu Abendessen gemacht hat haha. Bei Shows kann man immer damit Punkten dass der Sänger Amerikaner ist. Da kommt ein “Fuck” nach dem anderen in den Ansagen. Genauso wie man sich das als Zuschauer wünscht. Insgesamt hat die unterschiedliche Herkunft große Vorteile. Nur selten kommt es zu Missverständnissen Aufgrund sprachlicher Hürden.

Du (Flüm) hast 2010/2011 den vakanten Posten an der Gitarre übernommen – wie groß waren die Fußstapfen, in die du getreten bist und wie war die Akzeptanz bei den Fans?

Flüm: Ich habe nach der Bekanntgabe, dass ich den Gitarristenposten bei THOG übernehme viel positives Feedback bekommen. Vor allem von Leuten die meine alte Band Centerfall und THOG kannten. Insgesamt war es aber ein sehr stiller Einstieg. Bei den ersten Shows sorgte es natürlich bei einigen für Verwirrung, dass da plötzlich “ein anderer” da steht, aber ich hatte nie das Gefühl, dass ich “nicht akzeptiert” werde. Charakter, Optik, Spiel, Gesang… ich bin eben ein anderer Typ. Ob ich da nun besser oder schlechter bin als mein Vorgänger… da gibt es wahrscheinlich viele unterschiedliche Meinungen.  Wie man es auch betrachtet, es ist eben wie bei jedem Besetzungswechsel.

Inzwischen konntet ihr einige größere Events spielen und die Bühne mit Genregrößen teilen – was war bisher euer bester Gig oder euer bestes Festival?

In unserer recht langen Historie gab es schon so viele großartige Momente. Es wäre ungerecht und falsch sich da auf DIE EINE Show festzulegen. Allerdings gab es wahrscheinlich DIE emotionalste Show. Wir spielten die letzte Show mit unserem Sänger Tom als Support für Slayer. Tragischer geht es nicht. Der damalige Höhepunkt unserer Band gepaart mit dem Weggang eines guten Freundes.

Welche Biersorte ist bei euch am beliebtesten?

Wir lieben sie alle!

Habt ihr eine Lieblingslocation, wo ihr immer wieder gerne auftretet?

Das Publikum im Fillmore ist der Wahnsinn. Es ist zwar eine der kleinsten Locations die wir je gespielt haben, aber wir kommen immer wieder gerne zurück, denn es ist unglaublich wie wir hier jedes Mal empfangen werden. Der Club ist bei unserer Abschlussshow unserer Deutschland-Tour einfach aus allen Näten geplatzt und es gab Stagediver, ohne dass es überhaupt eine richtige “Stage” gibt. Ansonsten sind das Nachtleben in Frankfurt, das Logo in Hamburg, oder die Stadtmitte in Karlsruhe Locations die vorbildlich ausgestattet sind.

Zum Schluss die obligatorische Frage in eigener Sache: Was können wir an unserer Seite und den Inhalten verbessern?

I AM HAVOC ist ne sehr coole Seite! Vielseitigkeit und Design sind echt super! Mit Reviews/Berichten von internationalen Acts könntet ihr euren sehr guten regionalen Themenbereiche auflockern.

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