This Is for the Kids Vol. 3 am 2. März 2012 im JUZ Neunkirchen (Tag 1)

Das Festival This Is for the Kids entwickelt sich langsam zu einer kleinen Institution in Neunkirchen. Am 2. und am 3. März fand die dritte Auflage statt. Eine vierte ist für den 8. und 9. September geplant. Ort des Geschehens war wie immer das Neunkircher Jugendzentrum. Zwei Tage drehte sich dort alles um Punk, Punk und nochmals Punk. Der Event startete am

2. März (Erster Tag)

Da Freitags bei mir andere Beschäftigungen Vorrang haben, kam ich erst gegen 21:30 an und hatte nach Ansicht vieler mir bekannter Gäste mit Ayakashi wohl schon eine ziemlich gute Band verpasst. Leider kenne ich die Band nicht, so dass ich diese Band nur eingeschränkt empfehlen kann. Den Leuten, die sie mir nahegelegt haben, vertraue ich allerdings normalerweise. Postpunk sagt das Fratzenbuch. Burts Hochgeschwindigkeitsgrind für Männer Ü30 habe ich leider auch verpasst. Ich kam gerade richtig zu…

Promises Kept aus Trier. Old School Hardcore im besten Sinne. Sehr agil und straight in die Fresse, so muss das sein. Allerdings war ich dann doch etwas beschäftigt mit dem üblichen Festivalgedöhns, also alle Leute begrüßen, den Merchstand zu inspizieren und viele dumme Gespräche zu drücken. Und natürlich mussten auch die leiblichen Bedürfnisse befriedigt werden. Dafür gabs leckere Veggie-Burger, Piranja-Cola sowie natürlich Bier und Biermischgetränke.

Als nächstes traten die 2011 gegründeten Diabolic Heritage auf. Denkt man bei diesem Namen eher an Thrash Metal, handelt es sich doch ebenfalls um eine Hardcore-Band, die jedoch einige Einflüsse aus erstgenannten Musikstil verarbeitet. Auch diese Band zeigte sich von ihrer besten Seite, auch wenn der Soundcheck ewig dauerte. Sehr souverän bestritten sie anschließend jedoch ihren Gig und konnten das Publikum sehr überzeugen. Dass die Texte allerdings Deutsch sind, habe ich erst beim Reviewschreiben gemerkt ;-) Da die Jungs gerade erst im Januar ihr Debütalbum via Bandcamp veröffentlicht haben, wage ich mal eine günstige Prognose: mit denen wird weiterhin zu rechnen sein. Live ein Brett und die Songs wissen auch im MP3-Modus zu überzeugen. Wenns da nicht bald einen Plattendeal gibt, weiß ichs auch nicht.

Mnmnts passten dann mit ihrem Post-Hardcore nicht ganz in den Abend hinein. Machten ihre Sache aber verdammt gut. Starke Screamo-Einflüsse und recht vertrackte Kompositionen, musikalisch sicherlich am beeindruckensten. Aber irgendwie wollte zumindest bei mir der Funken nicht so ganz überspringen. Aber checkt die Jungs aus Trier/Koblenz ruhig mal an, wenn ihr auf modernen Hardcore steht.

Mit World Eater sollte aber das Beste noch kommen… Old School at its best… und zwar New York Style. Aber keine dicke Backen-Musik, sondern eher so Unity-mäßig. Viele Props an die Szene usw., Repulsion-Shirt, also auch etwas in Metal-Gefilden unterwegs. Überwiegend sehr kurze Lieder, die man problemlos auch ohne Textbuch mitgröhlen kann. Gecovert haben sie wohl auch was, aber ich konnte auf der Setlist nur Killing Times Wall of Hate entdecken. Aber ich glaube, das haben sie gar nicht gespielt. Irgendwas aus Boston hat der Sänger glaube ich gesagt… Sachdienliche Hinweise bitte an die Redaktion. Bei den letzten zwei Liedern machte leider der Bass nicht mehr mit… Jedenfalls ein grandioser Abschluss für den ersten Abend. Ob man das noch überbieten kann?

 

Veröffentlicht von

Gripweed ist Wikipedianer mit Leib und Seele und das, was man gemeinhin als Musiknerd bezeichnet. Musikalisch ist er in vielen Genres beheimatet, wobei er das Exotische und Unbekannte den Stars und Sternchen vorzieht. Eine Weile bloggte er auch auf Blogspot.de, veröffentlicht seine Beiträge aber jetzt hier und nutzt seinen alten Blog http://gripweedsgems.blogspot.de/ nur noch selten.

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen