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Eine Split kann ja jeder veröffentlichen, Vinyl ist schwer beliebt, die CD nicht mehr so wirklich. Ganz aussen vor das Tape. Wobei, Thinner und Berlin Blackouts kommen ja aus der Hauptstadt, da ist man mindestens zwei Schritte voraus, die haben sich gedacht Videotape wäre cool. Aber wer hat nen Videospieler? Keine Sau. „Scheiss drauf, haun wa dat Ding auf youtube raus!“ und BÄM, hier isses:

 

 

Zu jeder Split gehört ne Tour:

** BERLIN BLACKOUTS + THINNER** Blitztour 2016
04.05. Hamburg – Komet
05.05. Lünen – Das Greif
06.05. Köln – Sonic Ballroom
07.05. Lüdenscheid – AJZ
08.05. Braunschweig – Uferstrasse

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Road Rage – Beware of the monkey (CD – 2016)
In eigenhand haben Road Rage aus der Ecke Limburg ihr erstes Album veröffentlicht. Seit ihrer EP, welche 2014 veröffentlicht wurde, hat sich auch was getan. Bassist Jan hat zwar immernoch die Aufgabe zu singen, jedoch mehr im Background. Die elf Songs sind wesentlich Hardrocklastiger als erwartet. Meine absoluten Highlights sind vor allem der Song „Demon“, welcher mich sehr an Iron Maiden erinnert. Weniger musikalisch, mehr vom ausgestrahlten Flair denke ich jedes mal an „Aces High“. Der Schlusssong „Drink, F#@k & Fight“ ist nicht nur lyrisch nah an GG Allin, auch musikalisch der punkigste Song der Scheibe.

Das Album lässt sich wohl ganz gut mit Gluecifer’s „Automatic Thrill“ vergleichen. Zu punkig für Hardrock, zu rockig für den Punker. Ein super Album ohne Tiefpunkte und mit umso mehr Highlights. Weiter so!

 

Reinhören (und bestellen) könnt ihr die Scheibe hier: https://roadrage.bandcamp.com/album/beware-of-the-monkey

 

Das bei einer musikalisch so vielfältigen Band wie Le Magnetophone auch eine musikalisch sehr vielfältige Topliste herauskam, war abzusehen. Hier sind die 10 Platten von David Scheidt, der auch ein Teil der Rapcrew Saarpreme war. Das neue Album Qualitätsmanagement von Le Magnetophone ist sehr breit gefächert und enthält einiges aus den gleich genannten Platten… (Review hier)

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1. Themselves – The no music
Unfassbar kreatives Rapalbum. Mit siebzehn hab ich die Platte entdeckt und fast geweint, weil ich nie gedacht hätte, dass so was mit Rap geht.

2. Flaming Lips – Yoshimi Battles the Pink Robots
Ich feier eigentlich alle Alben der Flaming Lips. Speziell dieses mag ich wegen Steven Drzod, der prägt durch sein individuelles Spiel oder Programming oder was auch immer die gesamte Platte. Außerdem hat glaub ich Thees Uhlmann ne Line von Do you realize geklaut. Funfact oder herber Vorwurf? Vielleicht hatte er auch einfach die selbe, gute Idee.

3. Zugezogen Maskulin – Alles Brennt
Für mich beste deutsche Platte aller Zeiten. Ich wurde noch nie von deutschen Texten so kalt gefickt und die Beats sind die amoksten. Was auf dem Album inhaltlich abgeht beschäftigt mich jetzt immer noch.

4. Radiohead – Ok Computer
Hab ich mit vierzehn das erste mal im Kaufhof gehört. Außerirdische auf der Erde gelandet, war damals mein Eindruck. Die Coupé hat diese Schalgzeile damals auch gespreaded, von daher kann da was dran sein. Die Platte verliert für mich bis heute kein Gramm an Reiz und beeinflusst mich mit ihrer Klangwelt noch immer.

5. Queen – Greatest Hits
War meine erste CD überhaupt. Eigentlich nimmt man in so Listen hier ja keine Greatest Hits auf. Das ist voll weak. Ich kenn halt alle Queen Platten und feier die alle, deshalb mach ich einfach die hier dazu.

6. Sigur Ros – Takk
Eines der besten persönlichen Erlebnisse mit Musik war der Kauf von Takk. Die hab ich blind im Laden gekauft und hatte vorher noch nie Sigur Ros gehört, weil mich die nicht interessiert haben. Romeo und Julia und so. Lahm. Dann fand ich das Cover geil. Gekauft. Gehört im Auto. Fand ich scheiße. Ein Jahr später dachte ich: hör se dir einfach noch mal an, sei nicht so ignorant. Seitdem ist Sigur Ros meine absolute Lieblingsband und ich halte die gar nicht aus.

7. Yoni Wolf, Andrew Border – Hymies Basement
21st Century Pop Song is eins meiner absoluten Lieblingslieder. Die Platte berührt oft die Grenze zum Krach und manchmal brauch ich das. Was ich an der Produktion am meisten liebe ist ihre unperfekte Art. Großartig.

8. Why? – Elephant Eye Lash
Da is Yoni Wolf Sänger. Die Platte hat für mich mit Crushed Bones so ziemlich den besten Opener überhaupt. Der hat unfassbar viel Kraft. Und eins meiner Lieblingsmusikvideos ist das zur ersten Single Rubber Traits. Gepriesen sei Yoni Wolf.

9. Wu Tang Clan – Enter the Wu Tang (36 Chambers)
Die hat mir Trip, mein ältester Freund, damals auf Tape überspielt. Da war die schon lange, lange draußen. Ich hab Wochen oder gefühlt Monate nichts anderes gehört. Damals fing ich gerade an Beats zu bauen und war immer unfassbar neidisch.

10. The Notwist – Neon Golden
Zu guter letzt Neon Golden. Die hab ich auf ner Geburtstagsparty 2003 zum ersten Mal gehört. Alle anderen sind raus zum grillen, ich blieb vorm Plattenspieler sitzen. Ich kannte The Notwist und fand die vor der Platte nicht so spannend. Aber die Kombination aus der Band und Martin Gretschmanns Electronikkram war überwältigend. Mittlerweile ist The Notwist glaub ich die Band, die ich am häufigsten live gesehen hab und ich bin jedes mal begeistert.

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Nachdem das AntAttack 2015 an gleicher Stelle ein so großer Erfolg war, entschied sich das sympathische Team (siehe Interview) aus Saarwellingen gleich in Neunkirchen zu bleiben. Das freut mich natürlich, denn dann habe ich keine so weite Anfahrt. Dennoch verpasste ich leider The Feelgood McLouds. Sorry dafür. Kollege Max hat ein Bild davon gemacht, das wird nachgereicht…

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NNP

Von NNP (steht für New Noise Project), die in letzter Minute für die erkrankten GWLT eingesprungen sind, sah ich leider auch nur die letzten beiden Lieder. Man sah der Band aus Völklingen an, dass sie sich auf der großen Bühne nicht besonders wohl fühlen. Sie standen sehr weit auseinander, eine Interaktion war dadurch erschwert. Dennoc machten sie ihre Sache durchaus passabel. Es war aber noch sehr wenig in der Halle los. Insgesamt waren zwar schon viele Besucher da, aber die verteilten sich über das komplette Areal.

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Steakknife

Das erste Mal voll wurde es dann bei Steakknife. kein Wunder, handelt es sich doch bei der Band um Lee Hollis um eine der ältesten, noch kativen saarländischen Punkbands. Mir persönlich gefallen ja die Spermbirds ehrlich gesagt besser, aber auch bei Steakknife kann man nix verkehrt machen. Gesanglich erinnert Hollis bie Steakknife ein bisschen an den guten laten Jello Biafra, wobei er jedoch leider nicht ganz an dessen unverwechselbares Stageacting heran reicht. Eher verhalten bewegte er sich ein bisschen zur Musik. Aber das passte auch zum Rest: Auch diese Band scheint eher kleine Bühnen gewöhnt zu sein, taten sie sich doch ebenfalls etwas schwer, zu einem glücklichen Zusammenspiel zu kommen. Nichtsdestotrotz sorgte Lee Hollis beim anwesenden Publikum für viele lachende Gesichter und zum ersten Mal gab es auch sowas wie Bewegung vor der Bühne. Zaghaft zwar, aber doch merklich. Zum Glück wurde auf den extensiven Einsatz von Nebel weitestgehend verzichtet. Sicherlich das erste Highlight des Festivals.

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Venerea waren dann sicherlich der erste Act für das Mainstream-Publikum vor Ort, denn schlagartig füllte sich die Halle. Die Melodyund Skatepunker im Stil von SNFU, Bad Religion, NOFX, Poison Idea und Dag Nasty unterhielten das Publikum zumindest sehr gut, mir wars nach drei Liedern dann doch zu eintönig. Zeit das Bon-System auszuprobieren. Mit 20 Euro kamn ich ganz gut über die Runden, wobei ich allerdings auch nicht soviel Bier trank, da ich ja noch fahren musste. Für den Getränkehaushalt von 17 bis 1 Uhr war diese Summe also ausreichend. Mich störte das Umwechseln in Ants nicht sonderlich, aber natürlich ist diese Art des Verkaufs oft mit Problemen behaftet. Diesmal fand ich aber am Schluss keine Ameisen mehr in meiner Jacke. Und das obwohl ein Teil meines Pfandes an Viva con Agua ging, die wie letztes Jahr schon, das Pfand für eine kleine Spende vom Veranstalter einsammelten. never change a running festival, den nicht nur diese Initiative war vor Ort, auch Kein Bock auf Nazis war wieder am Start. Ich verstehe aber die FCKAFD-T-Shirts nicht so ganz. Ist der Gag dabei nicht der, dass die Vokale fehlen? Müsste es dann nicht FCKFD heißen? Egal, jedenfalls hatten die Merch am Start. Etwas doof finde ich dann immer die Werbeeinlagen der Rauschgifthändler. Jedenfalls kann ich nicht nachvollziehen, wieso man umsonst Schnaps und Zigaretten auf einem Festival verteilen darf. Aber so ist das halt, wenn man eine Subkultur kommerzialisiert.

[caption id="attachment_21526" align="aligncenter" width="3968"]OLYMPUS DIGITAL CAMERAJaya the Cat

Fand ich die vorherige Band nur langweilig, so stellten die Wahl-Holländer von Jaya the Cat das erste Ärgernis dar. Pseudocoole Reggae-Mucke für bekiffte Studenten mit dezenten (quasi nicht vorhandenen) Einflüssen aus dem Rockabilly. Furchtbar grausige Mucke für Späthippies oder Leute, die keine Ahnung von Musik haben. Ja, das war böse, mir egal. Dem Publikum gefiels wohl ganz gut. Derweil kümmerte ich mich um den Rest des leiblichen Wohls und wurde natürlich bei Saarbucks fündig, die mal wieder einen tollen Stand hatten. Fleishcfresser wurden natürlich auch fündig, aber die Qualität der Speisen kann ich nicht beurteilen.

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Terrorgruppe

Zeit für die erste Hauptattraktion: Terrorgruppe aus Berlin waren seit langer Zeit wieder im Saarland und versprachen uns in die Zeit zurückzuversetzen, als wir alle 15 waren… und das gelang ihnen auch. Zu Hymnen wie Keine Airbags für die CSU (und AFD dazu…), Tresenlied und Russenhitler gings vorne bei gut gelauntem Pogo ab. Etwas weiter hinten wurde mitgegröhlt. Klar, bei der umfangreichen Diskografie der Terrorgruppe vermisste man das ein oder andere Lied. Mir fehlte Leider nur ein Traum, Mein Papa bewacht die BVG und Ich bin ein Punk on den beiden neuen Alben, die aber auch nicht so mein Fall sind, wurde überraschend wenig gespielt. Aber sobald Opa, Die Gesellschaft ist schuld… und Mein Skateboard ist wichtiger als Deutschland erklingen, hat der gemeine Punker seinen Spaß. Ein schön souveräner Gig. Einzig die Reihefolge war nicht klug gewählt. Terrorgruppe hätte als Hauptact auf jeden Fall besser gepasst als die nachfolgenden…

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Die Kassierer

Kassierer. Die waren natürlich auch geil, aber Terrorgruppe war dann doch ein Stückchen besser. Die Kassierer konnten jedenfalls nichts falsch machen. Ihr Humor ist ein doch ganz spezieller, aber die meisten sind doch bis Mainact geblieben, um Wampe und das viel zu große Glied (Mein Glied ist zu groß) von Sänger Wolfgang Wendland zu bewundern. Und der tollen Musik zu lauschen. Wendland hatte natürlich schon einen sitzen und öffnete pro Lied ein Bier. Toll jedenfalls, das auch viele Frauen zu Hits wie Mach die Titten frei, denn ich will wichsen abgehen konnten. Aber wir haben uns ja vorher auch alle durch das Mantra Stimmt ein, stimmt ein, Sexismus ist gemein vom Seximus geheilt. Mein Lieblingslied Das Leben ist ein Handschuh sowie die Kreisler-Cover spielte die Band leider nicht. Die Songauswahl beschränkte sich auf die Suff-Hymnen wie Besoffen sein, Blumenkohl am Pillemann oder ihr Hit Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist. Seinen Pimmel holte Wolfgang nur ganz kurz raus. Aber muss ja auch nicht… Wie gesagt, nicht schlecht der Gig, aber gegen Terrorgruppe stank es doch gewaltig ab.

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Blackeyed Blonde

Bis zu Blackeyed Blonde bin ich dann aus journalistischen Gründen noch geblieben. Nun, alles hat seine Zeit, die von BEB ist definitiv vorbei und kommt auch nicht wieder. Zwar gaben die Jungs Vollgas, doch man muss schon sagen, dass die Mucke aus heutiger Sicht einfach nur noch peinlich ist. Ein paar Leuete sind noch geblieben, um vielleicht ihre Jugend wieder aufleben zu lassen. Aber ich bleibe lieber im Jetzt und war so dann auch ne Stunde früher zu Hause.

Alles in allem wieder mal ein sehr schönes AntAttack. Ich hatte sehr viel Spaß, wobei ich es letztes Jahr noch eine Kante geiler fand. Ich hoffe, die nächste Ausgabe kommt… Der Besucherandrang ließ sich jedenfalls sehen.

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Heute gibt es einen Gastbeitrag! Vor bereits mehreren Wochen haben Baretta Love, Bad Ideas und The Lion And The Wolf im Schimmelkeller des Exhauses gespielt. Die neue Konzertgruppe Kablbinder Shows veranstaltet da aktuell sehr viele Shows. Geht da doch ruhig alle mal hin. Über die Qualität der Shows könnt ihr hier und jetzt was nachlesen!

The Lion and The Wolf (aka Isle Of Wight-based singer-songwriter Thomas George)

Als Thomas auf die Bühne kam, war es die ersten fünf Minuten noch recht leer, bis die Leute verstanden haben, dass es losgeht, aber dann füllte sich der Raum sehr rasch, sehr voll. Das war ganz witzig, weil er schon etwas sorge hatte vor zwei Menschen spielen zu müssen und man ihm seine Enttäuschung förmlich ansehen konnte. Umso schöner war es, als plötzlich immer mehr Leute in den kleinen Raum kamen und man ihm seine Überraschung, Freude und Dankbarkeit im Gesicht ablesen konnte.

Der dritte Song fing an und das Eis zwischen Künstler und Publikum war gebrochen! Man konnte es förmlich knacken hören und zusehen, wie die Leute immer mehr in seinen Bann gezogen wurden und an seinen Lippen hingen. Es fühlte sich an, als wollte er sich mit seiner unfassbar schönen Stimme und seiner Gefühlvollen Art zu Singen bei den Leuten bedanken.

Auch die nächsten 40 Minuten gingen mehr als unter die Haut!

Der Applaus und das Publikum waren zu 300% auf seiner Seite! Keiner wagte es ein lautes Geräusch zu machen, während er musizierte. Als ob sie alle Töne sofort aufsaugen wollten und am liebsten damit verschmelzen würden.

Die zweite Situation, die ich so noch nie erlebt hatte, war direkt nach dem Konzert. Es gab zwei Kategorien von Menschen: die einen gingen direkt zum Merch-Stand und kauften sich eine Platte und die Anderen umringten Thomas (der heimliche Star des Abends wohlgemerkt) um ihn zu sagen wie emotional Ergriffen sie waren und wie schön das Ganze doch war.

Ich habe ja schon viele Singer Songwriter gesehen und zugegeben bin ich auch eigentlich wirklich kein Fan von so viel Melancholie (außer bei Henning Mankell!), aber ich habe noch nie einen Singer-Songwriter gesehen, der es geschafft hat innerhalb von Minuten die Masse so in seinen Bann zu ziehen und die Leute so mit bloßer Stimme und Gitarre zu verzaubern, als ob vor ihm ein Haufen Zombies ohne eigenen Willen stehen würde. Das Geheimnis ist glaube ich, dass man das Gefühl hat, dass man nicht nur in die Musik eintaucht, sondern auch ein Stück weit die Person und seinen Charakter erblickt und das Gefühl hat, man kennt sich schon Ewigkeiten und man hört keinem Fremden zu, sondern einem guten Kumpel, dem man total vertraut!

Müsste ich das Wort beautyful erklären, würde ich sagen: „Geh zu einem Konzert von The Lion and the Wolf!“

 

Baretta Love

Erste Band bzw. Künstler ist abgehackt. Jetzt schnell change over und dann geht’s weiter mit den drei Berlinern von Baretta Love! Wir sind alle etwas nervös, da wir beim letzten Mal (Brutal Youth) durch unterschiedliche Faktoren ein paar Soundprobleme hatten und das kl. Exil auch nicht unbedingt der beste Raum für guten Sound ist. Der Schlagzeuger zählt ein, der Gitarrist lässt die ersten Töne erklingen, der Sänger singt die erste Stophe und dann… Aufatmen! Der Sound war echt perfekt und diesmal stimmte wirklich alles! Super Sache. Nicht nur der Sound von unserem Soundmenschen Felix, sondern auch der Sound und die musikalische Leistung von Baretta Love! Eine Mischung aus Punk, Indie und träumerischem Großstadt Poprock! Passt perfekt zu der Hauptband Bad Ideas und lässt Großes versprechen. Um nicht ganz die Punkrockattitüde zu verpassen und ein kleines Statement zur aktuellen Situation in unserem „wunderschönen Deutschland“ an das Publikum preis zu geben, wird kurzerhand „1000 gute Gründe“ von den Toten Hosen gecovert. Wie das Publikum bei Baretta Love war kann ich glaube ich gar nicht so richtig beschreiben, da die Band es geschafft hat einen in seine eigene kleine Traumwelt zu versetzten, von der aus man das Konzert mit großen Augen bewundert hat und den Rest der Welt einfach für eine gute Stunde ausgeblendet hat. Das aller spannendste an Baretta Love ist jedoch, dass die Band ihre ganz eigene Art und Attitüde hat. Es ist eine wirkliche ausdrucksstarke Charakter-Band, von der man mit Sicherheit noch einiges hören wird! Wir haben uns deswegen direkt nach dem Konzert einen Gig von dem Sänger mit seinem Soloprojekt „The Truth“ geschnappt! Man darf also gespannt sein!

 

BAD IDEAS!

Bad Ideas kenne ich schon vom Uncel M Fest vorletztes Jahr im ExHaus! Sehr coole Typen mit sehr guter Musik! Deswegen habe ich mich auch sehr gefreut, als die Jungs anfragten, ob noch zwei Slots frei wären. Ich mag es sehr, wenn man Veranstalter/in ist und man Bands schon einmal getroffen hat bzw. vorher kennen gelernt hat. Da geht der Abend und einfach alles viel leichter und unverkrampfter von der Hand. Alle fühlen sich direkt viel wohler und diese Atmosphäre überträgt sich natürlich auch auf die Leute, die da sind. Man hat dann nicht das Gefühl, dass man Musik an Geld verkauft, sondern das ganze noch aus ideologischen Gründen und der Musik wegen macht. Auch wenn der Gedanken sehr Naiv ist, ist er trotzdem schön und ich möchte ihn mir beibehalten.

Kurzer Line Check und ab geht’s! Bad Ideas wirken auf den ersten Blick unheimlich professionell, als ob die Band eigentlich vor ausverkauften Hallen mit hunderten von Leuten spielen würde und heute mal ein privat Konzert „just for Fun“ geben würden, aber wenn man den Jungs länger zu schaut merkt man, wie unheimlich viel Freude sie an dem haben, was sie da gerade auf der Bühne tun. Das macht als Zuschauer direkt doppelt so viel Spaß und man kommt bei so viel tanzbarer Musik und Sympathie nicht herum, sich zu bewegen. Das denken sich wohl auch andere Menschen und schon beim ersten Song wird sich, untypischer weiße für Trier, zur Musik bewegt! Dazu muss man sagen, dass Baretta Love auch wirklich gut vorgelegt hat und die Leute hier schon am rumwippen waren!

Im Laufe des Konzerts wird das Tanzbein immer mehr geschwungen und Zufriedenheit liegt in der Luft. Höhepunkt ist dann der Schlußsong, den anscheinend sehr viele kennen, mitsingen und noch viel mehr Tanzen. Wirklich schön, so viele glückliche Gesichter zu sehen und eine so unglaublich schöne, entspannte und intime Atmosphäre bei Konzerten zu erleben. Am Ende des Abends kommen sich Publikum und Bands am Merchstand noch etwas näher. Es wird geplaudert, Eindrücke ausgetauscht, Lob weitergeben und natürlich die ein oder andere Platte gekauft. Das zu beobachten lässt mein Herz innerlich einen Sprung machen, weil ich mich über so etwas immer sehr freue und das Ziel des Abends, die Leute mit netten Künstlern und guter Musik happy zu machen, erreicht wurde.

 

Für mehr Shows von uns, guckt doch mal auf fb.com/kbshows vorbei!

 

 

Text von Erdbeereis!

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Riggots – In Joke (CD – 2015 – Anti Pop Records)
Riggots sind eine zweiköpfige Band aus der englischen Arbeiterstadt Wigan. Auf ihrem Debutalbum präsentieren sie 13 Songs die sehr flott sind. Auf ein Minimum reduziert machen Martin und Rob auf einer Gitarre und Schlagzeug unheimlich viel Dampf. Viel Geschrei, stellenweise aber auch Gesang und gesprochenes lassen das ganze nicht langweilig werden. Unheimlich gute Leistung!
2016 sind die beiden unheimlich viel unterwegs. Zum ersten mal verlassen sie auch die Insel und kommen auch nach Deutschland!!
Hier sind die Tourtermine:
21.04.16 UK-Manchester, Manchester Punk Festival

22.04.16 NL-Hengelo, Innocent Bar

23.04.16 D-Berlin, Supamolly

24.04.16 D-Ludwigsburg, Rock n Roll Bar

25.04.15 D-Augsburg, Ballonfabrik

26.04.16 F-Nancy, Ouf House

27.04.16 CH-Geneve, L’usine

29.04.16 I-Imperia, Circolo Arci Camalli

30.04.16 I-Florence, CPA

02.05.16 UK-Liverpool, Smithdown Festival

 

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Die Bayou Street Beat & Brass Band hat vor ein paar Wochen ihre erste EP über das Label Sarre Side Music veröffentlicht. Nun haftet der Blasmusik in Deutschland ja immer noch etwas Biederes und Spießiges an. Bierzeltkapellen und Marschlieder, Volksmusik und Langeweile. DIe kommt bei der BSB&BB aber sicherlich nicht auf. So ist hier natürlich auch eine Rhythmussektion anhängig, zum anderen kommt der Name ja nicht von ungefähr. Die 11-köpfige Kombo mit 8 Bläsern und 3 Schlaginstrumenten verarbeitet nämlich Einflüsse aus der New-Orleans-Szene und spielt einen feurigen Mix aus Funk, Jazz, afrikanischen und südamerikanischen Rhythmen sowie dezente Hip-Hop-Elemente. Dabei steht die Kombo normalerweise auch nicht rum, sondern marschiert auch gerne bei festen durch die Straßen. Aber auch in verschiedenen Lokalen, zum Beispiel im Baker Street konnte man die Gruppe schon erleben. Die EP umfasst sieben Lieder, darunter die drei Eigenkompositionen Keep Marching, FFBBB (steht für Freaky Funky Brass Band Beat sowie der Kitchen Song. Vier Lieder sind Coverversionen. Dabei handelt es sich um I Got It Going on von US3, das famose Pass the Peas von J.B.’s, Kind of Latin Rhythm von The JuJu Orchestra mit einem sehr witzigen Wechselgesangsspiel sowie New Blood von der Youngblood Brass Band. Sowohl die Coverversionen als auch die Eigenkompositionen sind super eingespielt. Die Qualität der Aufnahmen ist top und auch handwerklich ist alles prima. Die Musik ist sehr fetzig und macht einfach Spaß. Eher etwas für die wärmeren Monate des Jahres und für die Tanzmäuse unter euch. Besonders toll fand ich den deutschen Hip-Hop-Gesang bei FFBBB und das schon erwähnte Wechselspiel bei Kind of Latin Rhythme (auch ich bin froh, dass es nicht Santana ist).

Reinhören könnt ihr über Soundcloud. Das Album ist auf Konzerten der Band erhältlich sowie über iTunes und Spotify.

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Elm Tree Circle – Drawn (CD – 2016 – Flix Records)

Aus einem Soloprojekt wurde eine Band – so der Wertegang von „Elm Tree Circle“. Sechs Titel welche man durchaus dem Genre Poppunk zuordnen kann sind auf dieser EP vertreten. Herausstechen kann keiner, untergehen tut jedoch auch keiner. Als Einflüsse werden u.a. the Ataris und Blink 182 genannt. Das passt auch sehr gut.

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Das Punk For Help Festival in St Wendel fand am 9.4. zum ersten mal statt. Das letzte Punkevent im Saalbau fand im Dezember 2013 mit dem Saarlopalooza statt. Acht Bands spielten auf den Samstag Abend auf, alle aus der Grossregion Saar Pfalz, abgesehen von den Wermelskirchern „Skin of Tears“. Alle Bands habe ich mir nicht angesehen, teils weil das Wetter draussen super war, teils weil ich kein Bier mag und es nur Bier im Saalbau gab, teils aus desinteresse an der spielenden Band. Punkt Vier war ich bereits vor Ort da das Timetable noch nicht raus war und ich davon ausging dass „Alarmstufe Rot“ den Abend eröffnen würden. Opener waren jedoch „Something to eat“, diese habe ich bereits vor einem guten Jahr in Illingen gesehen und nicht so cool gefunden. Viel wurde „gegrowlt“ und das ist nicht meine Welt. Schnell zu Wasgau, dort nen guten Rotwein für 1,79€ kaufen und schnell leeren. Zur „Deutschpunkrevolte“ von „Alarmstufe Rot“ sollte man nicht nüchtern erscheinen. Der Raum ist noch sehr leer und die Band zu leise, der Bass recht häufig outta time, aber ansich solide Show der Punker. Gitarrist Noah ist erst ein halbes Jahr dabei und macht seinen Job unheimlich gut, leider ist er noch etwas schüchtern auf der Bühne. Das verfliegt aber noch. „Suck it up“ sind dem Kaiserwetter zum Opfer gefallen, Rotwein im Kofferraum lässt die Zeit verfliegen. Aber pünktlich zu „A Hurricane’s Revenge“ bin ich wieder am Saalbau. Auf die Moselaner habe ich mich mit am meisten gefreut. Zwar habe ich die Jungs schon etliche male gesehen, aber cool sind sie immer wieder. Uncool war dass nur ca 30-40 Leute die Jungs auf der grossen Bühne angeschaut haben. An der guten Show änderte das nichts! Jetzt erstma was gegen den grossen Hunger tun. Kebap, Malzbier und Jack Daniels helfen. Danach fangen auch pünktlich „Sound Attack“ an. Sehr Highschoolpunkmässig, nich so meines, jedoch auf der Bühne wird sich viel bewegt. Im übrigen sind die Jungs auch Veranstalter des Festivals. Fetter Daumen hoch! Mitlerweile sind übrigens auch geschätzt 150 Leute da. Mehr wurden es zwar nicht mehr, doch der Fan-/Freundeskreis feierte die Band fleissig ab.

„Skin Of Tears“ sind schon lange dabei, zwischenzeitlich jedoch auch mal mit Pause. Die Wermelskircher haben mich absolut nicht überzeugen können. Dieser Mix aus Skapunk und Melodycore ist garnicht meins. Als Band von auswärts haben die Herren es auch schwerer die Halle zu füllen. Zwar nicht ganz so voll wie bei „Sound Attack“, aber ganz ok. Neben eigenen Songs gibts auch ein Cover des Slimesongs „Religion“. Bald soll auch eine neue Scheibe kommen. Headliner sind die Saarbrücker „Daily Riot“. Gegründet wurde die Band bereits Anfang der 90er. SBHC at it’s best. Bei diesen alten Herren können sich einige Junge einige Scheiben abschneiden. Das Publikum tobt, wirft Absperrgitter um, die Bühne wird von den St Wendlern Rollstuhlfahrern Jonas und Tobi erobert (bei anderen Bands haben die beiden übrigens ihre bekannte Wall of death und ihren Circle Pit zum besten gegeben). Richtig fette Nummer!!
Im Anschluss rufen die Veranstalter alle Bands für ein Gruppebild auf die Bühne und bedanken sich bei allen Sponsoren.

Sämtlicher Gewinn dieser Veranstaltung wird übrigens an Pro Asyl gespendet. Ich hoffe dass das Event wiederholt wird, jedoch entweder mit FETTEM Headliner oder in kleinerer Location. Der Stimmung hat die riesen Location leider sehr geschadet. Achja, und Schnaps und Wein beim nächsten mal bitte auch auf die Getränkekarte setzen!!

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Brightr – Year One (CD – 2016 – Flix Records)

Brighter ist ein sogenannter „Singer/Songwriter“. Ansich finde ich diesen Ausdruck kacke, denn auch in „lauten“ Bands gibt es Sänger und Leute die Lieder schreiben. Er spielt auf alle Fälle akustische Musik die durchaus radiotauglich ist. Die Stimme erinnert mich stellenweise an Ingo Donot, zumindest wenn dieser englisch singt. 12 Songs bei denen sich die meisten zwischen 1 1/2 und 3 Minuten bewegen. Es ist schwer mich mit reiner Akustikgitarrenmusik zu begeistern. Leider gelingt dies auch Brightr nicht, was nicht heisst dass es schlecht ist!

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The Italian Stallion – Death Before Discography (LP – Twisted Chords / Spastic Fantastic)

The Italian Stallion haben ihre 45 Songs umfassende Diskografie auf einer LP wiederveröffentlicht. Wenn 45 Songs auf eine LP passen sagt das schon viel über die Musik aus: es kann nur super schnell sein und die Stücke sind eher um als sie Anfangen. 4/5 der Band spielen heute bei Abfukk. Diese wurden kurz nach der Auflösung der Band 2008 gegründet. Im Vergleich zu Abfukk sind TIS noch ein wenig schneller und singen hauptsächlich englisch, einige Stücke in deutsch haben es jedoch auch auf die Scheibe gepackt. Neben den eigenen Songs haben es auch Cover von GG Allin, Slime und Black Flag auf die Scheibe gepackt. Halt einfach alles was die Band veröffentlicht hat und noch etwas mehr. Die Texte sind übrigens auf ein Poster gedruckt. Sollte man sich mal zulegen!

 

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Rasender Stillstand – 100% Rasender Stillstand (LP – 2016 – H’artscum Records / Inselkind Schallträger Abstrus / Mad Butcher Records)

Auf das neue Album der Dortmunder Band „Rasender Stillstand“ habe ich mich sehr gefreut. Zwar ist es Jahre her dass ich sie live gesehen habe, jedoch höre ich immer mal wieder ihre CD’s. Mit diesem Album hat sich einiges geändert: Zum ersten hat man sich von der liebevoll selbstgebastelten CD verabschiedet und den Schritt zum Vinyl gewagt. Einerseits schade, die CD’s waren immer sehr geil, andererseits höre ich LP’s wesentlich aufmerksamer. Ausserdem fehlt zum ersten mal der Song „Stadt Rebellion“, dieser war zuvor nämlich auf jedem Album drauf!

Elf Songs präsentieren die vier Dortmunder nun auf ihrem neuen Album. Auf den Vorgängern waren die deutschen und englischen Stücke stets gemischt, dieses mal findet man auf Seite A die deutschprachigen Stücke und auf Seite B die englischen. Der Song „Alarm“ beginnt erstmal mit einem Alarmsignal, und genau das machen Rasender Stillstand auch: mächtig Alarm. Sehr gut ist auch der Wechsel am Gesang zwischen Frau Paula und Rodger 451, das sorgt für viel Farbe im Bild. Die Texte sind sehr systemkritisch. Hier wird Punkrock zwar nicht neu definiert, jedoch präsentieren Rasender Stillstand ihn genau so wie er ist: schnell, kritisch und machen unheimlich viel Spass.

Seht zu dass ihr euch die Band mal anseht. Die können unheimlich was!

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Am 16.4., also heute in einer Woche findet zum siebten mal das Antattack Festival statt. Wir haben mit Stefan aus dem Veranstaltungsteam ein kurzes Frage-Antwortspiel gespielt. Was euch erwartet und was hinter den Kulissen passiert könnt ihr jetzt und hier nachlesen!

iamhavoc.de: Hey Stefan,
in nur einer Woche findet das Antattack Festival statt. Schon nervös?
Stefan: Nervös ist man immer, egal wie lange man schon so ein Festival macht. Es kann einiges schief, gutes Beispiel: Bring me the horizon diese Woche in Luxemburg, die Show wurde abgesagt, weil die Band in Belgien mit ihrem Bus wegen dem Streik festgesteckt hat.
Das schlimmste ist, wenn das Bier alle ist – das wird uns hoffentlich nie passieren ;)

iamhavoc.de: Das Lineup hat es ganz schön in sich, immerhin spielen Steakknife als lokale Grösse bereits als zweite Band. Die mächtigen Kassierer sind bereits zum dritten mal bei euch zu Gast. Wie kommt das?
Stefan: Ich finde jedes Festival sollte seine Homies haben. Wir haben diese bei den Kassierer gefunden.
Natürlich hoffen wir durch den frühen Slot von Steakknife die Halle auch schon früh füllen zu können, was an einem Samstag auch gut möglich ist.

iamhavoc.de: Letztes Jahr wurde das Festival nach Neunkirchen verlegt, also einmal quer durchs Saarland. Wie wurde dieser Umzug aufgenommen?
Stefan: Wir hatten schon etwas Angst vor dem Umzug, aber im Großen und Ganzen wurde der Umzug gut aufgenommen und wir konnten die Zuschauerzahl fast halten. Was vielleicht auch an den Nach-Hause-Shuttles liegt, welche man sich für 5€ buchen kann.
Ein Dank geht hier an die Bank1Saar-Volksbank Neunkirchen, die dies erst ermöglicht. Die Einnahmen von den Shuttles werden wir an den Zoo in NK spenden.

iamhavoc.de: Zum siebten mal veranstaltet ihr nun das Festival. Was hat euch denn dazu bewegt ein solch grosses Festival aufzuziehen?
Stefan: Aus einer Schnapslaune heraus ;) alle im Team haben irgendetwas mit Musik zu tun, der Vater Berufsmusiker, selbst Musiker oder einfach nur fleißiger Konzertgänger. Da wollte man selbst etwas auf die Beine stellen und sich vielleicht mal einen Traum verwirklichen. Wir alle stehen in einem normalen Berufsleben und machen das Ganze als Hobby, auch wenn man es mittlerweile eigentlich nicht mehr als Hobby bezeichnen kann. Wir veranstalten neben dem Antattack auch noch das RockCamp Festival, das AkustikOpen und ein paar Clubshows.

iamhavoc.de: Was wäre denn euer Traumheadliner? (ihr dürft auch gerne utopisch denken!!)
Stefan: Ich glaube da hat jeder im Team seinen persönlichen Traumheadliner, RANCID, Biffy Clyro, Rage against the machine kann man da bestimmt dazu zählen.

iamhavoc.de: Es ist 13 Jahre her dass die Terrorgruppe zum Blutpogo im Saarland aufgerufen hat, kann etwas Besonderes von den Jungs erwarten?
Stefan: Wir lassen uns da selbst von der besten Live Band der Welt überraschen ;)

iamhavoc.de: Ansich ist das Lineup ja auch sehr bunt gemischt. Erst gibt es Folkpunk mit den Feelgood McLouds, dann soliden Punkrock von Steakknife, Hardcore von GWLT, melodischen Punk von Venerea, einen abwechslungsreichen Mix aus Ska und Raggea von Jaya the cat, Aggropop von der Terrorgruppe, Asselpunk von den Kassierern und zum Feierabend dann einen Mix aus Rock und HipHop von Blackeyed Blonde. Wie sucht ihr euch denn die Bands aus? Oder schaut ihr was angeboten wird und schlagt schnell zu?
Stefan: Klar muss man schauen was man angeboten bekommt, aber wir haben schon feste Bands im Kopf und probieren diese auch zu bekommen. Leider klappt es nicht immer, es gibt Bands, da kämpfen wir schon seit Jahren diese in unser Lineup zu bekommen, aber wir geben da die Hoffnung nicht auf und fragen dort immer wieder nach ;) Ab und an muss man auch mal eine Band einfliegen lassen, so machen wir das bei Venerea. Venerea war schon beim ersten Antattack dabei und mit neuer Scheibe mussten wir sie einfach haben ;)

iamhavoc.de: Um 1:30 ist die Sause um. Was soll der betrunkene Festivalbesucher denn am besten machen bis der erste Zug kommt? Irgendwelche Tipps wo man am besten noch ein paar Kurze trinken kann oder anders die Zeit totschlägt?
Stefan: Da die Gebläsehalle doch ziemlich central liegt, kann man anschließend noch in die City einen Absacker schnappen gehen.


iamhavoc.de: Dann freuen wir uns mal auf einen schönen Samstag Abend!
Stefan: Eher auf einen Samstag Nachmittag, früh kommen lohnt sich doch!
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Tides

Donnerstags im Juz stand ein Konzert von Midsummer Records an und das heißt immer pünktlich sein, weil die Running order sowie die Zeitvorgaben strikt eingehalten werden. Dementsprechend spielte Tides schon und ich war ganz überrascht Thomas (Friends & Liars, And Plagues Will Follow [gibts die noch?])) an Gitarre und Gesang zu sehen. Gibts noch gar nocht so lange, erst seit 2014, aber haben schon eine EP über Bandcamp veröffentlicht (hier). Vor wenigen tagen war das Livedebüt im JUZ Saarlouis, das macht Illingen zu ihrem zweiten Auftritt. Schöner Punkrock. Groß war auf jeden Fall der Acapella-Ausstieg. Ein Livevideo ist an diesem Abend auch entstanden. Ziehts euch rein.

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Resolutions

Resolutions aus Hannover sind gerade auf Release-Tour betreffs ihres Debütalbums Weights und wagten an diesem Tag auch einen Auftritt in den Hallen meines Lieblingsjuzes. Geboten wurde solider, melodischer Punkrock. Auch die Show war in Ordnung, aber musikalisch nicht ganz so mein Fall. Jetzt bei der Recherche habe ich allerdings das Musikvideo zu Flat Landscapes entdeckt, das mir doch recht gut gefällt. Vielleicht fehlte mir an dem Abend nur ein wenig der Druck. Muss ich nochmal eine zweite Chance geben.

Als letzten Song gabs das The Weakerthans-Cover Aside. Das war den Anwesenden wohl bekannt, sah man doch den ein oder anderen mitsingen.

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Irish handcuffs

Irish Handcuffs aus Regensburg überzeugten mich bereits mit ihrem Button, der ein faultier zeigt. Musikalisch hatten sie da leichtes Spiel, zumal die Musik etwas mehr Ecken und Kanten hatte. Etwas überraschend kam jedoch das recht abrupte Ende ohne Zugabe. Naja, DOnnerstag Abend kann man durchaus um 22:00 Uhr Schluss machen, das ist schon ok. Aber eins wäre bestimmt noch gegangen… Hat aber auf jeden Fall Spaß gemacht allen drei Bands zuzugucken. Eine sehr überzeugende Show von Mdisummer. Hoffen wir, das noch ein paar konzis dieses Jahr folgen.

PS: Oh, jetzt hatte ich für zwei Bands ein Video gepostet, dann muss ich das für Irish handcuffs auch machen:

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The Silver Shrine – Hold Fast (CD/LP – 2016 – Wolverine Records)

Bereits über zehn Jahrs spielen the Silver Shrine aus Budapest mitlerweile zusammen. Auf ihrem neuen Album „Hold Fast“ spielen sie einen bunten Mix aus Punk Rock, Rockabilly und Rock n Roll. Stellenweise erinnert das ganze sehr stark an Social Distortion. Spannend macht das Album unter anderem der Wechsel zwischen Mann und Frau am Mikrofon. Durchaus hörenswert!

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Resolutions – Weightless (CD/LP – 2016 – Fond Of Life)

Resolutions veröffentlichen mit „Weightless“ ihr erstes Album. Eine 7″ hatten wir bereits rezessiert, nun gehts an das Album der Hannoveraner. Für was ist Hannover eigentlich bekannt? Expo, Rotlicht, Hells Angels. Aber gibts musikalisch etwas neben Scorpions was man kennt? Eventuell Gigantor, das wars aber. Zumindest bis jetzt, denn mit ihrem recht modernen Sound wissen Resolutions sicher den ein oder anderen zu überzeugen. Ein Mix aus Against Me und Menzingers, leider auf Dauer noch recht monoton, jedoch sehr melodiös und verspielt. Da kann sicherlich noch einiges kommen!

Hardcore Tuesday in Neunkirchen? Und dann noch in der Stummschen Reithalle… Ob das funktionieren kann? Kurz vorher wurde bereits das Konzert von Shai Hulud abgesagt, so dass es spannend blieb. Nun, nicht nur spannend, das Konzert war ausverkauft… Viele alte Bekannte waren bereits vor Ort. So war schon mal klar, das Konzert wird ein Fest… Und so wars dann auch.

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Daily Riot

Daily Riot hatten die schwere Aufgabe, den Anheizer zu spielen. Ich habe die Band in letzter Zeit recht häufig gesehen und meist waren sie in Topform. So natürlich auch heute. Leider hatte der SBHC an diesem Tag etwas unter dem schlechten Sound zu leiden, so dass man von den tollen deutschen Texten leider wenig mitbekam. Viel Bewegung war auch im Publikum nicht zu sehen, stattdessen ein Halbkreis und eine (!) Tänzerin. Irgendwann wurde es dann aber Stefan zu blöd, immer wieder das Publikum nach vorne zu bitten und stellte sich selbst auf den Hallenboden. So muss das sein. Da war doch mal was von wegen Breaking the barriers. Bis auf den Sound ein solider Gig, hat mir gut gefallen. Im Nachgang hat die Band übrigens drei ihrer Alben für umme auf Bandcamp gestellt. Bitte mal reinhören —> hier

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World Eater

Bei World Eater fiel sofort der viel bessere Sound auf. Ihr routiniert gespielter Prügel-HC im NYHC-Stil stieß beim Publikum direkt auf Gegenliebe. Zwar blieb das Pit immer noch leer, anscheinend wollte man sich für die Hauptband schonen, naja, wir sind alle alt geworden… aber dass es dem Publikum gefiel war klar zu sehen. Klare Ansagen gabs gegen Rassismus und die Scheiße, die gerade an diesem Tag in Belgien passiert war. Als Zugabe spielten sie noch World Peace von den Cro-Mags inklusive Gastsänger. Grandioser Gig!

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Yuppicide

Yuppicide spielten anschließend fast anderthalb Stunden. Und das in dieser Bullenhitze. Nicht nur, dass die Tempertaturen durch die schiere Masse an Menschen anstieg, nein, Sänger Jesse „KFW“ Jones trat zu Beginn auch in einem Ganzkörperkostüm auf, was wohl noch ein paar Grad wärmer machte. Klar, das funktionierte nicht so lange und irgendwann präsentierte er dann auch seine Tattoos dem Publikum. Aber einfallsreich ist er auf jeden Fall. Während des Gigs gab es verschiedene Masken zu bestaunen, unter anderem die obligatorische S/M-Maske und durchs Mikrofon sang er auch ein Lied. Gegrüßt wurde auch Moses Arndt, dessen ZAP-Magazin damals den Weg für die Band ebnete. Die Band spielte viel alten Kram, aber auch Songs, die seit ihrer Reunion entstanden sind, also ein buntes Potpourri ihrer größten Hits. Die musikalische Bandbreite blieb natürlich NYHC, aber auch Oi!-Anleihen finden sich in der Musik. Jesse Jones mit seinem theatralischen Stageacting ist klar Blickfang und Stimmungsmacher. Einige Gesten, die die jeweiligen Songtexte unterstützen, erinnern bisweilen an Jello Biafra. Der Rest der Band bleibt solide, rückt aber nie in den Fokus. Im Pit ist einiges los, zum Glück allerdings kein Slamdance (den lehnt die Band nämlich ab) und sogar Stagediver sind vereinzelt zu sehen. Nach gefühlten 20 Songs kam die Band nochmal für drei zurück, danach war endgültig Schluss. Ein sehr intensiver Abend ging zu Ende und das Publikum wurde in die Nacht entlassen.

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Auf Ostersonntag spielten die Berliner Baretta Love im französichen Tranqueville-Graux. Wenn man von diesem Ort noch nie gehört hat ist das auch nicht verwunderlich: die sehr kleine Ortschaft umfasst etwa fünf Strassen und liegt 50km entfernt von Nancy. Der Club, La BaZKa, ist wiederum ausserhalb der Ortschaft auf einem Bauernhof. Im ersten Moment wundert man sich wo man ist, zwischen Wäldern, Wiesen und Pferdekoppel kann doch keine Rockshow stattfinden, oder? DOCH! Wiedererwartens befindet sich ein sehr moderner Club in dem alten Bauernhaus. Den Ostersonntag eröffneten die Poppunker von Flood aus Nancy. Die Band ist recht jung und sehr von Blink 182 inspiriert. Gesungen wurde auf französisch.

Im Anschluss durften dann Baretta Love auf die Bühne. Mit solch geilem Sound habe ich die Band noch nie gesehen! Gute 45 Minuten umfasste die Setlist heute. Neben den Klassikern gab es auch einige neue Songs. Sehr coole Nummern! Überrascht hat auch eine Coverversion von „1000 gute Gründe“ der toten Hosen. Jedoch thematisch passt der Song immernoch perfekt.

Leider war mit etwa 20 Gästen nicht die Hölle los, käme wohl öfter vor in diesem Club. Ich hoffe schwer dass die Dorfbewohner ihren Club zu schätzen lernen. Bei solch günstigen Getränkepreisen gibt es auch kein Argument nicht hin zu gehen. Und selten wurde ich so herzlich in einem Club willkommen gehiessen. Ins La BaZKa fahre ich immer wieder gerne!!

 

 

 

 

 

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Riggots sind eine unheimlich innovative Band aus zwei Personen bestehend. Sehr schnellen Hardcore spielen die Jungs aus der Arbeiterstadt Wigan bei Manchester. Im April kommen die Jungs auf grosse Europatour mit ihrem neuen Album „In Joke“. Hört euch die Jungs an, sie sind mächtig talentiert!

  1. SEPULTURA – ROOTS(1996)

The first properly heavy album i fell in love with.

I got this on cassette from my local library when i was 12 and copied it onto a blank tape –  I also tried to draw the artwork and make my own sleeve, but i’m infamously terrible at drawing and the chap on the front looked more like Rod Stewart(any male i draw ends up looking like Rod fucking Stewart!!)

Heavy riffs aplenty and the tribal style drums on some of the songs set this apart from a lot of Metal that was out around that time. Max Cavelera is a very very angry man who sounds like Mumrah from the cartoon Thundercats which is a bonus!

FAVOURITE TRACK – Spit

 

  1. THE BEASTIE BOYS – HELLO NASTY(1998)

Perfect album to perfect my already awful dance moves. I am a massive Beastie Boys fan and although i now think „Check Your Head“ and „Ill Communication“ are  better albums now, this was the album which got me in to them.

The way they use their voices almost as a rhythmic instrument has always been a massive influence on me.

TRIVIA – My stepdads generic walking pace is exactly in time with the song – Intergalactic.

FAVOURITE TRACK – The Negotiation Limerick File

 

  1. SLINT – SPIDERLAND (1991)

I am a massive fan of most things on Touch and Go records and this could of easily been any Jesus Lizard album or anything by Big Black but they wern’t on the shelf i picked. This mini album is the only thing worth listening to by Slint as everything else they have done has been rubbish.

This is the perfect quiet/loud/quiet album. A simple trick but one which i’ve always loved. The quiet bits just make the loud bits heavier and grittier sounding if that makes sense. An obvious massive influence on Mogwai who are another of my favorite bands. I also love the raw as fuck production.

FAVOURITE TRACK: Good Morning, Captain

 

4.KERBDOG – ON THE TURN (1997)

A tragedy that this band and this album didn’t blow up massive. Massive riffs,massive hooks and huge singalong chorus‘. Probably victims of their own originality due to not fitting into any sort of niche. Too heavy for the radio rock fans, too melodic and poppy for the meathead metallers. Proper takes me back to my teens but i think both the songs and the production hold up today.

FAVOURITE TRACK: On The Turn

 

5.WILL HAVEN – CARPE DIEM (2001)

Simple, raw, furious. This album is like being hit over the head with a shovel for 40 minutes. This band have been massively influential on both my guitar playing and shouting and i think this is them in their prime. I first saw these live as a 14 year old boy not knowing what to expect. I think i managed to pick my jaw up some time around my 18th birthday.

FAVOURITE TRACK: Dolph Lundgren

 

  1. TORI AMOS – FROM THE CHOIRGIRL HOTEL (1998)

I honestly cannot recall how i first heard this album . The most tame album in this list. I haven’t really got into any of her other albums but this is an absolute masterpiece. Intense in a whole differant way.

FAVOURITE TRACK: Lieee

 

7.REFUSED – THE SHAPE OF PUNK TO COME (1997)

Oe of the 4 or 5 bands myself and Rob(drums) actually agree is a joint influence. I was lucky enough to see Refused play in my hometown of Wigan before they split up. An absolute modern classic that mixes so many differant genres yet still is an absolute beast of a punk rock record. It shows how good this album was and how forward thinking when they only got big after they crashed and burned! From playing dingy basement clubs to headlining festivals over a decade after its release!

FAVOURITE TRACK: Refused are Fucking Dead

 

8.McLUSKY – THE DIFFERENCE BETWEEN ME AND YOU IS THAT I’M NOT ON FIRE (2004)

I could of picked any McLusky or Future of The Left album but opted for this as it is the album that got me into them. They manage to mix dark gallows humour with aggressive music like nobody else. Steve Albini recorded this too (I’m a massive Steve Albini fan) so you know that it is going to be raw, warts and all and brutally honest. Another massive personal influence on how i approach songwriting.

 

9.SUPER FURRY ANIMALS – GUERRILLA (1999)

I bought this album whilst in a supermarket JUT before getting a ferry to France to go on a  family holiday. I had my CD player but had left all my CDs at home so i spent my holiday listening to just this album on repeat (i didn’t have much choice). It is absolutely bonkers, a perfect summer album. A crazy band.

FAVOURITE TRACK: Do or Die

 

10.FUGAZI – END HITS

I got this album from a second hand shop as a teenager, not really knowing much about Fugazi/Minor Threat etc. Having got into Fugazi from this i genuinely think this is their best album.           Later finding out the bands story and how they operate and the D.I.Y way they conducted themselves it made me love it even more. Another huge influence on Riggots . They manage to be intense and insanely catchy at the same time whilst not buckling to any trends and remaining themselves. Strides ahead of other punk bands.

FAVOURITE TRACK: Five Corporations

Tourdates;

21.04.16 UK-Manchester, Manchester Punk Festival
22.04.16 NL-Hengelo, Innocent Bar
23.04.16 D-Berlin, Supamolly
24.04.16 D-Ludwigsburg, Rock n Rollbar
25.04.15 D-Augsburg, Ballonfabrik
26.04.16 F-Nancy, Ouf House
27.04.16 CH-Geneve, L’usine
29.04.16 I-Imperia, Circolo Arci Camalli
30.04.16 I-Florence, CPA
02.05.16 UK-Liverpool, Smithdown Festival

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Schreng Schreng & La La – Echtholzstandby (LP/CD – 2016 – Rookie Records)

Jeder Mensch hat andere Prioritäten im Leben. Der eine lebt für seinen Job und beschwert sich Wochenends wie Scheisse eben dieser ist, der andere sucht seine Daseinsbestätigung anders. Ein dritter Typ, wahrscheinlich kein Unikat, jedoch ein doch eher seltener Fall ist Jörkk Mechenbier. Er sucht die Ferne. In den Anfangstagen nahmen Pascow ihn mit weil sie jemanden brauchten der Shirts verkauft (wahrscheinlich auch weil sie jemanden zum leeren des Backstagebieres brauchten), dann spielte er bei u.a. Ultrafair, Cuntsler,… und seit einigen Jahren auch bei Love A (-cadamey). Da das ganze Touren und fast jährliche veröffentlichen neuer, grossartiger Alben nicht reicht um den Wahlhamburger und Herzenssaarländer auszulasten gibt er gelegentlich Lesungen und/oder tourt mit seiner zweiten Band: Schreng Schreng & La La. Mit diesen veröffentlicht er nun das zweite Album mit dem Namen „Echtholzstandby“. Soll ich jetzt um den heissen Brei lange herumreden oder einfach sagen wie grossartig es ist? Es ist einfach goddamn, motherfucking grossartig! Musikalisch und lyrisch ganz grosses Kino! Anfänglich ist das Album zwar noch recht düster gehalten, kommt der Witz der Texte jedoch von Hörvorgang zu Hörvorgang mehr heraus. Bewusst zitiere ich hier nicht, auch wenn ich gerne würde. Eher möchte ich dass ihr ganz unvoreingenommen das ganze aufnehmt. Im letzten Drittel des Album wird der Song „Spraypaint the walls“, mittlerweile eher in der Version von Pascow bekannt, von seiner alten Band Cuntsler gecovert. Leider ist die Erstvariante damals nur auf Tape erschienen und hatte Demoqualität, umso schöner hier eine fett produzierte Variante hören zu dürfen. Einzigst die Gitarre ist am Anfang des Stückes kürzer gespielt. Im finalen, zwölften, Stück versuchen die beiden Jungs dem Hörer noch zu vermitteln wieso man sich das ganze eigentlich Woche für Woche antut. Jedes Wochenende einen anderen Ort bespielen von dem man noch nie etwas gehört hat, bei fremden Leuten auf dem Sofa zu schlafen und eine Gage zu bekommen die mit Glück die Spritkosten deckt: Weil es verdammt noch mal genau das richtige ist! Es gibt nichts besseres als mit seinen besten Freunden die Welt zu bereisen und zu erleben, Momente zu erleben die man im Altenheim seinen Urenkeln noch erzählen wird und diese sagen werden: „Opa war ne coole Socke!“.