Review: Das Homestory Magazin (Hörbuch) – Audiolith Records

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Liegt mir auch schon etwas länger vor, aber bisher konnte ich mich noch nicht überwinden, das Review zu schreiben. Wer weiter liest, wird verstehen warum. Zu Beginn sollte vielleicht die Selbstdarstellung der Macher stehen:

Seit nunmehr zwei Jahren reisen wir durch die Bundesrepublik, um uns mit verschiedenen Männern mittleren Alters zu treffen. Alle diese Männer sind mehr oder weniger prominent (manche mehr, manche weniger) und die meisten davon spielen in Bands, deren Musik uns seit Jahren begleitet. Gerade deswegen waren diese Besuche wunderbare Erlebnisse. Oftmals waren wir aufgeregt und in Sorge, man könne uns schlecht behandeln oder gar schlagen. Aber jede Sorge war unbegründet. Alle waren so nett, wie wir es uns gewünscht haben. Und überhaupt niemand war ein Arschloch. Mittlerweile verbindet uns zu fast allen eine mehr als nur herzliche Beziehung, die weit über bloße Szenekooperation oder Sex hinausgeht.

Viele Stunden und Kilometer verbrachten wir in Autos und Zügen, an Bahnhöfen und Tankstellen. Auf Konzerten und in fremden Wohnungen, in Proberäumen und Gastronomiebetrieben. Lange Nächte saßen wir vorm Computer, dachten uns Fragen aus oder hackten die Homestories rein. Zusammenfassend lässt sich nur sagen: Es hat sich gelohnt.

Wir wünschen Euch viel Vergnügen,
Euer Reporterteam

Der Leser ahnt es schon. Es handelt sich um fiktive Interviews mit Szenekoryphäen. Das Konzept ging auf. Das Magazin wurde mit dem Rocco Clein Preis für Musikjournalismus ausgezeichnet (mit dem ehemaligen, vor kurzem verstorbenen Birth-Control-Gitarristen Rolf Klein hat das nichts zu tun). Ehrlich gesagt konnte ich den Hype um das Magazin nicht verstehen, habe aber das Audiolith-Hörbuch dennoch mal angefordert. Die Stimmen werden dabei sämtliche von Roland und Ferdinand, den beiden Initiatoren des Magazins gesprochen. Ich gebe auch zu, das ein oder andere Mal habe ich schon geschmunzelt und sogar zweimal gelacht, aber ehrlich gesagt fehlt mir da einfach der Sinn. Die fiktiven Geschichten haben eigentlich nix mit dem Menschen dahinter zu tun. Da wird Tobias Scheiße (Hammerhead) zu einem grenzdebilen Schlägertypen und Dirk von Tocotronic zu einem armseligen Kifferidioten. Bezug zu den jeweiligen Bands wird gar nicht erst versucht. Eigentlich kann man Southpark zitieren:

Alle Figuren und Ereignisse in diesem Hörbuch – besonders die, die sich auf lebende Personen beziehen – sind gänzlich frei erfunden. Die Stimmen der Gaststars sind nur imitiert – und zwar schlecht. Das Hörbuch enthält viele schlimme Wörter und aufgrund ihres Inhalts sollte es von niemandem angehört werden.

Sicher, das ein oder andere Interview ist ganz nett gemacht. Eine Autofahrt wurde ich auch ganz gut unterhalten und wer das Magazin feiert, wird sicherlich auch vom Hörbuch überzeugt sein. Ich bin es leider nicht.

Interviewt werden:

  • Turbostaat
  • Claus Lüer (Chefdenker)
  • Andy Kulosa (Impact Records)
  • Nebula Fünf Enterprises Int
  • Stefano Stiletti (Pankerknacker)
  • Nagel (Muff Potter)
  • Bert & Frank (Supernichts)
  • Pascow
  • Carsten Friedrichs (Superpunk)
  • Tobias Scheiße (Hammerhead)
  • Dirk von Lowtzow (Tocotronic)

Link: Das Homestory Magazin

Konzertbericht: Danko Jones, John Coffey & The Denim Demons im Exhaus Trier am 18.6.2015

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Danko Jones bittet Donnerstag Abend zum Tanz. Ursprünglich war das Konzert für das grosse Exil angesetzt. Durch die neuen Brandschutzauflagen musste das Event jedoch auf die Freilichtbühne im Hof verlegt werden. Schade, denn primär habe ich mein Ticket gekauft um den Kanadier mal in ganz kleinem Raum zu sehen.

Den Anfang machten die Denim Demons. Die Turbonegro Coverband aus Trier fing einige Minuten früher an, so durfte ich die ersten Songs auf dem Weg vom Auto zum Eingang hören. Der Hof ist mäßig gefüllt und die Band auch nicht in Bestform. Aber es ist auch noch sehr früh und halt eben ein Wochentag. Ready for some darkness sind noch nicht allzu viele Leute. Trotzdem solides Set mit Hits wie “Sailor Man”, “Dungaree High”, “Prince of the rodeo”, “Ride with us”… Nur vom aktuellen Album und den ersten beiden wurde nichts gespielt. Zur Überaschung auch kein “I got erection” am Schluss. Nicht schlimm, doch unerwartet. Am 24.10. spielen die Jungs übrigens im MJC Trier!

Danach John Coffey. Um ehrlich zu sein: auf Platte so gar nicht meins. Live musikalisch wesentlich besser! Punkiger, wilder. Die Show ist sehr gut, auch wenn der bereits legendäre Bierfang Move vom Pinkpop nicht wiederholen kann. Schwer hat die Band es trotzdem. Bewegung findet immernoch primär auf der Bühne statt. Vor der Bühne eher kopfnicken.

Immernoch ist es hell als endlich der Mann des Abends mit seiner Band die Bühne betritt. Das letzte von mir besuchte Konzert war eher beschissen und langweilig. Viele neue, lahme Songs gab es damals in Saarbrücken. Heute fängt er mit vielen alten Hits an. Direkt geht das Publikum mit. Mittlerweile ist der Hof aus sehr gut gefüllt! “The Rules”, “Sugar Chocolate”, “Forget My Name” um nur ein paar zu nennen. Etwas unter gehen Songs der letzten beiden Alben und vor allem der “Never too loud” Platte. Aber die ersten vier Alben sind halt einfach Meilensteine. Wer Danko schonmal live gesehen hat wird bemerkt haben: Der Typ labert ja das selbe Zeug wie das letzte mal! Und das mal davor! Und das mal davor!! Leider ist er in dieser Hinsicht sehr unkreativ. Wobei andererseits haben die Ansagen es so RICHTIG in sich. Erst sich ausbuhen lassen um sich dann noch mehr feiern zu lassen ist schon geil. Und auch in allem gesagten hat der Mann recht. Für zwei, drei Zugabenkommt die Band dann wieder auf die Bühne. Zum Schluss dann wie immer the Mountain. Ein Schande über Trier dass beim nennen des Namens von Lux Interior nur wenige klatschen. Aber der Mann hat auch nicht wie Cliff Burton in der Bekanntesten Pop-Trashmetalband der Welt gespielt…

Grundsolide Show muss man aber auf alle fälle sagen. Die beschissene Show in Saarbrücken vor 4-5 Jahren ist wieder wetgemacht. Danko und ich sind wieder cool miteinander und es geht heim. Freitags muss man ja arbeiten.

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Review: The Other – Fear Itself

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The Other –  Fear Itself (CD/LP – 2015 – Steamhammer / SPV)

Vor fast zehn Jahren durfte ich die Band das erste mal live sehen. Damals im alten JUZ Illingen mit Blitzkid. 2010 dann auf dem Wacken. Nicht nur Showmässig hat sich da sehr viel entwickelt! Mit ihrem sechsten Album hat die Rheinländische Horrorpunk Combo wieder neue Schritte gewagt. Einer ist sicher der, dass der nach dem grossartigen Intro kommende Song auf deutsch gesungen wird. Ich hatte es nicht erwartet und ehrlich gesagt auch nicht direkt erkannt. Dieser Song klingt auch weniger nach Horrorpunk sondern mehr nach Volbeat. Ganz furchtbares Stück. Im zweiten Stück geht es eher wieder in alte gefilde. Wohoo-mitsing-Midtempo Nummer mit klassisch besungenem Horrorpunk Thema. “She’s too young to be a bloodsucker – she’s too young to drink blood”. Auch die restlichen Song sind wieder auf englisch. Wie beim deutschen Song bereits erwähnt geht die Band bei einigen Songs in die Stadionrockrichtung a la Volbeat. Im gesamten finde ich die Produktion auch zu fett! Horrorpunk assoziiere ich mit Dreck, sprich Spinnenweben, Staub, was auch auf alter und vergangenheit hinweist. Hier ist musikalisch alles bis aufs oberste hochpoliert. Bei we are who we eat (die einzige Platte die ich sonst von der Band kenne) war dies noch anders.

Review: Notgemeinschaft Peter Pan – Dirigenten. Dompteure. Diktatoren.

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Notgemeinschaft Peter Pan – Dirigenten. Dompteure. Diktatoren. (LP – 2015 – Kidnap Music, Riot Bike Records, RilRec, Cargo Records)

Die drei Nordlichter um Notgemeinschaft Peter Pan haben mit Dirigenten. Dompteure. Diktatoren. ihr neues, zweites Album veröffentlicht. Warum drei, die sind doch zu viert fragt der Fan jetzt. Ganz einfach: Sänger Sippe hat sich in den Ruhestand verabschiedet und nurnoch ein paar der Shows mit dem Album mitgespielt.

Jetzt aber mal zur Platte. In witziger, aufmachung, nämlich mittig zu öffnendes Booklet im Zirkus Style. Ziemlich coole und passende Idee!

An zwei Wochenende hat das (zu diesem Zeitpunkt noch) Quartett elf flotte Punksongs eingespielt. Kanz klassisch im Stil der alten Hamburger Schule. Dackelblut, EA80, vielleicht auch etwas Mr. Burns haben bei den Einflüssen sicherlich mitgewirkt. Nichts neues, aber mit Sicherheit eine gut gelungene Ausarbeitung des Beeinflussenden. Vergleiche zur Vorgängerplatte habe ich leider nicht da mir die Band bis dahin nur von T-Shirts bekannt war. Macht Spass und lässt auf den Kauf der anderen Releases freuen!!

Review: Pascow + Lygo in Karlsruhe am 12.06.2015

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Ursprünglich war dieser Abend für den 3.5. angesetzt. Leider hatte die Band aber die Tour mittendrin abbrechen müssen da Drummer Ollo unheimlich krank war. Als kleines Dankeschön gab es für die Gäste beim Einlass ein Feuerzeug mit dem Raben vom Albumcover. Nette und schöne Geste! Ausserdem war der ursprüngliche Termin Wochentags gewesen, da kommt mir der Freitag persönlich doch lieber!

Eröffnen durften den Abend Lygo. War persönlich nicht so meins, daher hab ich mich nach drei Songs oder so an die frische Luft begeben. Zu späterer Stunde war dies Mangelware.

Bei Pascow waren die Hütte dann voll! 200 Leute in der alten Hackerei lassen dem einzelnen nicht viel Platz. Gut so! Die Band spielt, wie gewohnt, ein grundsolides Set! Im Gegensatz zu vielen Shows 2014 auch mehr Klassiker dieses mal. Paris fällt, Hollywood, Nach Hause, Punk ist tot und Trampen nach Norden lassen die Herzen der älteren Fans höher Schlagen. Bei the Strongest of the Strange reicht es Sänger Alex auf der Bühne, drum verschwindet er flott mal auf die Theke. Bassist Flo hats auch satt und stellt sich in die Menge. Eigentlich war die Band sich nach Punk ist tot schon am umziehen, doch die Karlsruher gaben keine Ruhe und riefen die Gimbweilerer Merkeljugend zu einem letzten Song erneut auf die Bühne.

Eine der besten Pascowshows die ich bisher gesehen habe, und ich habe die Band schon etliche male live gesehen!
This was Karlsruhe, not LA!!!

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Review: Maid Of Ace – Maid Of Ace

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Maid Of Ace – Maid Of Ace (CD – 2014)
In Eigenregie haben die vier Schwestern (!!!) aus der südbritischem Hafenstadt Hastings ihr selbstbetiteltes Album “Maid Of Ace” auf CD veröffentlicht. In chicem Digipack kommt das gute Stück daher. Grafiken gibt es eigentlich beim ganzen Layout keine, überall findet man Bilder der Mädels beim saufen, posen, rumalbern und rocken. Besonders lezteres können sie gut und beweisen dies auf dem Tonträger. Elf Songs werden geboten, alle von der flotteren Sorte. Der Gesang klingt stets schön rotzig doch den femininen Toutch (positiv gemeint) zeigt man auch gerne.

Leider sind ein paar wenige Songs etwas langweilig, vielleicht zu monoton. Im gesamten allerdings recht gut gelungenes Debut. Wenn die Mädels dran bleiben kann durchaus was grosses hieraus werden!!

Sky Sharks – Kickstarter-Kampagne

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> Ein Geologen-Team legt tief im Eis der Antarktis eine Höhle frei, wo sie ein noch intaktes Nazi-Labor entdecken, in dem man anno dazumal modifizierte Haie – natürlich zu Welteroberungszwecken – gezüchtet hat, die zu fliegen in der Lage und deren Reiter genetisch mutierte untote Super-Menschen sind. Eine Taskforce aus reanimierten, in Vietnam gefallenen US-Soldaten – die Dead Flesh Four – wird zusammengestellt, um die Erde vor dem sicheren Untergang zu retten.

Nazis, Zombies und Haie? Call me in! Klingt trashig? Wird es hoffentlich auch. Es handelt sich bei Sky Sharks um ein ambitioniertes Filmprojekt des Regisseurs Marc Fehse (Kultfilm: Killerbus) und des saarländischen Produzenten Yazid Benfeghoul, vielen vielleicht durch die Splatterday Night Fever-Reihe im Cinestar oder als einer der Menschen hinter der Videothek Tape-O-Mania oder dem Deadline-Magazin bekannt.

Du kannst das Projekt unterstützen, denn eine Kickstarter-Kampagne läuft noch bis zum 13. Juni 2015. Für eine kleine oder größere Spende gibt es diverse Belohnungen, unter anderem DEIN NAME im Abspann. Wie geil ist das denn? Aber auch kleinere Beiträge helfen und bringen dir etwas, von einem Newsletter über T-Shirts und DVDs bis zum Namen als Executive Producer ist alles drin. Sei auch du ein Teil davon und schreibe deutsche Filmgeschichte! Fertig finanziert heben die Haie 2017 ab…

Hier im Übrigen der Trailer:

Spirits, Thinner & Daily Riot – Juz Illingen am 12. Mai 2015

Puh, drei Konzerte innerhalb von fünf Tagen sind doch etwas zu viel, muss ich leider zugeben, deshalb musste dieses Review auch etwas länger warten. Also, an einem Dienstag riefen drei Bands im Illinger Juz zum Tanz (bzw. zur After-Work-Party) auf.

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Daily Riot, Saarbrückens älteste noch aktive Hardcore-Punk-Band eröffnete den Abend mit einem Mix aus alten Klassikern und den brandneuen deutschen Liedern. Mir persönlich gefallen ja die deutschen Lieder am besten, vor allem, weil es in diesem Bereich nicht wirklich viele Bands gibt. Aber wie immer sind hier die Meinungen geteilt. Ein kollege von mir meinte, da gäbe es eben immer einen Beigeschmack. Durch ihre konsequent antifaschistische Grundhaltung und ihre politisch eindeutigen Texte ist es für DR allerdings kein Problem eben nicht in diesem Fahrwasser zu schwimmen. Mitsingkompatibel sind im Übrigen alle ihre Texte. Daily Riot spielten ein sicherlich solides Set, das mit Die Welt brennt auch einen brandneuen Song bot. Freue mich schon auf die nächsten Konzerte der Band.

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Thinner aus Berlin waren mit ihrem Debüt Say It! sicherlich das interessanteste Signing auf Midsummer Records. Nun traten sie an, um ihr, zu diesem Zeitpunkt noch nicht veröffentlichtes, aber am Merchstand schon vorrätiges zweites Album Paintime and Glory zu präsentieren (Review hier). Nun, man nennt das Ganze wohl konsequente Weiterentwicklung. Ich fand ja ihr erstes Album richtig gut, das neue Album ist mir etwas zu poppig geraten (Max sieht das in seinem Review anders). Ich würde jetzt nicht soweit gehen, wie ein Kumpel von mir, der das ganze mit den Beatsteaks (würg) verglich, aber eine deutlich kommerziellere Orientierung ist wahrnehmbar. Das macht die Songs aber nicht wirklich schlecht, nur eben anders, als beim doch recht harten Debüt. Man merkt der Band bei der Show an, wie sie sich freuten, an einem Dienstag so viele Zuschauer ins (ach, ich liebe diese Phrase) wohl schönste aller saarländischen Juze zu locken. Dementsprechend gut abgefeiert wurde die Band auch. Schöner Gig!

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Spirits aus Boston ballerten danach ein wahres sXe-fest um die Ohren. Metallischer, rasend schnell gespielter Hardcore, der einfach nur Spaß macht. Inklusive allen üblichen Klischees und einem wirklich tollen Sänger, dessen Gesicht allerdings kaum zu sehen war (siehe Livebilder). Die Band war energetisch aufgeladen und lieferte eine bewegungsfreudige Performance, die das Publiku, mitriss. Es machte einfach Spaß dabei zuzuschauen, wie sie das JUZ an einem Dienstagabend in Grund und Boden spielten. Nach lediglich 20 Minuten war die Chose schon vorbei und ein komplett glückliches Publikum wurde in den Illingen Nachthimmel entlassen. Ich jedenfalls bin ein Fan von Dienstagbaned-Shows, die pünktlich enden. mehr davon!

Review: Inkasso Moskau – Motorsäge

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Inkasso Moskau – Motorsäge (LP – 2015 – Bakraufarita Records, Pest und Cholera, Anarcho Punx)

2007 rum habe ich auf dem Turbolenz Festival (heute Stockrock) als Opener eine Band namens INKASSO MOSKAU erleben dürfen. Die Band bestand aus drei Jungs welche, zumindest optisch, rein garnicht zusammen passten. Der Sänger war glaub ich eher kräftig, der Drummer ein Hungerhaken, den Gitarrist hab ich garnichtmehr auf dem Schirm. Auf Bass hat man verzichtet. Den gabs aber auch mal. Nachdem er Gesetzeshüter werden wollte wurde dieser aber entsorgt und ist nie wieder aufgetaucht. Gut so!

Jetzt hat die Band endlich mal ne Platte raus und direkt fett und mit Liebe aufgezogen. Einseitig wurde das schwere Vinyl liebevoll mit Siebdruck verziehrt. Sieht nicht nur geil aus, verkauft sich auch gut bei Plattensammlern! Musikalisch liegt das ganze in der düstersten Schattenecke, teils ultraschnell, teils sehr schleppend. Zwischen Doom und Hardcorepunk, zwischen Kannibal Krach, japanische Kampfhörspiele und Iron Walrus.

Artwork und Musik haben bisher ganz gut abgeschnitten, Highlight ist allerding die Lyrik! “Wir kommen in Frieden, abgesehen von dem ein oder anderen Zwischenfall”, “aufregen – zum wohlsein aller” – Sehr gut! Sozialkritisch – aber mit Humor den nicht jeder versteht!

Review: Thinner – Paintime And Glory

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Thinner – Paintime And Glory (CD/LP – 2014 – Midsummer Records)

Gestern kam die Platte raus und heute erst das Review. Blame on me!

Thinner sollte dem Punkrocker im Südwesten mitlerweile ein Begriff sein. Mit Auftritten auf dem Ex Fest in Trier 2013 (u.a. mit Masked Intruder, AC4, Riverboat Gamblers,…) und dem St Wendeler Traditionsfestival Saarlopalooza 2014 (mit Baboon Show, Hysterese, Baby Lou,…) hat Labelchef Tim ihnen ein schönes Fundament geschaffen dass sie vor zwei Wochen endlich ihre erste Headlinershow hier spielen konnten (iamhavoc.de berichtete NICHT verspätet (blame on us again)!).

Jetzt endlich die zweite Platte. Ausgereifter als der erste spielen die drei Berliner Punkrock der doch sehr an Streakknife erinnert. Recht vielfältig zeigt sich die Band auch dadurch, dass in einem Song gar Bläser eingesetzt werden, was bei dieser Musik eher unüblich ist. Aber was interessiert die Band was sonst so üblich ist? Immerhin hat Sänger Adrian jahrelang für das schönste Skateboardfanzine, die BOARDSTEIN, die “Anleitung zum revolutionären Verhalten” geschrieben. Durchweg gute Scheibe und die zwölf Songs gehen gut ins Ohr. Wer nach Pfingsten noch 10-15€ über hat sollte schnell zugreifen – heisses Ding!!

 

Thinner Homepage

Review: the Hunters – Art Electric

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the Hunters – Art Electric (LP – 2015 – Coffeebreath & Heartcore)

Noch nie habe ich von the Hunters gehört. Umso überraschter bin ich von der Platte. Musikalisch ein solider Mix aus Turbowolf, Disco Ensemble, den norwegischen WE und dazu eine schönen eigene Note. Zwölf super Songs ohne Durchhänger und konstant über dem Mittelmaß. Immer wieder tauchen akustische Überraschungen auf. Bin auf mehr gespannt!

Review: Spirits – Discontent

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Spirits – Discontent (LP – 2015 – Reality Records / Straight Of Mind Recordings)

Spirits waren erst neulich im Saarland auf Tour, doch heute bekam ich erst was zum rezessieren.

Das Intro erinner mich sehr an die schwedischen Milencollin. Doch danach geht das Gebollere richtig los. Moderner, melodiöser Hardcore. Grossteils absolut garnicht meine Baustelle. Dann auch noch Straight Edge. Dafür geniesse ich Exzesse zu gern. Spirits sind leider ne Schablonenband. Klischees abgehakt, kommt gut an, macht man weiter so. Aktuell grade sehr in Mode auf seine Gesundheit/Ernährung zu achten, alles optimistisch zu sehen, nett und brav zu sein. Manche Songs sind zwar wirklich ganz cool, aber leider nur die wenigsten.

Review: Powernap – Oreosmith

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Powernap – Oreosmith (2013 – Klown House Records / Asian Man Records – CD)

Das Quintett aus Montreal bietet auf dieser EP mit sechs Songs soften Poppunk. Erinnert mich an eine softere Version von Iron Chic. Das ganze ist relativ flach produziert. Melodiöse, melancholische Mitsingparts laden zum mitsingen ein, hauen mich allerdings nicht um. Mehr als ein Kopfnicken is nich drin.

10 Jahre Turbojugend Hotweiler – Haus am See Wiebelskirchen am 9. Mai 2015

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Relativ kurzfristig entschloss ich mich, an der 10jährigen Jubiläumsshow der Turbojugend Hotweiler teilzunehmen. Die Sause fand im frisch renovierten JUZ Haus am See statt. Richtig hübsch ist es dort geworden. Schöne Theke und genug Platz. Die Bühne wurde in der Ecke bezogen, so dass sich nicht allzuviele Leute vor der Bühne aufhalten konnten, man aber näher an den Bands war, was der veranstaltung sichtlich zu Gute kam. Ich kam erst gegen 22 Uhr an, hatte aber nur Vigofly aus Limbeach verpasst. Ja, das beschauliche Limbach in Krikel hat tatsächlich seine eigene Turbojugend. D.O.R.F. wie Slime schon damals sangen… Sollen ganz gut gewesen sein…

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Erste Band waren The Burnouts. Der Gitarrist hatte beim gestrigen Auftritt von Christmas gefilmt, heute war er dann mit seiner eigenen Band da. Überhaupt sah es so aus, als wären einige direkt von der Christmas-Show in Illingen (Iamhavoc berichtete) nach Wiebelskirchen gewankt. Zeigt auch den großen Stellenwert von Christmas. Viele Besucher (und Teile der Band) dachten, sie würden auch heute spielen. Dem war aber nicht so, auch wenn sich die Band heuer um das Organisatorische kümmerte. The Burnouts jedenfallls waren richtig gut. Ich hab sie wohl vor längerem mal live gesehen und hatte sie definitiv falsch in Erinnerung. Schöne Power hatte die Band, nur rein optisch wäre da noch etwas mehr Rebellentum rauszuholen. Etwas enttäuschend war auch das Nice Boys-Cover. Da fehlte so ein bisschen die Nergie. Dafür ballerte die anschließende Coverversion (weiß nimmer, was es war) gut rein. Auch während des Gigs gab es das Turbonegro-Cover Denim Demon, eines meiner Lieblingslieder der vermutlich überbewertesten Band der Welt. (Ups, damit mache ich mich bei meiner Zielgruppe nicht beliebt… Wartet mal… eines meiner Lieblingslieder der vermutlich großartigsten, scheiße, es klappt nicht, überbewertesten Band der Welt. Bis zur Apocalypse Dudes lief es ja noch gut, aber… wir waren ja bei den Burnouts. Genau. Wie gesagt, die gefielen mir wirklich gut. Hat Spaß gemacht, ihnen zuzusehen und wurden auch gut abgefeiert.

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Kannibal Krach sind sicherlich keine Band, die Kompromisse eingeht. Auf Platte eher so eine Mischung aus Knorkator und Excrementory Grindfuckers sind sie live schon fast eine reine Grindcore-Band. Weniger Fun-Grind, wie die Excrementorys, sondern mehr szenebezogen satirisch und beißend humorig. Ihre provokanten (und live kaum zu verstehenden) Texte brachten ihnen schon einige Auftrittsverbote ein. Auch gelegentliche “Scheiße”-Rufe brachten sie nicht aus dem Konzept und so ging es verbal gegen Publikum, Turbojugend und Plenumsspasten. Schon zu Beginn zeigte sich aber, das auch das Turbojugend-Publikum subtile Hip-Hop-Anspielungen versteht. Zunächst wurde die Taktloss-Kappe beäugt, anschließend kurz Gangsta Boogie von MOK angestimmt (wiederum ein Cover im Übrigen). Insgesamt spielten Kannibal Krach wohl eine gute halbe Stunde und wahrscheinlich so um die 30 Lieder. Genau werden wir es nie rausfinden, den Krawallmacher Kannibal Frustus zerriss nach den ersten sechs Songs die Setlist. Ein ziemlich legendärer Gig, der alles beinhaltete, was mir am Grind gefällt. Schön auch das Zusammenspiel zwischen Bassist/Sänger Frustus und Gitarrist KKris. Frustus war dabei auch ein ziemlicher Entertainer, was die Ansagen anging. Nicht bei allen stieß die Musik aber auf Gegenliebe. Mir hats gefallen, großartig!

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Abfukk zeigten danach warum Keine Kompromisse mehr, jetzt ist Abfukk zu einer geflügelten Phrase in der Szene wurde. Abfukk ist live sowas wie eine Offenbarung. Es wurde gut gepogt und auch der ansonsten eher zurückhaltende Rezensent fand sich trotz des geringen Anteils an Alkohol in seinem Blut plötzlich beim Pogotanzen wieder. Leider erwischte es den Bass, eine Seite riss und das Instrument war wohl irreparabel zerstört. Wie gut, dass der Basser der achso verdammenswerten Kannibal Krach noch nicht abgereist war und einfach seinen zur Verfügung stellte, damit der Gig weiter gehen konnte. Das ist der Spirit. Gerade mal eine halbe Stunde brauchte Abfukk für ihren Gig, aber völlig aureichend, um Wiebelskirchen brennen zu sehen. Kein Wunder bei Hits wie Alles was ihr wissen müsst, Straßenköter und Kreatin statt Ketamin. Nach etwas Pogo, Mitgegröhle und ein bisserl Crowdsurfing (keine Angst, ich wars nicht) später hieß es dann Ende. Bisher der Gig des Jahres!

Doppel-Releaseshow Christmas & Giulio Galaxis am 8. Mai 2015 im JUZ Illingen

Eine Doppel-Release-Party vom sympathischen St. Wendeler Label Kidnap Music mit den beiden angesagtesten Shooting-Stars der saarländischen Punkszene. Das kann nur ein Fest werden. Um es gleich vorweg zu nehmen: das wurde es auch.

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Den Abend eröffnete die Wermelskircher Band The Aftermath, die ich gerne als “angry pissed brits” bezeichnet hätte, aber anscheinend kommt nur der Frontmann ursprünglich aus Bristol und der rest der band aus dem vermutlich bekanntesten autonomen Zentrum Deutschlands außerhalb von Berlin. Ein Zufall kann das nicht sein, der durchaus crustige und hardcorelastige Stil der “angry pissed wermelskirchians” enthält laute Anklagen an Politik und Wirtschaft sowie an die eigene Szene. Insbesondere angepisst durch den Sieg von David Cameron und dem somit erwartbaren rechtsruck Großbritanniens (“a sad day for Britain”) bellte Frontmacker Alan Ogallon seine wütenden Texte ins Publikum. Zunächst etwas “out of tune” schaffte es die Band bis zum Ende ihres Sets das zahlreich erschienene Publikum zu begeistern. Verdammt coole Frisur vom Sänger übrigens, der jedoch irgendwie weggetreten wirkte, auch im restlichen Verlauf des Abends, obwohl er ja gegen “spliffs” aufrief und eher befürwortete, etwas gegen die herrschenden Verhältnisse zu tuen. Naja, man kennt ja die “Irony of Anarchy”, wie einer ihrer Songs auch hieß. Haben mir jedenfalls sehr gut gefallen.

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Tony Gorilla hatten jedenfalls den besten Sound des Abends. War er bei The Aftermath noch etwas zu roh, konnten Tony Gorilla hier klar Schiff machen. Naja, der ursprünglich geplante Soundmann, der sonst für den besten Juz-Sound sorgt, hatte an dem Abend leider keine Zeit, so dass jemand einspringen musste. Die Bands werden es verzeihen. Aber egal, hier war der Sound ja gut. Tony Gorilla aus dem Ruhrpott kannte ich bisher noch nicht, aber ihr sehr angenehmer Hardcore-Sound war sicherlich eine Bereicherung an diesem Abend. Vor allem ließen die Jungs nix anbrennen und lieferten eine erstklassige Show ab, die auch die ersten Stagediver, naja, gut hochgehobene Bühnenhopser zum Vorschein brachte. Außerdem gab es eine Wheelchair Wall of Death, die man ansonsten ja doch nur sehr selten sieht. Die beiden rollstuhlgeplagten Punker hatten jedenfalls sichtlich Freude daran. Später (ich glaube bei der nachfolgenden Band) gab es auch noch eine Wheel-Circle-Pit. Schön anzusehen. Tony Gorilla kommen jedenfalls für diesen Auftritt in den Punkrock-Himmel. Unbedingt merken. Zwei Platten haben die Jungs schon draußen, unbedingt anchecken. Bald (Tag der deutschen Einheit) rocken sie auch das Haus am See in Wiebelskirchen. Unbedingt auftauchen!

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Auf Giulio Galaxis war ich sehr gespannt, hatte ich doch ihre CD schon vorher bei Last Exit erworben (und natürlich wie immer nicht gehört). Prinzessin Halts Maul galten wohl als Vergleichsgröße und ja, zwei Mitglieder, spielten dort mit. Leider existiert diese famose Band ja nicht mehr. Doch mit Giulio Galaxis existiert ein würdiger Nachfolger. Natürlich singt auch hier Measy. Auch musikalisch ähnlich: hardcore-lastiger deutschsprachiger Punkrock mit hintergründigen Texten, die nix für den Ottonormalsuffpunker sind. Quasi eine härtere Version von Pascow. Die Kapelle hatte gerade erst ihren dritten oder vierten Auftritt, von daher war die Performance ganz klar im Rahmen. Wer PHM kannte, auch hier ist es vor allem Measy, der die Show macht und auch wirklich, wirklich gut. Auch die Ansagen waren gelungen, insbesondere der Hinweis auf den Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus sprach Bände über die politische Schlagkraft der Punkband. Mit Giulio Galaxis ist auf jeden Fall zu rechnen.

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Was gibt es schon über Christmas zu sagen, was ich nicht schon die ca. 278 Reviews vorher gesagt habe? Nun, ich habe auf dem Konzert eine interessante Beschreibung gehört (danke, Flo), die ich einfach hier mal wiedergeben möchte: “Klingt wie eine Mischung aus GG Allin, alten Turbonegro und Saarland”. Zudem “Kann man über jeden Track “Bite It You Scum” singen. Jo, passt schon, obwohl die vermehrte Hardcore-Schlagseite untergeht. Bis auf einen Song ging der Gig voll auffe Fresse, leider wieder mit nicht so geilem Sound. Der Fokus lag klar auf dem neuen Album, dazwischen wurden auch einige Gäste auf die Bühne geholt und der ehemalige Gitarrist durfte filmen. Nadine Mötherfucker durfte “ihren” Song Barfly vortragen. Dabei war auch ein Gastsänger mit sympathischen Sleaford-Mod-Wifebeater zugegen. Der Einsatz von Tischfeuerwerken und Konfettibomben kam vom Publikum. Hier waren natürlich verschiedene Vertreter der Turbojugend anwesend, die ihre Helden ordentlich anfeuerten. Gegen Ende des Gigs wurden Musiker der Vorbands auf die Bühne gerufen und durften bei Erection eifrig mitsingen. Bis auf die Typen von The Aftermath, die ihren Einsatz leider verpassten. Bei der letzten Zugabe Ride With Us eroberte das Publikum die Stage und ließ Max hochleben. Christmas untermauerten mit diesem Gig sicherlich wieder ihren Status als beste Liveband der saarländischen Szene.

AntAttack am 25. April 2015 in der Gebläsehalle Neunkirchen

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Am 25. April 2015 war es soweit. Die Festival-Saison wurde diesmal in Neunkirchen eröffnet. Vorher war das AntAttack in Dillingen ansässig, war die Welt gespannt, wie denn der Umzug nach Neunkirchen von statten gehen soll. Kriegt man die Gebläsehalle leidlich gefüllt? Als ich gegen 17:00 das Gelände betreten wollte, zeigte schon die lange Schlange vorm Eingang, das die Erwartungen wohl aufgegangen waren. Laut SZ-Bericht besuchten 1.200 Besucher und noch etwa 200 weitere Gäste (darunter ich) das Festival. Ganz viel buntes Punkvolk war anwesend, aber nicht nur. Auch viel “normales” Publikum war vor Ort, um mit den zahlreichen Bands zu feiern. Wie immer verpasste ich davon ein paar: Captain Risiko eröffneten als Local Hero den Nachmittag, danach kamen Fat Belly. The Gogets mussten wohl kurzfristig absagen, sind aber wohl 2016 am Start.

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Erste Band des Abends waren für mich damit Dimple Minds. Die Uralt-Suffpunkmetaller waren genauso, wie ich sie mir vorgestellt habe: dicke alte Männer, die viel trinken. Klar, bei Liedern wie Die Besten trinken aus, Alkoholiker oder Blau auf’m Bau. Vielleicht ist das ganze auch nur Image und in den Wodkaflaschen war Wasser und nach dem Auftritt haben sie die umgeschnallten Kissen entsorgt. Anspruch kann man dabei nicht erwarten, einen etwas besseren Sound schon. der war nämlich unterirdisch. Die Band wusste ihr Publikum jedenfalls zu unterhalten und rockte ganz schön. Sogar eine Zugabe war noch drin. Respekt! Hab mich ja wie ein kleines Kind auf den Auftritt gefreut. War dann nicht ganz so peinlich, wie ich erhofft habe, sondern ganz unterhaltsam.

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Rantanplan sind sicherlich eine gute und engagierte Liveband. Allerdings habe ich sie im Laufe meines Lebens schon viel zu oft gesehen, einmal auch mit Wiebusch, der für mich immer noch das Nonplusultra bei Rantanplan ist. Da kann der “Neue” (spielt sicherlich schon länger bei RNTNPLN als sein Vorgänger), machen was er will. Ich finde ja auch, sie haben musikalisch seitdem nichts mehr relevantes aufgenommen. Diese harschen Worte sollen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Band live über allen Zweifeln erhaben ist. Gerade vor einer so großen Menge an Menschen können die Jungs überzeugen und wissen zu unterhalten. Da hält keiner still. Ich werde ihnen trotzdem nie verzeihen, dass sie den unsäglichen Ska-Juz-Trend entscheidend mitgeprägt haben.

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Massendefekt haben mich dann leider nicht so wirklich interessiert. Für mich ist das langweiliger Deutschrock. Wahrscheinlich tue ich den Jungs damit Unrecht, aber so ist leider meine Wahrnehmung. Immerhin distanzieren sie sich von Frei.Wild und Konsorten, das macht ihre Musik aber leider nicht weniger langweilig beziehungsweise (das ist bei mir in etwa dasselbe) massenkompatibel. Auch sie wussten ihr Publikum zu unterhalten und nach ein paar hübschen Fotos erkundete ich das Außengelände. Und da gab es einiges zu entdecken. In der halle selbst gab es einen Stand von der Initiative Kein Bock auf Nazis , die ihr Merch an den Mann beziehungsweise an die Frau zu bringen versuchten. Daneben verteilten sie Gratis-CDs mit Liedern von so unbekannten Bands wie Die Toten Hosen und Die Ärzte. Als nächstes zog es mich zum Infostand von Viva con Agua Saarbrücken. Mir waren schon vorher die Mülltonnen und fahnenschwenkenden Aktivisten aufgefallen. Von einer netten Dame ließ ich mir das Konzept erläutern: Die Mülltonnen sind für leere Pfandbecher gedacht. Statt sich also einen Pfandbecher auszahlen zu lassen, kann man so ganz unbürokratisch sein Pfand spenden, dass der Veranstalter dann der Initiative ausbezahlt. Der Erlös kommt dann Trinkwasserprojekten in Nepal und Äthiopien zu Gute. dabei wird auch darauf geachtet, dass das Geld in die richtigen Hände gelangt. 1467,50€ sind dieses Jahr zusammen gekommen, eine beachtliche Summe. Schöne Sache! Anschließend hab ich mir noch Ohrenstopgen bei schlau.com geholt und die Herren und Damen vom IG Metall links liegen gelassen. Zum Glück habe ich das Rauchen aufgegeben, so dass ich nicht in Versuchung kam die Zigarettenverteiler von Pueblo anzuschnorren. Finde ich ziemlich fragwürdig, dürfen aber offenbar auf jedes Festival. Zum Kulinarischen komme ich dann bei der nächsten Band, die mir nicht gefällt.

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Dritte Wahl war sicherlich mein Highleigt 2015. Ich mochte die Band eigentlich schon immer. Als ich mich musikalisch vom True-Black-Metal emanzipierte, habe ich mich gleich in Alben wie Nimm drei und Auge um Auge verliebt, die Band jedoch dann etwas aus den Augen verloren. Neben der grandiosen Musik waren es auch die wundervoll schön gestelzten Ansagen von Gunnar Schröder, die mich sehr erheiterten. Vorne war Pogo angesagt, wobei auch der Rezensent bei Krachern wie So wie ihr seid und Greif ein eifrig mitwirkte. Da kam es auch zum, zumindest für mich, rührendsten Moment des Festivals. Als ich kurz beim Pogo zurück gehalten wurde, sah ich doch tatsächlich einen E-Rolli mitten im Moshpit stehen. Mit einem Insassen, der sichtlich Spaß hatte. Kurze Zeit später wurde das Ding dann auch noch von mehreren Leuten hochgestemmt. Ein Crowdsurfen der besonderen Art und meines Erachtens Inklusion in Reinkultur. Mitmachen – mitfeiern. Puh, Gänsehaut. Fotos machte ich davon keine, man will ja den Moment nicht ausbeuten. Überhaupt, das Publikum, ich war ja schon auf einigen Festivals, aber nur auf wenigen habe ich so nette Gespräche geführt, wie auf diesem. Viele Spackos waren offenbar nicht da. Achso, der Auftritt ging ja auch noch weiter. Ja, Pogo und Crowdsurfen gabs bis zum Ende. Mit Fliegen hab ich jetzt auch ein neues Lieblingslied von DW. Klar, ein paar Sachen vermisst man immer, so natürlich Bad K. und Lust, aber ich will nicht meckern, das war einfach ein ganz, ganz großer Auftritt.

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Mit Itchy Poopzkid kann ich persönlich nichts anfangen. Rein musikalisch ist das wohl ein Fall von “mir zu modern” und auch der Bandname hat mich schon immer abgeschreckt. Ich muss aber gestehen, dass die Jungs ziemlich nett rüberkommen und wohl auch um ihre Wirkung wissen. Zumindest können sie mit genügend Selbstironie damit umgehen. War auch wesentlich weniger los, als bei den Vorgängerbands. Ja, sorry, hier kommt mein kleiner Exkurs zum Kulinarischen. Es gab einen Fleischstand, von dessen Qualität ich mich aber nicht überzeugen konnte. Statt dessen investierte ich ein paar wenige Kröten in meine Freunde von Saarbucks. Dürfte schon das dritte Mal sein, dass die eine von mir besuchte Veranstaltung mit ihrem veganen Essen bereichert haben. Selbst gestandene Fleischfresser werden bei denen zu Veganern. Schön, mit wie viel Enthusiasmus und Ideen das Team an den Start geht.

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Von ZSK hatte ich eigentlich nicht viel erwartet. ich kannte ein paar Lieder und hab sie immer so als 08/15-Antifa-Band oder versnobbte Skatepunker gesehen. Paar nette Lieder, aber nie so mein Fall. Headliner? Seh ich nicht. Tja, an diesem Abend wurde ich dann eines besseren belehrt. ZSK waren definitiv ein Highlight des Festivals und der beste Beweis, dass antifaschistische Musik nicht zwangsweise gähnend langweilig und/oder boerernst und zugeknöpft sein muss. Frei nach dem Motto “If I can’t dance to it, it’s not my revolution” verbreiteten ZSK Freude im Publikum. Straight nach vorn ballerten sie Songs wie Antifascista, Punkverrat und Wenn so viele schweigen dem Publikum vor die Füße. Und schwups, war ich wieder vorne im Pit. Für uns alte Recken gabs dann auch ein schönes Cover von Iggy Pops Passenger. Irgendwann wurde auch noch einer aus der Crew mit dem Sofa durchs Publikum transportiert sowie Klorollen ins Publikum gefeuert und eifrig zurück geschmissen. Zu den Viva con agua-Fahnen gesellte sich noch die Antifa-Flagge und ein rundum perfekter Auftritt endete pünktlich, damit die alten Recken von Abstürzende Brieftauben das Festival beenden konnten

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Brieftauben haben ja auch das Dritte-Wahl-Problem: bei beiden bands verstarb ein wichtiger Musiker, zum einen bei Dritte Wahl natürlich Sänger Marko „Busch’n“ Busch und bei den Tauben Konrad Kittner. beide Bands machten mit dem Segen des verblichenen weiter. Bei den Brieftauben war das schwerer zu verkraften, schließlich sind und waren Brieftauben meist ein Duo. Auch an diesem Abend traten sie in Duo-Besetzung auf (ein drittes Mitglied gibt es durchaus). Zu später Stunde bot die Band einen würdigen Ausklang des Festivals mit einem bunten Potpourri ihrer größten Hits und einigen ausgewählten Coverversionen wie Ich geb Gas, ich will Spaß. Ein schönes Ende. hab mir den Auftritt aber nicht bis zum Ende angesehen.

Fazit: Ein wahnsinnig gut organisiertes Festival an neuer Location zum Spaß und zur Freude aller. Großes Lob an die Veranstalter sowie die Neunkircher Kulturgesellschaft, die ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellte. Hoffentlich ein Impuls zu einer neuen Konzertbegeisterung in Neunkirchen und Umgebung. Es lohnt sich, auch hier zu buchen!

Review: Scumbag Millionaire – Full Speed Go

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Scumbag Millionaire – Full Speed Go (7″ – 2014)

Die vier Schweden von Scumbag Millionaire bieten auf ihrer Debut 7″ zwei flotte Schweinerocksongs. Hier werden keine Gefangenen genommen, es gibt direkt auf die Fresse. Die Band besteht aus vier Originalen. Die Band gibt es noch kein Jahr und schon wurde eine kleine Tour gebucht von drei Stops. Mittwochs Hamburg, Donnerstags Weissenburg (Bayern) und Freitags Prag. Den Samstag hat sich die Band nur zum saufen freigehalten (das hat sie aber an den anderen Tagen nicht vom trinken abgehalten). Unterwegs mit einer Karre die 20 Liter auf 100km schluckt!!! Eine Empfehlung für alle die auf fetten Schwedenrock a la Psychopunch, Hellacopters, Babylon Bombs, … stehen!

Senore Matze Rossi am 16. April 2015 in der Stummschen Reithalle Neunkirchen

Als ich kurz vor Beginn in der Stummschen Reithalle ankam, war noch nicht viel los. Gerade mal die 28 VVK-Gäste waren anwesend. Etwas enttäuschend, auch wenn NK sicherlich nicht Punk-Rock-City ist. Zum Glück wurde es im Laufe des Abends doch noch voller. Denn, ich bin ganz ehrlich, das wir wieder Subkultur in Neinkeje haben, ist noch nicht allzu lange der Fall. Das heimische JUZ kocht derzeit auch eher auf Sparflamme. Hoffen wir, dass Ant Attack und auch dieses kleine Konzert die Konjunktur wieder ankurbeln. Auch das JUZ hat wohl Pläne… Mal schauen…

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Jawknee Music aus Trier eröffnete den Abend. Sofort fiel mir die warme Stimme auf, die man so in unseren Breiten sehr selten vernimmt. Eine wirklich schöne Klangfarbe. Auch die Musik weiß zu gefallen. Eher bedächtig, nahm der gute Johannes Steffen, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, im Laufe des Auftritts an Fahrt zu, bevor beim letzten Song schon fast rockige Töne angeschlagen wurden. Jawknee Music spielte Musik von seinem Debütalbum My Turn, ein recht gut gemachter Erstling, sowie von seinem kommenden zweiten Album. Während der Umbaupause konnte ich mir dann noch eines der letzten limitierten farbigen Vinyl-Exemplare von My Turn ergattern. Bin gespannt wie es mit dem sympathischen Herren weitergeht.

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Mittlerweile hatte sich die Reithalle etwas gefüllt, ich würde mal auf 40 bis 50 leute schätzen. Senore Matze Rossi, dessen ehemalige Band Tagtraum ich ziemlich belanglos fand, betrat anschließend die Bühne und zeigte, warum sein Soloprogramm viel, viel besser ist, als seine Tage als wilder Punkrocker. Er erzählte viel aus seinem privaten leben, was er sonst so neben der Musik macht, von seiner Kleinfamilie, von seinen ehemaligen Bandkollegen… Einer war sogar anwesend als Mercher. Ja, Freunde hat Senore Matze Rossi viele, auch zwei Bloggerinnen, die ihm und Jawknee Music zwei Pistolen angedreht haben, mit denen sie sich während des Auftritts kurz duellierten, was aber mangels Flugkraft der Geschosse irgendwie schief ging. Überhaupt waren wohl mehr Journalisten anwesend, neben mir und den beiden Bloggerinnen (Stayclosetoyoursoul) noch jemand von der Saarbrücker Zeitung (Bericht hier).

Rossi hat keine Setlists, würde sich wohl auch nicht so wirklich dran halten, und spielte einfach nach Lust und Laune einige seiner größten Hits, darunter Unverwundbar, Beste Waffe und Das ist für die Lieblingslieder. Überraschungen gab es auch: die alte Tagtraum-Nummer Balsam und We are not fucked von seiner aktuellen Punkband Bad Drugs. Zwei Lieder widmete er seinem verstorbenen Freund Wauz (Red Tape Parade): Ich zweifel also bin ich, das auf einem Zitat und Tätowierung dieses Freundes beruht sowie die englische Nummer Best Friends, beide wunderschön. Mit der Freiheit hat es der gute Mann auch, seine persönliche aber auch die musikalische. So hört sich das übliche Verkaufsgeplänkel auch nicht so schlimm an, wenn es darum geht, unabhängige Labels zu unterstützen. Außerdem erhielt ja auch jeder ein Gratis-Abzieh-Tattoo. Fast zwei Stunden spielte der Senore und wurde auch nicht müde. Etwas angeschlagen war Rossi (so jetzt habe ich alle drei Namen durch) auch, musste ab und zu zu Halsspray greifen. Texthänger und Verspieler inklusive, aber das gibt auch eine sympathische Note. Soll laut dem Blog wohl auch öfter vorkommen. Irgendwann war aber mit der Nummer Warum aus mir und meinen Freunden nichts mehr werden kann Schluss. Hier summte das Publikum auch mit. Die Nummer ist wohl von den Pixies geklaut, wie Matze vorher auch zugibt, ist aber beim Refrain auch offensichtlich:

Frank Black und die Pixies – ihr habt mein Leben zerstört. Doch ich bin euch nicht einmal böse: Weil dank euch aus mir kein Arschloch wird. Ihr und all die großen Geister habt Schuld daran, dass auch mir und meinen Freunden nichts mehr werden kann

Danach gabs mit Geist, Wenn das ein Film wär, Wunder und Dreh mich noch vier Zugaben. Nein, wirklich, ein Abend, an dem es nichts auszusetzen gibt und mein Geldbeutel doch wieder leer wurde…

Interview: Svetlanas (RUS) on tour!

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Die russischen Svetlanas sind nächste Woche auf Tour in Deutschland mit THE DWARVES!! Nicht nur die Musik, auch alles weitere ist sehr nteressant an der Band. So interessant dass sie sogar bei den SEX PISTOLS bekannt sind.

 

IAMHAVOC: Many people propably never heard of the SVETLANAS. Tell us something about you please.
SVETLANAS: Someone said we’re the most dangerous band in the world, is it enough?!

IAMHAVOC: You got kicked out of your home, russia. What happened?
SVETLANAS:It’s happened that in Russia there’s a dictatorship and  THE dictator doesn’t like us very much, BTW did you see “Naked Horse Rider” front cover? You should.

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IAMHAVOC: You just released a split record with the punk pioneers and legends Adolescents. How did that combination happen?
SVETLANAS: We played with the Adolescents several times so we had the chance to know each other and we came up with this idea of the split – America VS Russia.

IAMHAVOC: You will go on tour with the Dwarves now. It will be a hard job to kick their asses. Tell the people why they should show up early to see you play!
SVETLANAS: you can keep your lazy ass at home if you’re afraid to be scared by a little girl. I swear to God, I’ll kick YOUR ass.

IAMHAVOC: I think you didn’t release a full length record so far. When can we expect this and what will expect us?
SVETLANAS: June 9th “Naked Horse Rider” will be out for Altercation Records. It has been produced by Blag Dahlia of the fucking Dwarves and you can only aspect to feel a Vostok 1 right up your ass as soon as you’ll put the CD on.

IAMHAVOC: I tell you some words any you just tell me what’s in your mind, ok?

– Russia
tears and blood.

– Svetlanas
Violence

– Punkrock
free speech

– Tourlife
rollercoaster fun

– Malcom McLaren
Sex

– Wodka
the winner’s drink

IAMHAVOC: Any last words?
SVETLANAS: sure! If you don’t like Svetlanas go fuck yourself.

IAMHAVOC: Thank you very much! See you guys on the tour with the Dwarves!
SVETLANAS: alright baby

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Hier die Tourdaten:

23.04. Berlin – Lido
24.04. Hamburg – Hafenklang
25.04. Amsterdam – Paradiso
26.04. Rotterdam – Baroeg
27.04. Hannover – Chez Heinz
29.04. Saarbrücken – Garage
30.04. Köln – Underground
02.05. Stuttgart – Goldmarks
05.05. München – Strom
06.05. Freiburg – Schmitz Katze
07.05. Milano – Bloom
08.05. Bologna – Freakout
09.05. Zürich – Obenuse Fest (+ Title Fight, Spirits & more)

Review: Egotronic – Egotronic C’est Moi (Audiolith)

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Immer, wenn was Neues von Audiolith kommt freue ich mich. Vor allem Egotronic zählt seit Jahren zu meinen Lieblingsbands. Und so freute ich mich darauf, die Promo-CD im Auto zu hören. Nur kannte ich alle Lieder schon, sie waren nur irgendwie anders. Nämlich punkiger, ohne elektronischen Firlefanz. Ja, Egotronic gehen ihren Weg, den sie mit Die Natur ist dein Feind (zum Review) eingeschlagen haben, konsequent weiter. Audiolith ließ sich nicht lumpen und schickte Egotronic in das britische “Brighton Electric”-Studio. Unter anderem Nick cave und The Curehaben dort schon aufgenommen. Überwiegend wurde das Frühwerk mit neuen Versionen bedacht: Die meisten Lieder stammen von der LP Die richtige Einstellung. Alle anderen Alben wurden nur mit je ein oder zwei Tracks bedacht. Dieses wühlen in der Lumpensammlung gelingt mal, gut mal weniger gut. Verantwortlich waren dafür neben Torsun natürlich Max Rogall (E-Bass), Reuschi (Schlagzeug), Kilian (Orgel- und Synth) sowie Gitarrist Chrü. Ganz ehrlich: Das Album braucht niemand so richtig. Die Lieder knallen auch in der Punkversion, aber nicht einmal die Texte wurden angepasst. Klar, man kann argumentieren, dass die Texte immer noch aktuell sind. Aber: Wie sinnig ist denn bitte Raven gegen Deutschland, wenn nicht geravt wird und bei Liveauftritten eben gepogt. Gut, das wurde auch zu Dance-Zeiten, aber ihr versteht sicherlich, was ich meine. Möllewahn ist noch ganz nett, stammt von der Download-Kompilation The Lost Tape (Amazon) und daher nicht in jedem Egotronic-Haushalt vertreten. Ich bin ehrlich ein bisschen enttäuscht. Wie gesagt, die Lieder ballern zwar schön, aber ich fand die Electronic-Versionen doch um einiges gelungener. Nein, ich will der Band keinen Ausverkauf vorwerfen, aber ich fand Egotronic in der alten Rave-Manier um einiges gelungener. Schade…